Verkauf, Böllern

Verkauf von Böllern und Raketen gestartet

28.12.2024 - 09:18:53

Knaller, Böller und Raketen: Das MillionengeschÀft mit der Jahreswechsel-Pyrotechnik lÀuft wieder. Die Branche macht einen Trend weg vom reinen Knall aus.

  • Die Branche sieht einen Trend hin zum Leuchtfeuerwerk und weg vom Knaller. (Archivbild) - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

    Frank Hammerschmidt/dpa

  • Los geht's in Cottbus: WĂ€hrend Supermarkt-Mitarbeiter noch die Regale einrĂ€umen, warten die ersten Kunden schon aufs Feuerwerk.  - Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

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  • Schon am frĂŒhen Morgen wurde Silvester-Feuerwerk kistenweise aus den LĂ€den geholt - wie hier in Bremerhaven.  - Foto: Focke Strangmann/dpa

    Focke Strangmann/dpa

Die Branche sieht einen Trend hin zum Leuchtfeuerwerk und weg vom Knaller. (Archivbild) - Foto: Frank Hammerschmidt/dpaLos geht's in Cottbus: WĂ€hrend Supermarkt-Mitarbeiter noch die Regale einrĂ€umen, warten die ersten Kunden schon aufs Feuerwerk.  - Foto: Frank Hammerschmidt/dpaSchon am frĂŒhen Morgen wurde Silvester-Feuerwerk kistenweise aus den LĂ€den geholt - wie hier in Bremerhaven.  - Foto: Focke Strangmann/dpa

HĂ€ndler in Deutschland verkaufen nun Raketen und Böller fĂŒr den Jahreswechsel. Pyrotechnik fĂŒr die Neujahrsnacht darf an den letzten drei Werktagen des Jahres ĂŒber den Ladentisch gehen.Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) rechnet gegenĂŒber dem Vorjahr mit 15 Prozent mehr Ware in den LĂ€den. 2023 verzeichnete die Branche nach eigenen Angaben einen Umsatz von 180 Millionen Euro. Die Böller-Branche verzeichnete zuletzt einen Trend weg von bloßen Knallkörpern hin zu Verbundfeuerwerken und Feuerwerksbatterien - diese Produkte machen demnach inzwischen 50 Prozent des Umsatzes aus.

Nicht neben Kliniken, Kirchen und Fachwerk

Raketen- und Böllerfans mĂŒssen auch dieses Jahr Silvester in vielen StĂ€dten Deutschlands genau darauf achten, wo sie Feuerwerk zĂŒnden dĂŒrfen - und wo das verboten ist. Aus BrandschutzgrĂŒnden und zum Schutz vor Verletzungen haben zahlreiche Kommunen Böllerverbotszonen eingerichtet.

Bundesweit untersagt ist Pyrotechnik ohnehin in der NĂ€he von KrankenhĂ€usern, Kinder- und Altenheimen, Kirchen oder brandempfindlichen GebĂ€uden wie FachwerkhĂ€usern. Daneben haben die StĂ€dte die Möglichkeit, weitere Gebiete fĂŒr die Böllerei zu sperren. 

Ärzte, Polizisten und UmweltschĂŒtzer fĂŒr generelles Verbot 

Ärztevertreter, Polizisten, Umwelt- und TierschĂŒtzer sowie weitere Organisationen fordern ein generelles Anwendungsverbot fĂŒr Böller und Raketen und verweisen unter anderem auf die Verletzungsgefahr und die Belastung der KrankenhĂ€user. EinsatzkrĂ€fte befĂŒrchten auch erneute Angriffe mit Böllern.

Die Gefahren von Pyrotechnik 

Immer wieder verletzen sich Menschen beim Umgang mit Pyrotechnik schwer - teils sogar tödlich. Am vergangenen Jahreswechsel starb etwa in Koblenz ein 18-JĂ€hriger beim ZĂŒnden eines Böllers. Ein 22-jĂ€hriger Mann kam im sĂ€chsischen Boxberg beim ZĂŒnden einer verbotenen Kugelbombe ums Leben. 

Die Strafen

Bei VerstĂ¶ĂŸen gegen die Böllerverbote drohen Strafen - teils werden bei Zuwiderhandlungen mehrere Zehntausend Euro fĂ€llig. Im sĂ€chsischen Zwickau etwa können Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro verhĂ€ngt werden.

@ dpa.de