Berlin, Deutschland

Mehr UnfĂ€lle auf Schulwegen bei Kindern – Versicherung warnt

25.09.2025 - 04:01:40

Mehr SchulwegunfĂ€lle: Besonders hĂ€ufig sind Ă€ltere SchĂŒler auf dem Rad betroffen. Warum die Unfallversicherung vor dem Trend zum Elterntaxi warnt.

  • Die Zahl der UnfĂ€lle auf dem Schulweg ist gestiegen. (Archiv) - Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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  • Die Zahl der UnfĂ€lle auf dem Schulweg ist gestiegen. (Archiv) - Foto: Marijan Murat/dpa

    Marijan Murat/dpa

  • Die Zahl der UnfĂ€lle auf dem Schulweg ist gestiegen. (Archiv) - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Auf Schulwegen hat es im ersten Halbjahr 2025 mehr UnfĂ€lle gegeben. (Archiv) - Foto: Monika Skolimowska/dpa/dpa-tmn

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  • Mehr UnfĂ€lle von Kindern auf Schulwegen (Archiv).  - Foto: Jan Woitas/dpa

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  • Mehr UnfĂ€lle von Kindern auf dem Schulweg wurden registriert.  - Foto: Britta Pedersen/dpa

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Die Zahl der UnfÀlle auf dem Schulweg ist gestiegen. (Archiv) - Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpaDie Zahl der UnfÀlle auf dem Schulweg ist gestiegen. (Archiv) - Foto: Marijan Murat/dpaDie Zahl der UnfÀlle auf dem Schulweg ist gestiegen. (Archiv) - Foto: Christian Charisius/dpaAuf Schulwegen hat es im ersten Halbjahr 2025 mehr UnfÀlle gegeben. (Archiv) - Foto: Monika Skolimowska/dpa/dpa-tmnMehr UnfÀlle von Kindern auf Schulwegen (Archiv).  - Foto: Jan Woitas/dpaMehr UnfÀlle von Kindern auf dem Schulweg wurden registriert.  - Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle auf dem Schulweg von Kindern und Jugendlichen ist im ersten Halbjahr 2025 gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Der Anstieg betrĂ€gt nach vorlĂ€ufigen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) rund 5 Prozent, wie mitgeteilt wurde. Danach lag die Zahl der UnfĂ€lle auf dem Schulweg von Januar bis Juni bei 42.303. Im ersten Halbjahr 2024 waren es noch 40.416 UnfĂ€lle. 

Am hÀufigsten kamen diese SchulwegunfÀlle im FlÀchenland Niedersachsen vor (6,4 UnfÀlle auf 1000 Versicherte), am seltensten in Berlin (3,2 UnfÀlle pro 1000 Versicherte).

Vor allem UnfÀlle mit dem Rad

In rund 43 Prozent der FĂ€lle fuhren die SchĂŒler Fahrrad, knapp 11 Prozent waren AutounfĂ€lle und 9 Prozent UnfĂ€lle als FußgĂ€nger. Vor allem 10-bis 18-jĂ€hrige SchĂŒler meist von weiterfĂŒhrenden Schulen waren betroffen. In der Grundschulzeit lagen die Unfallzahlen niedriger, weil die Wege kĂŒrzer und einfacher sind und viele Kinder zu Fuß gehen. FĂŒr den Weg zu den weiterfĂŒhrenden Schulen wird gerade in StĂ€dten hĂ€ufiger das Rad genutzt.

Die Unfallversicherung wendet sich aber trotzdem strikt gegen den Trend, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. «Je mehr Kinder mit dem Auto bis zum Schultor gefahren werden, umso chaotischer wird die Verkehrssituation dort. Das gefĂ€hrdet dann alle – unabhĂ€ngig davon, wie sie zur Schule kommen», sagt der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Gesetzlichen Unfallversicherung, Stephan Fasshauer. «"Eltern-Taxis" haben nicht umsonst einen schlechten Ruf.»

Kinder sollten lernen, den Weg zur Schule sicher allein zu bewĂ€ltigen, betonte die Unfallversicherung. Schließlich sollen sie sich als Erwachsenen sicher und kompetent im Straßenverkehr bewegen. «Die BefĂ€higung hierzu beginnt nicht erst im Klassenzimmer, sondern schon auf dem Weg dorthin.»

Kinder brauchen Raum im Straßenverkehr

Wichtig dabei sei die Gestaltung der Straßen und Wege. «Wenn wir Eltern ĂŒberzeugen wollen, ihre Kinder eigenstĂ€ndig zur Schule gehen zu lassen, dann muss der Verkehrsraum kindgerecht, also fehlertolerant gestaltet sein.»

Außerdem sollten Schulen und Gemeinden den sogenannten Schulwegeplan noch hĂ€ufiger und konsequenter einsetzen. Solche PlĂ€ne zeigen den sichersten Weg zur Schule und weisen auf Gefahrenstellen im Umfeld einer Schule hin.

Fahrradwege und Zebrastreifen fehlen

In einer sehr ausfĂŒhrlichen Umfrage der Unfallversicherung bei Eltern nannten 56 Prozent der Befragten fehlende Fahrradwege als Herausforderung fĂŒr die Sicherheit des Kindes. FĂŒr 51 Prozent war das Überqueren eine Straße ohne Ampel oder Zebrastreifen ein Problem, bei 38 Prozent war es die Überquerung einer stark befahrenen oder mehrspurigen Straße. 

Als hilfreiche Maßnahmen fĂŒr mehr Sicherheit nannten Eltern Tempo 30 und verkehrsberuhigte Bereiche im Umfeld der Schule, gut sichtbare Querungsstellen sowie sogenannte Elternhaltestellen in der NĂ€he von SchulgebĂ€uden. 

Lehrer nannten in der Umfrage zu zuletzt beobachteten gefÀhrlichen Situationen an der Schule in 47 Prozent der FÀlle Gefahren durch Autos. Oft ging es um Parken und Halten an gefÀhrlichen Stellen und um die sogenannten Elterntaxis. 

SchĂŒlerinnen und SchĂŒler stehen ebenso wie Kinder in Tagesbetreuung und Studenten unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf den Schulweg. Er ist fĂŒr die Versicherten kostenfrei. Die BeitrĂ€ge tragen StĂ€dte und Gemeinden.

@ dpa.de

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