Verkauf von Böllern und Raketen gestartet
28.12.2024 - 09:18:53HĂ€ndler in Deutschland verkaufen nun Raketen und Böller fĂŒr den Jahreswechsel. Pyrotechnik fĂŒr die Neujahrsnacht darf an den letzten drei Werktagen des Jahres ĂŒber den Ladentisch gehen.Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) rechnet gegenĂŒber dem Vorjahr mit 15 Prozent mehr Ware in den LĂ€den. 2023 verzeichnete die Branche nach eigenen Angaben einen Umsatz von 180 Millionen Euro. Die Böller-Branche verzeichnete zuletzt einen Trend weg von bloĂen Knallkörpern hin zu Verbundfeuerwerken und Feuerwerksbatterien - diese Produkte machen demnach inzwischen 50 Prozent des Umsatzes aus.
Nicht neben Kliniken, Kirchen und Fachwerk
Raketen- und Böllerfans mĂŒssen auch dieses Jahr Silvester in vielen StĂ€dten Deutschlands genau darauf achten, wo sie Feuerwerk zĂŒnden dĂŒrfen - und wo das verboten ist. Aus BrandschutzgrĂŒnden und zum Schutz vor Verletzungen haben zahlreiche Kommunen Böllerverbotszonen eingerichtet.
Bundesweit untersagt ist Pyrotechnik ohnehin in der NĂ€he von KrankenhĂ€usern, Kinder- und Altenheimen, Kirchen oder brandempfindlichen GebĂ€uden wie FachwerkhĂ€usern. Daneben haben die StĂ€dte die Möglichkeit, weitere Gebiete fĂŒr die Böllerei zu sperren.Â
Ărzte, Polizisten und UmweltschĂŒtzer fĂŒr generelles VerbotÂ
Ărztevertreter, Polizisten, Umwelt- und TierschĂŒtzer sowie weitere Organisationen fordern ein generelles Anwendungsverbot fĂŒr Böller und Raketen und verweisen unter anderem auf die Verletzungsgefahr und die Belastung der KrankenhĂ€user. EinsatzkrĂ€fte befĂŒrchten auch erneute Angriffe mit Böllern.
Die Gefahren von PyrotechnikÂ
Immer wieder verletzen sich Menschen beim Umgang mit Pyrotechnik schwer - teils sogar tödlich. Am vergangenen Jahreswechsel starb etwa in Koblenz ein 18-JĂ€hriger beim ZĂŒnden eines Böllers. Ein 22-jĂ€hriger Mann kam im sĂ€chsischen Boxberg beim ZĂŒnden einer verbotenen Kugelbombe ums Leben.Â
Die Strafen
Bei VerstöĂen gegen die Böllerverbote drohen Strafen - teils werden bei Zuwiderhandlungen mehrere Zehntausend Euro fĂ€llig. Im sĂ€chsischen Zwickau etwa können Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro verhĂ€ngt werden.







