CDU fordert Flussbad fĂŒr Hamburg
08.08.2025 - 05:30:39Die CDU in der Hamburgischen BĂŒrgerschaft macht sich fĂŒr ein Flussbad an Alster oder Elbe stark. «Es wird Zeit, Hamburgs GewĂ€sser fĂŒr alle zugĂ€nglich zu machen â nicht nur zum Angucken, sondern zum Baden, Schwimmen und GenieĂen», sagte die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion, Anke Frieling, der Deutschen Presse-Agentur.Â
Sie verwies auf entsprechende Beispiele in Skandinavien. Doch: «Was in StÀdten wie Kopenhagen, Oslo oder Malmö lÀngst RealitÀt ist, bleibt in Hamburg weiterhin Wunschdenken», wie aus der Antwort des Senats auf ihre Schriftliche Kleine Anfrage hervorgehe.
Senat hat Bedenken wegen WasserqualitÀt und Sicherheit
Zwar werde aktuell im Rahmen eines BĂŒrgerschaftlichen Ersuchens mit dem Titel «Stadtentwicklung am Wasser - Neue Perspektiven fĂŒr Hamburgs Wasserlagen» die Eignung der GewĂ€sser fĂŒr den Badesport geprĂŒft, schreibt der rot-grĂŒne Senat. «Gegen eine entsprechende Nutzung der GewĂ€sser spricht bislang jedoch die vielfach nicht durchgĂ€ngig gute WasserqualitĂ€t.»Â
Zudem habe die Umweltbehörde 2015 Möglichkeiten zur Errichtung einer öffentlichen Badestelle in der Elbe geprĂŒft. «Sicherheitsaspekte sprachen jedoch gegen das Baden in der Elbe.»Â
Auch unterschieden sich die Voraussetzungen in Hamburg wesentlich von denen in Kopenhagen, Aarhus oder dem norwegischen Arendal, heiĂt es in der Senatsantwort. «Die Bedingungen sind wegen des in Hamburg vorherrschenden Tidehubs und des hohen Schiffsverkehrs, teilweise auf einer BundeswasserstraĂe und in Hafengebieten, anders zu beurteilen als in diesen skandinavischen StĂ€dten.»Â
Ăberhaupt sei die Integration von Schwimmmöglichkeiten in den weiterhin hafenwirtschaftlich genutzten GewĂ€ssern nach EinschĂ€tzung der fĂŒr Stadtentwicklung zustĂ€ndigen Behörde nicht möglich. Neue PrĂŒfungen oder Machbarkeitsstudien fĂŒr GewĂ€sserbĂ€der sind nach Angaben des Senats daher nicht geplant.
Frieling fordert kreative Lösungen fĂŒr BademöglichkeitÂ
Frieling reicht das nicht aus. «Wenn Hamburg ernst macht mit urbaner LebensqualitĂ€t und innovativer Stadtentwicklung, dann brauchen wir kreative Lösungen fĂŒr mehr Wasserzugang â und keine Ausreden», sagte sie.Â
Zudem sei es in der Hafencity nur noch ganz selten der Fall, dass Hafenbecken auch hafenwirtschaftlich genutzt wĂŒrden. «Dort werden neue HochhĂ€user in ein Hafenbecken gebaut â aber ein Ort zum Schwimmen soll nicht möglich sein?», fragte sie.Â
«Der Senat verweist auf Finanzierungs-, Sicherheits- und Hygieneaspekte sowie auf die WasserqualitĂ€t â blendet dabei aber völlig aus, dass diese Herausforderungen in anderen StĂ€dten lĂ€ngst gemeistert wurden.» Die Hansestadt verschenke hier ihr Potenzial, warnte Frieling.


