SozialpĂ€dagogin: Kein Anzeichen fĂŒr Gefahr fĂŒr Block-Kinder
Veröffentlicht am: 02.03.2026 um 14:23 Uhr | dpa.de
Kurz nach der EntfĂŒhrung der Block-Kinder vom Wohnort ihres Vaters in DĂ€nemark konnte eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamts keine Anzeichen fĂŒr eine KindeswohlgefĂ€hrdung bei dem Jungen und dem MĂ€dchen feststellen. Die 47-JĂ€hrige sagte ĂŒber ihren Besuch am 4. Januar 2024 im Haus der Mutter Christina Block, sie habe den damals zehnjĂ€hrigen Jungen und dessen 13 Jahre alte Schwester beim Spielen angetroffen. Sie selbst habe sich dazugesellt. «Es war ein nettes Beisammensein», berichtete die SozialpĂ€dagogin als Zeugin vor der Strafkammer am Landgericht Hamburg. Anzeichen fĂŒr eine KindeswohlgefĂ€hrdung habe sie nicht wahrgenommen.
Der Prozess gegen Christina Block und sechs weitere Angeklagte wurde nach vierwöchiger Pause fortgesetzt. Die angeklagte Unternehmerin streitet seit Jahren mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel um das Sorgerecht fĂŒr die beiden jĂŒngsten der vier gemeinsamen Kinder. Die Kinder waren im Sommer 2021 nicht wie vereinbart nach einem Wochenendbesuch bei ihrem Vater in DĂ€nemark nach Hamburg zurĂŒckgekehrt.
In der Silvesternacht 2023/24 waren sie von mehreren MĂ€nnern gewaltsam nach SĂŒddeutschland gebracht worden. Von dort hatte Christina Block sie nach Hamburg geholt. Der 52-JĂ€hrigen wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur EntfĂŒhrung ihrer beiden Kinder gegeben zu haben. Die Tochter des GrĂŒnders der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet das.
