Duisburg: Erste Festnahmen nach spektakulÀrem Millionen-Coup
28.11.2023 - 17:17:56Nach einem spektakulĂ€ren Millionendiebstahl im Duisburger Hafen sind die Ermittler den mutmaĂlichen TĂ€tern durch einen Zufall auf die Schliche gekommen. Zwei VerdĂ€chtige seien nach einer Lkw-Routinekontrolle festgenommen worden, es habe anschlieĂend mehrere Durchsuchungen gegeben, teilte die Polizei mit. Dabei sei zumindest ein Teil der Beute sichergestellt worden. Trotzdem gehen die Ermittlungen weiter. Angesichts der Menge an Beute mĂŒsse man davon ausgehen, dass noch mehr Personen an der Tat beteiligt gewesen seien, sagte ein Sprecher.
Bei dem Einbruch in eine Logistikfirma hatten die TĂ€ter vor eineinhalb Wochen lastwagenweise wertvolle Beute gemacht. 2000 LED-Fernseher sowie 16.000 elektrische ZahnbĂŒrsten waren verschwunden, auĂerdem ein 100 Kilogramm schwerer Tresor. Den Wert der Beute gab die Polizei mit etwa 1,4 Millionen Euro an.
Bei Routinekontrolle in die FĂ€nge der Polizei geraten
Die beiden mutmaĂlich in den Coup verwickelten MĂ€nner schnappte die Autobahnpolizei bereits am vergangenen Donnerstag bei einer Routinekontrolle auf der A3 am Niederrhein. Der 39-JĂ€hrige und der 41-JĂ€hrige hĂ€tten einen Teil der Beute in Richtung Niederlande transportieren wollen, als die Beamten ihren Lastwagen am Rastplatz HĂŒnxe-Ost ohne besonderen Anlass kontrollierten. Geladen waren ZahnbĂŒrsten, doch mit den Lieferpapieren stimmte einiges nicht.
Letztlich habe sich herausgestellt, dass die geladenen ZahnbĂŒrsten ohne Zweifel aus dem Millionendiebstahl am Duisburger Hafen stammten. Die MĂ€nner wurden auf dem Rastplatz festgenommen. Aus dem Zufallsfund auf der Autobahn hĂ€tten sich dann weitere Hinweise auf Wohnungen und Lagerhallen ergeben. Dort seien die Fahnder bei Durchsuchungen auf einen weiteren Teil der Beute gestoĂen und hĂ€tten Beweismittel sichergestellt.
Gegen die beiden 39 und 41 Jahre alten MĂ€nner habe ein Richter einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Bandendiebstahls erlassen. Nun werteten die Fahnder intensiv das sichergestellte Beweismaterial aus. Genauere Angaben dazu, wie viel von der Beute noch fehlt und wo die durchsuchten Lagerhallen liegen, machte die Polizei nicht.


