Drogenkrieg: 87 Einschusslöcher in Schule in Marseille
26.09.2024 - 12:32:54Im von DrogenkriminalitĂ€t geplagten Marseille in SĂŒdfrankreich herrscht Aufregung, seitdem am Dienstagmorgen in der Fassade einer Schule in einem Problemviertel 87 Einschusslöcher entdeckt worden sind. Frankreichs neue Kultusministerin Anne Genetet startete mit einer Krisensitzung zur Sicherheit der Schulen in ihr Amt und sagte den eigentlich geplanten Besuch einer Grundschule ab.
Mehr als 80 EinschlĂ€ge mit Bleimunition an den Fenstern der Klassenzimmer des CollĂšge StĂ©phane MallarmĂ© in Marseille seien völlig inakzeptabel, reagierte die Ministerin. «Ich möchte mich ganz klar ausdrĂŒcken: Man unterrichtet nicht in Angst und man lernt nicht mit Angst im Bauch.» Die Schule mĂŒsse vor EinschĂŒchterung, BrutalitĂ€t und Gewalt bewahrt werden: «Niemand sollte Angst haben mĂŒssen, sie zu besuchen.» Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule legten zunĂ€chst die Arbeit nieder.
SchĂŒler Zeugen von Abrechnung
Vermutet wird, dass der nÀchtliche Beschuss des SchulgebÀudes mit Drogendealern zusammenhÀnge, die in der NÀhe einen Verkaufspunkt eingerichtet hÀtten, berichtete der Sender France 3. Seitdem hÀuften sich VorfÀlle. «Meine Tochter kommt in die Schule, um zu arbeiten, und nicht, um sich eine Kugel einzufangen», empörte sich eine Mutter.
Offen ist, ob Drogendealer die Schule aus purem Vandalismus oder als staatliches Symbol unter Beschuss nahmen, weil die Polizei dem Drogenhandel den Krieg erklĂ€rt hat und verschĂ€rfte Kontrollen durchfĂŒhrt. Nach dem Beschuss zumindest rĂŒckte die Polizei mit EinsatzkrĂ€ften und Hunden an der Schule und im Viertel an, «um gegen den Drogenhandel vorzugehen, die Sicherheit wiederherzustellen und den Eltern und SchĂŒlern Ruhe zu garantieren», teilte die PrĂ€fektur mit.







