BrÀnde nahe Olympia unter Kontrolle
30.07.2023 - 13:08:38Die griechische Feuerwehr hat mehrere Busch- und WaldbrÀnde in der NÀhe der antiken StÀtte von Olympia im Westen der Halbinsel Peloponnes unter Kontrolle gebracht. Dies teilte die Einsatzzentrale der Feuerwehr am Sonntag mit. Der griechische Zivilschutz warnte: In zahlreichen Regionen des Landes herrscht wegen der Trockenheit die zweithöchste Stufe der Brandgefahr.
Die Verantwortlichen der antiken StĂ€tte von Olympia hatten am Samstag, als die Flammen sich nĂ€herten, das eigene Löschsystem des Weltkulturerbes aktiviert. Die gesamte StĂ€tte kann dadurch mit Wasser besprĂŒht werden, damit die Flammen nicht weiterkommen. Die Feuerwehr konnte jedoch den Brand wenige Hundert Meter vor Olympia stoppen. Im Jahr 2007 waren bei einem schweren Waldbrand groĂe Teile der Vegetation von Olympia zerstört worden.
In der Region rund um Olympia waren am Samstag an mindestens drei Stellen gleichzeitig BrĂ€nde ausgebrochen. ZusĂ€tzlich zu LöschzĂŒgen waren zahlreiche Löschflugzeuge im Einsatz. «Wir hatten GlĂŒck, weil die Flugzeuge sowieso in unserer Region im Einsatz waren, als die Flammen Olympia erreichten», sagte der BĂŒrgermeister des Ortes Olympia, Giorgos Georgiopoulos, dem Nachrichtensender Skai am Sonntag. An den Löscharbeiten nahmen demnach auch Feuerwehrleute aus der kleinen EU-Inselrepublik Malta teil.
Insgesamt fĂŒnf Tote in Griechenland
Mehrere BĂŒrgermeister der Region rund um Olympia machten Bodenspekulanten fĂŒr die BrĂ€nde verantwortlich. «Sie (die Brandstifter) wollen WĂ€lder und Vegetation zerstören, um dann Weinreben und OlivenbĂ€ume anzubauen», sagte ein BĂŒrgermeister im Staatsrundfunk. Er berichtete, dass die Polizei einen Mann als mutmaĂlichen Brandstifter festgenommen hat.
In den vergangenen vier Wochen sind in Griechenland gut 43 000 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftlich genutzte Regionen von den Flammen zerstört wurden, 15 000 davon auf der Insel Rhodos und rund 2500 Hektar auf der Insel Korfu, berichtete die Athener Sonntagszeitung «To Vima» unter Berufung auf die Behörden. Insgesamt kamen fĂŒnf Menschen ums Leben, darunter zwei Piloten eines Löschflugzeugs, das am Mittwoch beim Einsatz auf der Insel Euböa abgestĂŒrzt war.
Dem meteorologischen Amt zufolge werden in Griechenland in den kommenden Tagen fĂŒr die Jahreszeit ĂŒbliche Temperaturen um die 36 Grad erwartet. Vergangenen Donnerstag war eine fast zweiwöchige Extremhitze mit Temperaturen deutlich ĂŒber 40 Grad zu Ende gegangen.


