Deal in Mord-Prozess: 18 Jahre fĂŒr Deutschen auf Mallorca
27.03.2025 - 11:50:04Ein Deutscher hat sich am ersten Tag eines Mordprozesses auf Mallorca fĂŒr schuldig bekannt und ist zu 18 Jahren Haft und zur Zahlung einer hohen EntschĂ€digung verurteilt worden. Darauf hĂ€tten sich kurz vor Prozessbeginn Anklage und Verteidigung geeinigt, bestĂ€tigte eine Justizsprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Auch das Opfer war Deutscher und stammte aus Bad Oeynhausen bei Bielefeld.
Zudem muss der 28-JĂ€hrige den Hinterbliebenen insgesamt 500.000 Euro zahlen. Je 200.000 Euro fĂŒr die beiden Kinder und 100.000 Euro fĂŒr die aus Magdeburg stammende Ehefrau, wie die Sprecherin weiter mitteilte. Die Summe solle durch den Verkauf einer Eigentumswohnung des Verurteilten aufgebracht werden. Die Anklage hatte vor Prozessbeginn noch die Höchststrafe von 25 Jahren und eine EntschĂ€digung von insgesamt 320.000 Euro gefordert.Â
Der aus Berlin stammende TĂ€ter hatte sich nach Angaben der Anklage im Oktober 2023 an der Feiermeile Ballermann bei einem Streit mit einem Messer auf das Opfer gestĂŒrzt und elfmal zugestochen. Das 33-jĂ€hrige Opfer, das ebenfalls seit Jahren auf der Insel lebte, sei qualvoll gestorben.
«Mallorca Zeitung»: Opfer soll ihm Geld geschuldet haben
Bei dem Angeklagten handelt es sich laut der «Mallorca Zeitung», die sich auf Polizeiquellen beruft, um einen seit lÀngerem auf der Insel lebenden Berliner. Der Angeklagte soll eine Weile lang im Restaurant des Opfers am Ballermann gearbeitet haben, hieà es weiter. Das Opfer habe ihm möglicherweise Geld geschuldet. Die Anklageschrift nannte jedoch kein mögliches Motiv der Tat.


