Studie, Surfen

Studie: Surfen im Internet ist beliebteste FreizeitaktivitÀt

27.08.2024 - 10:30:36

Internet, Fernsehen, Musik hören und «sich mit PC, Laptop, Tablet beschĂ€ftigen» stehen in der Freizeit bei den Deutschen ganz oben. Dabei wĂŒnschen sich die Menschen mehr zwischenmenschliche Kontakte.

  • Videospiele werden immer beliebter. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa

    Oliver Berg/dpa

  • Menschen wollen gemeinsam etwas erleben - wie hier auf dem Hamburger Sommerdom. (Symbolbild) - Foto: Markus Scholz/dpa

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  • Auch sportliche AktivitĂ€ten sind wichtig. (Symbolbild) - Foto: Marcus Brandt/dpa

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  • Besonders auf dem Smartphone wird hĂ€ufig im Internet gesurft. (Symbolbild) - Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa

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Videospiele werden immer beliebter. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpaMenschen wollen gemeinsam etwas erleben - wie hier auf dem Hamburger Sommerdom. (Symbolbild) - Foto: Markus Scholz/dpaAuch sportliche AktivitÀten sind wichtig. (Symbolbild) - Foto: Marcus Brandt/dpaBesonders auf dem Smartphone wird hÀufig im Internet gesurft. (Symbolbild) - Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ob zum Informieren, zur Unterhaltung, zur sozialen Vernetzung oder zur Verhinderung von Langeweile – das Internet spielt eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle im tĂ€glichen Leben. Das geht aus dem «Freizeit-Monitor 2024» hervor, der heute vorgestellt wurde.

«Das Internet ist allgegenwĂ€rtig – ob auf der Couch, im Bett oder unterwegs – und begleitet uns jederzeit. Entsprechend ist es mittlerweile ein unverzichtbarer Begleiter unserer Freizeit, ermöglicht es uns doch diese so zu gestalten, wie es unseren individuellen BedĂŒrfnissen entspricht», sagte Prof. Ulrich Reinhardt. Die Umfrage wird seit 1986 von der Stiftung fĂŒr Zukunftsfragen von British American Tobacco (BAT) erhoben.

Auf der Rangliste der beliebtesten FreizeitaktivitĂ€ten landete wie in den vergangenen Jahren «Internet nutzen» auf Platz eins. Von je 100 Befragten gaben 97 das als regelmĂ€ĂŸige FreizeitaktivitĂ€t an (wenigstens einmal pro Woche). Auf den weiteren PlĂ€tzen landeten «Fernsehen» (84), «Musik hören» (82), «sich mit PC, Laptop, Tablet beschĂ€ftigen» (78) und «mit Smartphone spielen, surfen, chatten» (78). Danach folgen «Privat eine E-Mail lesen oder schreiben» (77) und «Radio hören» (71). Erst auf dem achten Platz folgt eine regenerative AktivitĂ€t wie «seinen Gedanken nachgehen» (69) und noch spĂ€ter soziale AktivitĂ€ten wie Â«ĂŒber wichtige Dinge reden» (65) und «gemeinsame Zeit mit Partner/in» (64).

Fomo: Angst, etwas zu verpassen

«In einer Zeit, in der Stress und Schnelllebigkeit das tĂ€gliche Leben charakterisieren, verĂ€ndern sich auch die regenerativen FreizeitaktivitĂ€ten», sagte Reinhardt. WĂ€hrend einst die eigene Pflege oder auch das Ausschlafen eine große Rolle gespielt hĂ€tten, entschleunigten gegenwĂ€rtig viele BĂŒrger ganz bewusst beim Nichtstun. Doch das gelinge nicht immer: «Die Menschen haben immer wieder Angst, etwas in der Freizeit zu verpassen», sagte der Leiter der Stiftung. Unter Wissenschaftlern sei dieses PhĂ€nomen als «Fomo» (Fear of missing out - Angst, etwas zu verpassen) bekannt. 

Im Zehnjahresvergleich gehen traditionelle AußerhausbeschĂ€ftigungen wie «in die Kneipe gehen» oder «in ein Einkaufscenter gehen» zurĂŒck. «Dagegen erfreuen sich TagesausflĂŒge und Wochenendfahrten wachsender Beliebtheit, und zeigen ein gesteigertes BedĂŒrfnis nach erlebnisorientierten Unternehmungen», sagte Reinhardt. Auch der Besuch von Restaurants und FlohmĂ€rkten sowie ehrenamtliche TĂ€tigkeiten (von 18 auf 32 Prozent) haben zugenommen. «Das ist sehr positiv zu bewerten», meinte der Experte. «Die Deutschen sind durchaus bereit, sich wieder fĂŒr die Gesellschaft zu engagieren.»

Sport zum Ausgleich ist wichtig

Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre zeige sich zudem ein deutlicher Trend hin zu einem aktiveren und gesundheitsbewussteren Lebensstil. «Spazierengehen oder andere sportliche AktivitĂ€ten, wie Joggen oder ins Fitnessstudio gehen, sind fĂŒr viele BĂŒrger zu festen Bestandteilen der Freizeit geworden», sagte Reinhardt. Dies zeige deutlich, wie das BedĂŒrfnis nach Bewegung stetig wachse. «Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und dem damit verbundenen langen Sitzen vor Bildschirmen, ist ein Kontrastprogramm in der Freizeit essenziell», sagte der Leiter der Stiftung.

Treffen mit Freunden und Nachbarn oder gemeinsame Zeit mit dem Partner seien dagegen seltener geworden. «Dies spiegelt nicht nur die wachsenden Anforderungen und die zunehmende Hektik des gegenwĂ€rtigen Lebens wider, sondern erneut auch eine Verschiebung hin zu individuelleren und oft digitalisierten Formen des sozialen Austauschs», sagte Reinhardt. Das sei in insofern widersprĂŒchlich, da sich die Deutschen eigentlich mehr soziale AktivitĂ€ten wĂŒnschten. «Viele Menschen suchen nach mehr NĂ€he und gemeinsamer Zeit, um gemeinsam zu lachen, etwas zu erleben oder in Ruhe zu reden», sagte der Experte.

@ dpa.de