Leichenteile im Rhein: Polizei findet mehrere SĂ€cke bei Stein
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 13:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen im Kanton Aargau
- Drei MĂ€nner entdeckten am Sonntag am Rheinufer der Gemeinde Stein einen Sack mit einem menschlichen Bein.
- Eine Suche mit Boot und Tauchern brachte weitere SÀcke mit Teilen eines mÀnnlichen Leichnams zutage.
- Die Kriminalpolizei sucht Augenzeugen und prĂŒft einen möglichen Bezug des Toten zu einem nahe gelegenen Asylheim.
Leichenteile im Rhein bei Stein entdeckt
Nahe der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz sind mehrere SÀcke mit Teilen einer mÀnnlichen Leiche im Rhein entdeckt worden. Schweizer Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, wie die Polizei des Kantons Aargau am Montag mitteilte.
Erster Fund am Ufer
Am Vortag bemerkten drei MĂ€nner am Ufer einen Sack im Wasser und zogen ihn an Land. Darin lag ein menschliches Bein; der Fundort liegt in der Schweizer Gemeinde Stein gegenĂŒber von Bad SĂ€ckingen auf der deutschen Uferseite.
Weitere SĂ€cke im Rhein gefunden
Die Schweizer Polizei suchte den Fluss anschlieĂend mit einem Boot und Tauchern ab. Dabei fanden die EinsatzkrĂ€fte weitere SĂ€cke mit Leichenteilen.
Die IdentitĂ€t des Mannes ist bislang nicht abschlieĂend geklĂ€rt. Ein Polizeisprecher sagte der Schweizer Zeitung «Blick», der Tote habe einen Bezug zu einem nahe gelegenen Asylheim; ob er dort wohnte, sei noch nicht bestĂ€tigt.
Ermittler suchen Augenzeugen
Auch zum TĂ€ter und zu den UmstĂ€nden der mutmaĂlichen Tötung wird weiter ermittelt. Die Kriminalpolizei des Kantons Aargau bittet Menschen, die am Rheinufer oder an anderer Stelle etwas VerdĂ€chtiges beobachtet haben, um Hinweise.
Der Fundort liegt im Kanton Aargau auf Schweizer Seite des Rheins, direkt gegenĂŒber dem deutschen Bad SĂ€ckingen. Der Fluss bildet dort zwar die Staatsgrenze, Ermittlungen zu Funden und möglichen Tatorten können deshalb einen grenzĂŒberschreitenden Bezug haben.
Die Polizei konzentriert sich zunĂ€chst auf zwei zentrale Fragen: die IdentitĂ€t des Mannes und die UmstĂ€nde seines Todes. DafĂŒr soll die Rechtsmedizin die Leichenteile untersuchen. Parallel suchen die Ermittler nach Hinweisen am Ufer und an anderen Orten, an denen die SĂ€cke ins Wasser gelangt sein könnten.
Ermittlungen ĂŒber die Grenze hinweg
Der Hinweis auf einen möglichen Bezug zu einem nahe gelegenen Asylheim erweitert den Kreis der zu prĂŒfenden AnknĂŒpfungspunkte, belegt aber weder einen Aufenthaltsort des Toten noch ein Motiv. Die Schweizer Ermittler mĂŒssen daher zunĂ€chst die IdentitĂ€t klĂ€ren und den möglichen Ablauf rekonstruieren.
FĂŒr die Bevölkerung im Raum Stein und Bad SĂ€ckingen richtet sich der wichtigste Aufruf an mögliche Augenzeugen. Beobachtungen am Rheinufer, an Zufahrten oder an anderen Orten können fĂŒr die zeitliche Einordnung der Ablage entscheidend sein.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
SWR: âZerstĂŒckelte Leiche im Rhein entdecktâ (26.10.2026)
Der Bericht bestÀtige den Fund eines Beins in einem Sack und weiterer SÀcke mit Körperteilen im Rhein bei Stein. Er lege den Schwerpunkt auf die noch ungeklÀrte IdentitÀt, die rechtsmedizinische Untersuchung und die Suche nach Zeugen.
tagesschau.de: âBaden-WĂŒrttemberg ZerstĂŒckelte Leiche im Rhein entdecktâ (26.10.2026)
Der Beitrag ordne den Fund ebenfalls als möglichen Gewaltfall ein und betone, dass weder TodesumstĂ€nde noch Verantwortliche feststĂŒnden. Anders als der SWR-Beitrag rĂŒcke er die Lage am deutschen Rheinufer bei Bad SĂ€ckingen stĂ€rker in den regionalen Fokus.
Beide BeitrĂ€ge stimmten beim Fund und beim Ermittlungsstand ĂŒberein. Offen blieben die IdentitĂ€t des Mannes, der genaue Tatort und die Verantwortlichkeit.
