Magma auf Island nÀhert sich der ErdoberflÀche
15.11.2023 - 14:06:07Das Magma auf der von einem Vulkanausbruch bedrohten islĂ€ndischen Halbinsel Reykjanes hat sich weiter zur ErdoberflĂ€che vorgearbeitet. Das flĂŒssige Gestein befinde sich wahrscheinlich noch in etwa 500 Metern Tiefe, sagte Benedikt Ăfeigsson vom islĂ€ndischen Wetterdienst am Mittwoch, wie der Sender RUV berichtete. Auf die Entwicklung deute auch ein zunehmender Schwefeldioxidgehalt in der Luft hin.
Die Polizei gestattete weiteren Einwohnern die kurzzeitige RĂŒckkehr in die gerĂ€umte Stadt GrindavĂk, um Habseligkeiten mitzunehmen. ZurĂŒckkehren durften nur Menschen, die es bei Ă€hnlichen Aktionen am Montag und Dienstag nicht geschafft hatten, in die Stadt zu gelangen, und von der Polizei jetzt persönlich kontaktiert wurden.
GrindavĂk liegt rund 40 Kilometer sĂŒdwestlich der Hauptstadt Reykjavik und wird seit Tagen von einem möglichen Vulkanausbruch bedroht. Die rund 3700 Einwohner mussten in der Nacht zu Samstag ihre HĂ€user verlassen, weil ein etwa 15 Kilometer langer Magma-Tunnel unter GrindavĂk hindurch bis unter den Meeresboden verlĂ€uft. Die nahe gelegene Blaue Lagune, eine der bekanntesten Touristenattraktionen Islands, war bereits zuvor geschlossen worden.
Der Wetterdienst registrierte am Mittwoch von Mitternacht bis zum Mittag mehr als 800 Erdbeben. Das sei keine wesentliche Ănderung im Vergleich zum Vortag, erklĂ€rte Ăfeigsson. Die ErdstöĂe seien aber wesentlich schwĂ€cher als noch am Freitag. Ein Teil des Magma-Tunnels scheine sich zu verfestigen, besonders an den RĂ€ndern. Es flieĂe jedoch weiteres Magma zu. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs sei immer noch hoch.


