Manipulation? Hipp ruft Babynahrung in Ă–sterreich zurĂĽck
18.04.2026 - 14:12:25 | dpa.deDer Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit. «Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein», warnte es. «Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um einen externen kriminellen Eingriff», sagte ein Sprecher von Hipp der Deutschen Presse-Agentur.
Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse des Unternehmens seien nicht berĂĽhrt. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details nennen, so der Sprecher.Â
Die Supermarktkette habe inzwischen alle Gläschen aus den Regalen genommen, sagte der Polizeisprecher im Burgenland südöstlich von Wien, Helmut Marban. Dabei sei kein verdächtiges Produkt gefunden worden. Möglich sei aber, dass vor der Räumung möglicherweise manipulierte Gläser gekauft worden seien. Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben. Die Ermittlungen liefen mit Hochdruck, sagte Marban.
Hintergrund unklarÂ
Weitere Angaben will die Polizei aus taktischen GrĂĽnden nicht machen. Es ist deshalb unklar, ob Erpressung im Spiel ist, wie viele Gläschen betroffen sind oder welcher Art die Manipulation ist. FĂĽr besorgte Eltern in Ă–sterreich stand am Wochenende ein telefonischer Hipp-Beratungsdienst zur VerfĂĽgung.Â
Die UrsprĂĽnge des in Pfaffenhofen in Bayern gegrĂĽndeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurĂĽck. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden.
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