Zahlreiche, WaldbrÀnde

Zahlreiche WaldbrĂ€nde im SĂŒden Europas - mehrere Todesopfer

13.08.2025 - 14:04:31

In mehreren LĂ€ndern im SĂŒden Europas kĂ€mpfen die Menschen gegen teils verheerende WaldbrĂ€nde. In Spanien und Albanien gibt es bereits erste Todesopfer.

  • In Griechenland wurden allein am Dienstag im ganzen Land 82 neue BrĂ€nde registriert, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Offiziere der griechischen Feuerwehr, Kostas Tsingas dem Sender ERTNews sagte. - Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

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  • In Spanien gebe es derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, sagte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen. - Foto: Rosa Veiga/EUROPA PRESS/dpa

    Rosa Veiga/EUROPA PRESS/dpa

In Griechenland wurden allein am Dienstag im ganzen Land 82 neue BrĂ€nde registriert, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Offiziere der griechischen Feuerwehr, Kostas Tsingas dem Sender ERTNews sagte. - Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpaIn Spanien gebe es derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, sagte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen. - Foto: Rosa Veiga/EUROPA PRESS/dpa

Zahlreiche WaldbrĂ€nde beschĂ€ftigen die Menschen in mehreren LĂ€ndern im SĂŒden Europas. Spanien kĂ€mpft gegen eine Serie verheerender BrĂ€nde, die bereits zwei Menschenleben gefordert und Tausende Hektar Wald und Busch zerstört haben. Auch in Albanien gab es ein Todesopfer. Griechenland erlebt derzeit die bislang schwierigsten Tage der diesjĂ€hrigen Waldbrandsaison. In anderen Regionen im SĂŒden herrscht akute Waldbrandgefahr. 

In Spanien gebe es derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, teilte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen, im Interview mit dem Radiosender Cadena Ser mit. «Einige könnten nach ersten EinschĂ€tzungen vorsĂ€tzlich gelegt worden sein, aufgrund der Heftigkeit und Ausbreitung des Feuers», sagte sie. In allen FĂ€llen seien Ermittlungen aufgenommen worden.

Zwei Todesopfer in Spanien

Aufgrund der Feuer mussten rund 6.000 Menschen in mehreren Regionen die Nacht auf Mittwoch außerhalb ihrer HĂ€user verbringen, wie der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Behörden berichtete. Touristenhochburgen sind von den BrĂ€nden im beliebten Urlaubsland derzeit allerdings nicht betroffen.

Die beiden Todesopfer wurden in den Regionen Madrid und León gemeldet. Im Bezirk Tres Cantos nördlich der spanischen Hauptstadt starb ein rund 50-jÀhriger Mann an schweren Verbrennungen. In León kam ein freiwilliger Helfer ums Leben. In Zamora mussten zudem zwei Schwerverletzte auf die Intensivstation gebracht werden.

1.500 EinsatzkrÀfte in Portugal 

Auch im Nachbarland Portugal hielten Wald- und VegetationsbrĂ€nde die Behörden auf Trab. Mehr als 1.500 EinsatzkrĂ€fte kĂ€mpften zuletzt gegen die sechs grĂ¶ĂŸten BrĂ€nde auf dem Festland, wie die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. Besonders besorgniserregend war das Feuer im Kreis Trancoso rund 150 Kilometer sĂŒdwestlich von Porto, nahe der Grenze zu Spanien, wo mehr als 500 KrĂ€fte im Einsatz waren.

In Griechenland wurden allein am Dienstag im ganzen Land 82 neue BrĂ€nde registriert, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Offiziere der griechischen Feuerwehr, Kostas Tsingas dem Sender ERTNews sagte. Diese Zahl sei «außergewöhnlich hoch». In Kombination mit stĂŒrmischem Wind, anhaltender Trockenheit und großer Hitze hĂ€tten sich die Bedingungen fĂŒr die BrandbekĂ€mpfung dramatisch verschĂ€rft. 

Griechenland: VerstÀrkung per Schiff

Besonders gefĂ€hrlich sei die Lage derzeit nahe der westgriechischen Stadt Patras. Dort lodern zwei große BrĂ€nde. Auch in der Region Preveza im Nordwesten des Landes sowie auf den Inseln Zakynthos und Chios brennt es großflĂ€chig. 

Zudem gebe es unzÀhlige Glutnester, die sich mit dem Wind binnen Minuten in neue BrÀnde verwandeln, teilte die Feuerwehr mit. VerstÀrkung wurde per Schiff in die betroffenen Regionen gebracht. Insgesamt seien landesweit rund 5.000 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt.

In SĂŒd- und Zentralfrankreich herrschte inmitten der aktuellen Hitzewelle im Land erhöhte Waldbrandgefahr. Einzelne BrĂ€nde gab es etwa in der Gegend um Bordeaux sowie im etwas nördlicheren DĂ©partement Vienne. 

Italiens Behörden: FahrlÀssigkeit und Brandstiftung

In Italien gibt es vor allem im SĂŒden des Landes immer wieder WaldbrĂ€nde. Allein am Sonntag gingen beim Katastrophenschutz 22 Anfragen fĂŒr LöschunterstĂŒtzung aus der Luft ein – neun davon aus Kampanien. Im Vesuv-Nationalpark bei Neapel tobte ein großflĂ€chiger Brand, weitere Feuer wurden aus Latium, Sizilien, Apulien, Basilikata, Kalabrien und Sardinien gemeldet. Die Behörden warnen, dass die meisten BrĂ€nde auf FahrlĂ€ssigkeit oder Brandstiftung zurĂŒckgehen und rufen die Bevölkerung zu schneller Meldung verdĂ€chtiger Rauchentwicklung auf.

Krankenhaus in Albanien evakuiert

In Albanien toben seit Tagen WaldbrÀnde in vielen Teilen des Landes. Ein Mensch starb in den Flammen im zentralalbanischen Gramsh, wie das Verteidigungsministerium in Tirana mitteilte. Feuerwehr, Soldaten und Polizei sind Tag und Nacht im Einsatz, auch mit Lösch-Hubschraubern. In der Kleinstadt Delvina, zehn Kilometer vom Adria-Strand entfernt, musste neben WohnhÀusern auch ein Krankenhaus evakuiert werden. 

In Montenegro kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte aus Serbien, Kroatien und Italien gegen die Flammen. Weitere Hilfe wird aus Österreich und Ungarn erwartet. Besonders betroffen ist der kĂŒstennahe Streifen zwischen Piper und Buljarica.

@ dpa.de