Marsberg, Messerattacke

Marsberg: Zwei VerdÀchtige nach tödlicher Messerattacke auf 15-JÀhrigen stellen sich

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 19:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 15-JÀhrigen in Marsberg haben sich die beiden öffentlich gesuchten TatverdÀchtigen der Polizei gestellt. Gegen die 22 und 23 Jahre alten MÀnner lagen Haftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung vor.
Die Suche nach zwei VerdĂ€chtigen lĂ€uft. (Symbolbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Zwei MÀnner, die nach dem gewaltsamen Tod eines 15-JÀhrigen in Marsberg im Hochsauerland öffentlich mit Fotos gesucht wurden, haben sich am Dienstagabend der Polizei gestellt.

Haftbefehle wegen Totschlags

Das teilte die Polizei in Dortmund mit. Gegen die 22 und 23 Jahre alten Beschuldigten waren Untersuchungshaftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung erlassen worden.

Nach den beiden MÀnnern war intensiv gefahndet worden. Die Polizei hatte dazu Fotos veröffentlicht.

Jugendlicher starb am Unfallort

Die TatverdÀchtigen sollen am Samstag mit einem Messer auf einen Jugendlichen eingestochen haben. Der 15-JÀhrige starb noch am Unfallort.

Zudem werden die beiden MĂ€nner verdĂ€chtigt, einem 18-JĂ€hrigen schwere Stichverletzungen zugefĂŒgt zu haben. Die weiteren Ermittlungen sollen den genauen Ablauf der Tat und die jeweiligen TatbeitrĂ€ge klĂ€ren.

Ermittlungen nach tödlicher Eskalation

Die Tat ereignete sich im Umfeld einer privaten Feier im Marsberger Ortsteil Essentho. Nach den bisherigen Ermittlungen ging dem Angriff ein Streit zwischen den beiden Beschuldigten und einer Gruppe voraus. Der genaue Ablauf, die Rollen der beiden MĂ€nner und das Motiv sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Die Polizei hatte öffentlich mit Fotos nach den TatverdĂ€chtigen gesucht. Gegen beide waren Untersuchungshaftbefehle wegen des Verdachts des Totschlags und der schweren Körperverletzung erlassen worden. Mit ihrem Stellen mĂŒssen die Ermittler nun insbesondere klĂ€ren, wer welche Handlung vorgenommen haben soll und wie die Aussagen der Beteiligten und Zeugen zueinander passen.

Bedeutung fĂŒr Marsberg

FĂŒr den betroffenen Ortsteil ist der Fall besonders einschneidend, weil die tödliche Attacke im öffentlichen Raum und im Umfeld einer privaten Zusammenkunft geschah. Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung stehen die Betreuung von Angehörigen, Zeugen und Anwohnern sowie die Sicherung weiterer Beweise im Mittelpunkt.

Der 18-JĂ€hrige, der bei dem Angriff schwer verletzt wurde, ist ein wichtiger möglicher Zeuge fĂŒr den Ablauf. Seine Vernehmung kann zusammen mit Zeugenaussagen, rechtsmedizinischen Ergebnissen und weiteren Spuren dazu beitragen, die Ereignisse zeitlich und personell zu rekonstruieren. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung gilt fĂŒr die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

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