Klimakrise, Klimakatastrophe

Ende der Hitze in Griechenland naht – BrĂ€nde toben weiter

25.07.2023 - 03:31:52

Löschflugzeuge und Helikopter sind unentwegt im Einsatz gegen die Flammen in mehreren Regionen Griechenlands. Und obwohl die Gefahr lÀngst nicht gebannt ist, gibt es einen Hoffnungsschimmer.

  • Ein Mann schĂŒtzt sich mit einem Handtuch vor dem Rauch, wĂ€hrend er versucht, ein Feuer nahe des Badeortes Lindos zu löschen. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

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  • RumĂ€nische Feuerwehrleute versuchen in Gennadi, einen Brand zu löschen. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

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  • Diese GeschĂ€fte im Dorf Kiotari sind den Flammen zum Opfer gefallen. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

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  • Leer gefegtes Urlaubsparadies am Strand auf der ÄgĂ€isinsel. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

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  • Ein rumĂ€nischer Feuerwehrmann sprĂŒht nahe des Dorfes Gennadi Wasser auf eine vor dem Feuer gerettete Katze. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

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  • Von den WaldbrĂ€nden betroffene Touristen warten am internationalen Flughafen Diagoras auf ihren Flug. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

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Ein Mann schĂŒtzt sich mit einem Handtuch vor dem Rauch, wĂ€hrend er versucht, ein Feuer nahe des Badeortes Lindos zu löschen. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpaRumĂ€nische Feuerwehrleute versuchen in Gennadi, einen Brand zu löschen. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpaDiese GeschĂ€fte im Dorf Kiotari sind den Flammen zum Opfer gefallen. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpaLeer gefegtes Urlaubsparadies am Strand auf der ÄgĂ€isinsel. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpaEin rumĂ€nischer Feuerwehrmann sprĂŒht nahe des Dorfes Gennadi Wasser auf eine vor dem Feuer gerettete Katze. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpaVon den WaldbrĂ€nden betroffene Touristen warten am internationalen Flughafen Diagoras auf ihren Flug. - Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

Obwohl mehr als 100 Löschflugzeuge und Helikopter seit Tagen im Einsatz sind, toben die BrĂ€nde in zahlreichen Regionen Griechenlands weiter. Auch heute werde die Brandgefahr extrem hoch sein, teilte der Zivilschutz mit. Den Griechen helfen Feuerwehrleute aus mehreren EU-Staaten. Auch die TĂŒrkei und Ägypten haben Löschflugzeuge und Hubschrauber geschickt.

Schlimm ist die Lage im SĂŒdosten der Ferieninsel Rhodos. Dort wehen starke Winde und fachen immer wieder die Flammen an. Gestern brannten mehrere HĂ€user auf den Bergen der Insel aus, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Reporter vor Ort befĂŒrchteten, dass diese BrĂ€nde erneut Hotelanlagen bedrohen könnten. Dort wurden zuletzt Tausende Touristen und Bewohner in Sicherheit gebracht.

Große SchdĂ€den sĂŒdlich von Lindos

Der Schaden auf Rhodos ist bereits groß. Etwa zehn Prozent der Hotels der Insel sind nach Angaben des griechischen Regierungschefs Kyriakos Mitsotakis am Wochenende beschĂ€digt worden. Die meisten beschĂ€digten touristischen Anlagen befinden sich sĂŒdlich der Region von Lindos.

Auch die Insel Euböa wird von BrĂ€nden heimgesucht. Betroffen ist vor allem die Region der kleinen Hafenstadt Karystos. Der Feuerwehr ist gestern gelungen, einen Brand auf der Ferieninsel Korfu einzudĂ€mmen. Rund 1000 Touristen, die in Sicherheit gebracht worden waren, kehrten nach und nach in ihre Hotels zurĂŒck, wie der örtliche staatliche Regionalsender ERA-Korfu gestern Abend berichtete.

Mit Hitze und Trockenheit haben auch andere LĂ€nder im Mittelmeerraum zu kĂ€mpfen. Eine hohe Waldbrandgefahr bestand zu Wochenbeginn etwa in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal. Auf Malta fĂŒhrten die hohen Temperaturen auch zu StromausfĂ€llen, die teils sogar bis zu 36 Stunden andauerten. Das staatliche Stromversorgungsunternehmen Enemalta machte die hohen Temperaturen fĂŒr die BeschĂ€digung vieler seiner unterirdischen Kabel verantwortlich.

Sorge um BlindgÀnder in ehemaligen Kriegsgebieten

Das Rote Kreuz warnte angesichts der Hitzewelle und WaldbrĂ€nde vor der Gefahr von Explosionen alter Munition. In ehemaligen Kriegsgebieten könnten die ZĂŒnder von BlindgĂ€ngern durch sehr hohe Temperaturen ausgelöst werden, sagte Erik Tollefsen, Waffenexperte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf. Dasselbe gelte fĂŒr nicht gerĂ€umte Munition auf militĂ€rischen SchießplĂ€tzen und verlassenen Munitionsdepots, die oft in entlegenen Gebieten angelegt werden, sagte Tollefsen der Deutschen Presse-Agentur.

Unterdessen naht das vorlĂ€ufige Ende der Hitzewelle in Griechenland - und zwar am Donnerstag. Starke Winde sollen zu einer AbkĂŒhlung auf 35 Grad fĂŒhren. Seit zwölf Tagen zeigen die Thermometer in den meisten Regionen des Landes Werte um die 40 bis 45 Grad. Das werde dann mit einer Dauer von mehr als zwei Wochen die lĂ€ngste Hitzewelle sein, seitdem es Messungen in Griechenland gibt, sagten Meteorologen.

Bevor die AbkĂŒhlung kommt, wird es einen letzten Hitze-Höhepunkt geben. Vor allem im Westen des Landes soll fĂŒr heute und morgen ein aus Richtung Libyen kommender Wind erwartet: Es ist ein heißer, trockener Fallwind – der berĂŒchtigte «Livas». Dieser Fallwind sei extrem trocken und so heiß wie Luft aus einem Haartrockner, beschrieben Meteorologen das PhĂ€nomen.

@ dpa.de