Astronomie, Sonnenfinsternis

«Magisch» - Sonnenfinsternis begeistert Millionen in Spanien

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 21:11 Uhr | dpa.de

Jubel, Applaus und Verkehrschaos: Die totale Sonnenfinsternis ließ Spanien für kurze Zeit im Ausnahmezustand versinken.

  • Burgos in Spanien während der totalen Sonnenfinsternis. - Bild: Gabriel Luengas/EUROPA PRESS/dpa
    Burgos in Spanien während der totalen Sonnenfinsternis. - Bild: Gabriel Luengas/EUROPA PRESS/dpa
  • Menschen versammeln sich in Spanien zur Sonnenfinsternis am höchsten Punkt des Dorfes Llardecans. - Bild: Jordi Boixareu/ZUMA Press Wire/dpa
    Menschen versammeln sich in Spanien zur Sonnenfinsternis am höchsten Punkt des Dorfes Llardecans. - Bild: Jordi Boixareu/ZUMA Press Wire/dpa
  • Auf Mallorca gab es Verkehrschaos. - Bild: Sven Kaeuler/dpa
    Auf Mallorca gab es Verkehrschaos. - Bild: Sven Kaeuler/dpa
  • Das Naturereignis lockte Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. - Bild: Sven Kaeuler/dpa
    Das Naturereignis lockte Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. - Bild: Sven Kaeuler/dpa
  • Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. - Bild: Sven Kaeuler/dpa
    Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. - Bild: Sven Kaeuler/dpa
Burgos in Spanien während der totalen Sonnenfinsternis. - Bild: Gabriel Luengas/EUROPA PRESS/dpa Menschen versammeln sich in Spanien zur Sonnenfinsternis am höchsten Punkt des Dorfes Llardecans. - Bild: Jordi Boixareu/ZUMA Press Wire/dpa Auf Mallorca gab es Verkehrschaos. - Bild: Sven Kaeuler/dpa Das Naturereignis lockte Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. - Bild: Sven Kaeuler/dpa Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. - Bild: Sven Kaeuler/dpa

Millionen Menschen haben die erste totale Sonnenfinsternis über dem spanischen Festland seit mehr als einem Jahrhundert verfolgt - und das seltene Himmelsschauspiel begeistert gefeiert. Viele applaudierten und schrien, andere lachten oder sprangen vor Begeisterung in die Höhe, als der Mond bei überwiegend klarem Himmel die Sonne vollständig verdeckte, wie TV-Livebilder aus ganz Spanien zeigten. Auch der Moderator des TV-Senders RTVE war sichtlich bewegt: «Das ist magisch, ein unvergesslicher Moment für uns alle», sagte er.

Den Auftakt machte A Coruña im Nordwesten Spaniens. Dort verschwand die Sonne um 20.27 Uhr und 41 Sekunden erstmals in Spanien seit 1905 vollständig hinter dem Mond. Für eine Minute und 18 Sekunden wurde der Tag zur Nacht. Der Mondschatten zog innerhalb weniger Minuten etwa über Kastilien, León, Aragonien und Valencia bis zu den Balearen.

Je nach Standort dauerte die vollständige Verdunkelung in dieser knapp 300 Kilometer breiten sogenannten Totalitätszone zwischen rund 30 Sekunden und knapp zwei Minuten. Einige Beobachter hatten Teleskope aufgebaut, andere hielten den historischen Moment mit ihren Handys fest.

Großer Andrang bis nach Mallorca

Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. Vielerorts kam es aber auf den Straßen zu Staus und Verkehrsbehinderungen. Die Behörden hatten mit bis zu 1,5 Millionen zusätzlichen Autofahrten in die Totalitätszone gerechnet. Auf Mallorca zum Beispiel sorgte der Andrang laut Medien bereits am Morgen für erste Behinderungen, vor allem an der Westküste rund um Sóller.

Beim Gebirge Serra de Tramuntana waren mehrere Parkplätze schon Stunden vor Beginn der Sonnenfinsternis vollständig belegt, einzelne Zufahrtsstraßen wurden gesperrt. Viele Besucher der Urlaubsinsel mussten ihre Beobachtungsorte zu Fuß erreichen und dabei teils weite Strecken zurücklegen.

Das Naturereignis lockte Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. Hotels entlang der Totalitätszone waren vielerorts seit langem ausgebucht, einige Privatleute vermieteten Balkone und Dachterrassen mit freier Sicht auf den Horizont für mehrere Hundert Euro.

Der TV-Sender RTVE zeigte unter anderem in Soria rund 200 Kilometer nordöstlich von Madrid eine 80-köpfige Gruppe finnischer Hobbyastronomen. «Für uns alle ist es die erste totale Sonnenfinsternis», sagte Teilnehmer Ari. Ebenfalls nach Soria war eine dänische Gruppe von 140 Menschen gereist. Sie hatte bereits vor zwei Jahren gebucht.

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