Zahl, TodesfÀlle

Zahl der TodesfÀlle in Deutschland gestiegen

15.11.2023 - 11:06:49

Mehr als eine Million Menschen sind 2022 in Deutschland gestorben. Die Zahl der Corona-Toten ist rĂŒcklĂ€ufig. Dagegen nehmen die SterbefĂ€lle in einem anderen Bereich deutlich zu.

Die Zahl der TodesfĂ€lle in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt im Wiesbaden mitteilte, starben 2022 rund 1,07 Millionen Menschen, ein Jahr zuvor waren es rund 1,02 Millionen. Erneut waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen die hĂ€ufigste Todesursache, sie machten ein Drittel (33,6 Prozent) aller SterbefĂ€lle aus. Bei gut einem FĂŒnftel (21,7 Prozent) war ein Krebsleiden die Ursache.

Und wie steht es um Corona? Den Angaben zufolge wurde bei 52.357 Verstorbenen (4,9 Prozent) Covid 19 als ausschlaggebende Todesursache festgestellt. Ein Jahr zuvor - also 2021 - war dies mit einem Anteil von 6,9 Prozent (71.331 Verstorbene) noch die dritthĂ€ufigste Todesursache. In den Zahlen nicht enthalten sind FĂ€lle, in denen Covid-19 auf dem Totenschein als Begleiterkrankung dokumentiert wurde. Diese Zahlen werden zu einem spĂ€teren Zeitpunkt veröffentlicht, hieß es.

Dagegen ist die Zahl der Todesopfer aufgrund von Krankheiten des Atmungssystems ĂŒberdurchschnittlich gestiegen, und zwar um 18 Prozent auf 67.633. Entscheidend hierfĂŒr sei der Anstieg bei den Grippetoten und bei Menschen, die an einer LungenentzĂŒndung gestorben seien, erklĂ€rten die Statistiker. Covid-19 zĂ€hle das Bundesamt in dieser Statistik nicht zu den Atemwegserkrankungen, da es als Pandemie-Ursache gesondert betrachtet werde, sagte ein Sprecher.

Demenzerkrankungen und Suizide

Einen weiteren deutlichen Anstieg (plus 14,7 Prozent) verzeichnete das Bundesamt bei Menschen, die aufgrund psychischer Leiden oder Verhaltensstörungen zu Tode kamen. «Insgesamt verstarben 68.777 Menschen an diesen Erkrankungen, davon waren 25.941 MĂ€nner und 42.836 Frauen», hieß es. Mit 53.323 SterbefĂ€llen wĂŒrden Demenzerkrankungen dabei mehr als drei Viertel in dieser Krankheitsgruppe ausmachen.

Auch bei den nicht-natĂŒrlichen Todesursachen nahm die Zahl der SterbefĂ€lle zu: Laut den Daten starben 47.912 Menschen (4,5 Prozent) an einer sogenannte Ă€ußeren Ursache, das entspricht einem Zuwachs von rund 11 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Der höchste Anstieg wurde bei StĂŒrzen verzeichnet, auf diesem Weg kamen 20.311 Menschen ums Leben (plus 11,7 Prozent). Bei TransportmittelunfĂ€llen, dazu zĂ€hlen insbesondere StraßenverkehrsunfĂ€lle, fiel der Pandemie-Effekt aus dem Vorjahr weg. Hier nahm die Zahl der TodesfĂ€lle um 8 Prozent auf 3141 FĂ€lle zu.

Die Zahl der Suizide stieg im Vorjahresvergleich um 9,8 Prozent auf 10.119 Tote. Allerdings lag der Anteil der Suizide an allen Todesursachen wie schon in den Vorjahren konstant bei etwa einem Prozent. Mit rund 74 Prozent machten MĂ€nner dabei den grĂ¶ĂŸten Teil aus.

Nach der Leichenschau muss der Arzt eine Todesbescheinigung ausfĂŒllen. Darin werden Personalien, Zeit und Ort des Todes offiziell dokumentiert. Dieser Totenschein enthĂ€lt einen vertraulichen Teil, in dem die vermutete Todesursache eingetragen wird. Dabei wird nach ausschlaggebender Todesursache, Begleit- oder Folgeerkrankungen und unmittelbarer Todesursache unterschieden.

@ dpa.de