Frankreich, Spanien

WaldbrĂ€nde in SĂŒdeuropa: Entspannung und neue EinsĂ€tze

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 13:21 Uhr | dpa.de

In Spanien und Frankreich können viele Menschen nach WaldbrĂ€nden zurĂŒck in ihre HĂ€user. Auf Kreta kĂ€mpfen Feuerwehrleute gegen Sturmböen und Flammen – trotz modernster Technik und neuer Drohnen.

  • Angesichts einer neuen Hitzewelle mit extremen Temperaturen rief MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Angesichts einer neuen Hitzewelle mit extremen Temperaturen rief MinisterprÀsident Pedro Sånchez die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Auf Kreta kamen bislang zwei Feuerwehrleute ums Leben. - Bild: Giannis Angelakis/AP/dpa
    Auf Kreta kamen bislang zwei Feuerwehrleute ums Leben. - Bild: Giannis Angelakis/AP/dpa
  • In der Waldbrandregion an der französischen AtlantikkĂŒste gibt es ein vorsichtiges Aufatmen fĂŒr EinsatzkrĂ€fte und Bevölkerung. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
    In der Waldbrandregion an der französischen AtlantikkĂŒste gibt es ein vorsichtiges Aufatmen fĂŒr EinsatzkrĂ€fte und Bevölkerung. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
  •  Diese vierte Hitzewelle des Sommers in Spanien soll bis Sonntag anhalten. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Diese vierte Hitzewelle des Sommers in Spanien soll bis Sonntag anhalten. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Spanien ist mit den schlimmsten WaldbrĂ€nden seit langer Zeit konfrontiert. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Spanien ist mit den schlimmsten WaldbrÀnden seit langer Zeit konfrontiert. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Nach den verheerenden Feuern der vergangenen Jahre wurde in Griechenland der Brandschutz deutlich ausgebaut. - Bild: Giannis Angelakis/AP/dpa
    Nach den verheerenden Feuern der vergangenen Jahre wurde in Griechenland der Brandschutz deutlich ausgebaut. - Bild: Giannis Angelakis/AP/dpa
Angesichts einer neuen Hitzewelle mit extremen Temperaturen rief MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Auf Kreta kamen bislang zwei Feuerwehrleute ums Leben. - Bild: Giannis Angelakis/AP/dpa In der Waldbrandregion an der französischen AtlantikkĂŒste gibt es ein vorsichtiges Aufatmen fĂŒr EinsatzkrĂ€fte und Bevölkerung. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa  Diese vierte Hitzewelle des Sommers in Spanien soll bis Sonntag anhalten. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Spanien ist mit den schlimmsten WaldbrĂ€nden seit langer Zeit konfrontiert. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Nach den verheerenden Feuern der vergangenen Jahre wurde in Griechenland der Brandschutz deutlich ausgebaut. - Bild: Giannis Angelakis/AP/dpa

WĂ€hrend sich die Waldbrandlage an der französischen AtlantikkĂŒste sowie in der Region rund um Spaniens Hauptstadt Madrid entspannt, kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte in anderen Teilen SĂŒdeuropas weiter gegen neue Feuer. Hohe Temperaturen, Trockenheit und teils stĂŒrmische Winde erschweren die Löscharbeiten. Auf der bei deutschen Urlaubern beliebten Mittelmeerinsel Kreta starben auch FeuerwehrkrĂ€fte. 

  • FRANKREICH

An der französischen AtlantikkĂŒste können weitere 84.000 Menschen in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren, da sich die Waldbrandlage spĂŒrbar entspannt hat. Wie die PrĂ€fektin von Bordeaux, Sophie Brocas, am Morgen entschied, können die Bewohner von neun vorsorglich evakuierten Orten nach Hause. Insgesamt 224.000 Menschen waren in der Region evakuiert worden. Am Dienstagabend konnten bereits 60.000 Menschen in drei evakuierte Gemeinden zurĂŒckkehren. Auch in SĂŒdfrankreich und im Burgund kĂ€mpfen die französischen EinsatzkrĂ€fte weiter gegen NaturbrĂ€nde. 

Unter den Menschen, die wegen der BrĂ€nde aus ihren HĂ€usern mussten, sind nach Medienberichten auch der Hollywood-Star George Clooney («Syriana») und seine Familie. Sie hĂ€tten das Anwesen in der sĂŒdfranzösischen Gemeinde Brignoles verlassen, berichteten unter anderem die US-Magazine «People» und «Us Weekly».

  • SPANIEN

Nach der Entspannung bei den verheerenden WaldbrÀnden rund um Madrid hat MinisterprÀsident Pedro Sånchez den nationalen Notstand aufgehoben. Die BrÀnde in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo sind inzwischen weitgehend eingedÀmmt, die meisten Evakuierungen und AusgangsbeschrÀnkungen wurden aufgehoben.

Erleichterung gab es auch aus der Provinz CastellĂłn im Osten des Landes: Der große Waldbrand im Gebiet Vall d'UixĂł nördlich von Valencia breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus. Auch dort hatten Tausende Menschen evakuiert werden mĂŒssen. Insgesamt erfassten die Flammen dort 9.300 Hektar.

Damit scheint die schlimmste Waldbrandlage seit Jahrzehnten vorerst unter Kontrolle. Allein in der Provinz Ávila zerstörten die Flammen rund 50.000 Hektar Wald- und Buschland – nach Behördenangaben war es der grĂ¶ĂŸte Waldbrand seit Beginn der amtlichen Erfassung 1968.

Angesichts einer neuen Hitzewelle mit extremen Temperaturen rief Sånchez die Bevölkerung dennoch zu besonderer Vorsicht auf. Mehrere der schwersten BrÀnde seien durch Unachtsamkeit verursacht worden. 

Trotz der Entspannung an den grĂ¶ĂŸten Brandherden lodern in Spanien weiter WaldbrĂ€nde. Nach Angaben des staatlichen Senders RTVE brachen neue Feuer im Nordwesten des Landes in der Provinz LeĂłn sowie in einem Naturpark der Provinz Zamora nahe der Grenze zu Portugal aus. Wegen erheblicher Risiken fĂŒr die Anwohner seien dort bis Donnerstagmorgen 12 Ortschaften sowie ein Campingplatz gerĂ€umt worden, meldete der Rundfunk. Rund 1.000 Menschen seien betroffen. An zwei Fronten hĂ€tten Feuerwehrleute und Helfer allerdings die Flammen inzwischen eindĂ€mmen können, teilte ein Sprecher der örtlichen Verwaltung mit.

  • GRIECHENLAND

Der Waldbrand im SĂŒden der griechischen Insel Kreta wĂŒtet weiter. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von mehr als 125 Kilometern pro Stunde wĂŒrden den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern erschweren, teilte der griechische Wetterdienst (EMY) mit. Mit einer AbschwĂ€chung der Winde wird erst am Wochenende gerechnet. «Es stehen uns schwierige Tage bevor», sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Fernsehsender ERT.

Auf Kreta kamen bislang zwei Feuerwehrleute ums Leben, ein weiterer starb auf der Halbinsel Peloponnes. Aus der Region des beliebten Ferienortes Agia Galini an der SĂŒdkĂŒste Kretas wurden mehr als 8.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Am Donnerstag konnten Urlauber nach Angaben von Reportern vor Ort zurĂŒckkehren.

Im Vergleich zu Spanien und Frankreich blieb Griechenland in diesem Sommer bislang von großflĂ€chigen WaldbrĂ€nden weitgehend verschont. Behörden fĂŒhren das unter anderem darauf zurĂŒck, dass langanhaltende Hitzewellen bislang ausblieben und der Brandschutz nach den verheerenden Feuern der vergangenen Jahre deutlich ausgebaut wurde. DafĂŒr stehen 85 Löschflugzeuge und -hubschrauber bereit. Zudem sollen mehr als 100 Drohnenbasen BrĂ€nde frĂŒhzeitig erkennen, vier eigens fĂŒr die BrandbekĂ€mpfung entwickelte Satelliten ĂŒberwachen besonders trockene Wald- und Buschgebiete.

Doch die BrĂ€nde auf Kreta zeigen nach EinschĂ€tzung der Behörden, dass selbst moderne Technik und zusĂ€tzliche Löschflugzeuge an ihre Grenzen stoßen, wenn Sturmböen die Flammen anfachen und LöscheinsĂ€tze aus der Luft kaum möglich sind. 

  • TÜRKEI

Auch in der TĂŒrkei kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte weiter gegen zahlreiche WaldbrĂ€nde im SĂŒden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefeuert werden. Man versuche zurzeit BrĂ€nde in den Provinzen Antalya, Mugla und Balikesir vollstĂ€ndig unter Kontrolle zu bringen, sagte Forstminister Ibrahim Yumakli dem Staatssender TRT zufolge. Bei drei weiteren sei das bereits gelungen. In der Nacht sei zudem ein weiterer Waldbrand im Bezirk Fethiye der Provinz Mugla hinzugekommen.

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