Junger Ukrainer getötet: Polizei Ă€uĂert sich zum Tatmotiv
13.02.2024 - 14:09:30Nach dem gewaltsamen Tod eines 17-jĂ€hrigen Ukrainers bei einem Streit unter Jugendlichen in Oberhausen sieht die zustĂ€ndige Essener Polizei «keine konkreten Hinweise auf eine fremdenfeindlich motivierte Tat». «Aktuell deutet alles auf eine spontane Gewalteskalation des 15-jĂ€hrigen HaupttĂ€ters hin», teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Das hĂ€tten umfangreiche Zeugenvernehmungen und Auswertungen von Beweismitteln ergeben. Die Ermittlungen wĂŒrden auf Hochtouren weitergefĂŒhrt.
Bei der Gewalttat am Samstagabend am Oberhausener Hauptbahnhof war der 17-JĂ€hrige - ein erfolgreicher Nachwuchs-Basketballer - erstochen worden. Drei weitere Jugendliche ĂŒberlebten schwer verletzt. Zwei Jugendliche wurden als VerdĂ€chtige ermittelt und festgenommen. Gegen den 15-JĂ€hrigen aus Gelsenkirchen wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Gegen einen 14-JĂ€hrigen aus Herne habe sich der Verdacht dagegen nicht erhĂ€rtet. Er sei wieder freigelassen worden.
Der 17-JĂ€hrige galt als groĂes Talent des ukrainischen Basketballs. Der Basketball-Verein ART Giants DĂŒsseldorf, bei dem der 17-JĂ€hrige zuletzt spielte, schrieb, der junge Sportler sei wegen des Krieges aus seiner Heimat geflohen. Neben dem getöteten 17-JĂ€hrigen war auch ein lebensgefĂ€hrlich Verletzter (18) aus DĂŒsseldorf Ukrainer. Laut Polizei hatten ukrainische Medien von «gesicherten Erkenntnissen» berichtet, dass ihre Landsleute wegen ihrer NationalitĂ€t angegriffen worden seien. DafĂŒr sieht die Polizei aktuell keine Belege.


