Spanien: Bruch einer Schiene möglicher Grund fĂŒr ZugunglĂŒck
23.01.2026 - 14:06:23Nach dem verheerenden ZugunglĂŒck im SĂŒden Spaniens hat eine offizielle Untersuchungskommission in einer ersten vorlĂ€ufigen EinschĂ€tzung den Bruch einer Schiene als mögliche Ursache genannt. Bei der Kollision zweier HochgeschwindigkeitszĂŒge nahe der Ortschaft Adamuz in der andalusischen Provinz CĂłrdoba waren Sonntagabend 45 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch eine Deutsche. Mehr als 120 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.Â
Die letzten Wagen eines Iryo-Zuges waren entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Renfe-Zug kollidierte mit diesen Waggons und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert.Â
Die staatliche Untersuchungskommission fĂŒr EisenbahnunfĂ€lle Ciaf betonte in ihrem vorlĂ€ufigen Bericht, es seien Kerben an den LaufflĂ€chen der RĂ€der des Iryo-Zuges festgestellt worden. Diese Kerben und die beobachtete Verformung der Schienen deuteten darauf hin, dass eine Schiene bereits gebrochen gewesen sei, bevor der Iryo-Zug darĂŒberfuhr und entgleiste, heiĂt es in dem vom Verkehrsministerium veröffentlichten Bericht. Ăhnliche Kerben seien auch an den RĂ€dern von drei anderen ZĂŒgen gefunden worden, die kurz zuvor diesen Streckenabschnitt passiert hĂ€tten.Â
Schienenproben wĂŒrden nun an ein metallografisches Labor geschickt, um die möglichen Ursachen fĂŒr den Bruch zu ermitteln. Aber auch andere Hypothesen zur Unfallursache wĂŒrden weiterhin nicht ausgeschlossen, betonte die Kommission.







