Ausschreitungen, Dublin

Ausschreitungen in Dublin nach Messerangriff auf Kinder

23.11.2023 - 21:26:05 | dpa.de

Mehrere Kinder werden in der irischen Hauptstadt von einem Angreifer durch Stiche verletzt. SpÀter kommt es zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei sieht Rechtsextreme hinter den Krawallen.

  • Der abgesperrte Tatort am Parnell Square East in Dublin. - Foto: Brian Lawless/PA Wire/dpa
    Der abgesperrte Tatort am Parnell Square East in Dublin. - Foto: Brian Lawless/PA Wire/dpa
  • Ein Auto brennt in der Parnell Street im Stadtzentrum von Dublin. - Foto: Brian Lawless/PA Wire/dpa
    Ein Auto brennt in der Parnell Street im Stadtzentrum von Dublin. - Foto: Brian Lawless/PA Wire/dpa
'.$caption.' '.$caption.'

Die irische Hauptstadt Dublin ist am Donnerstag von einer Bluttat mit mehreren Verletzten - darunter drei Kindern - und anschließend von schweren Krawallen erschĂŒttert worden. Ein fĂŒnfjĂ€hriges MĂ€dchen und eine zwischen 30 und 40 Jahre alte Frau waren nach einem Messerangriff am Nachmittag mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, wie die Polizei mitteilte. Das MĂ€dchen musste Berichten zufolge einer Notfallbehandlung unterzogen werden. Zwei weitere Kinder, ein fĂŒnf Jahre alter Junge und ein sechsjĂ€hriges MĂ€dchen, erlitten leichtere Verletzungen. Ein etwa 50 Jahre alter TatverdĂ€chtiger, der noch vor Ort festgenommen wurde, wurde mit ernsten Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

Das Motiv fĂŒr den Messerangriff sei noch nicht klar, sagte Irlands Polizeichef Commissioner Drew Harris. Nichts könne ausgeschlossen werden. Er widersprach damit einem Polizeisprecher, der zuvor den Eindruck erweckt hatte, ein terroristischer Hintergrund sei unwahrscheinlich.

Krawalle: Polizisten angegriffen

Am Abend kam es dann zu schweren Ausschreitungen in der Dubliner Innenstadt, bei denen dem irischen Rundfunksender RTÉ zufolge mehrere Busse und ein Polizeiauto angezĂŒndet wurden. Auch eine Straßenbahn soll beschĂ€digt worden sein. Zudem seien Polizisten angegriffen und mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Mehrere GeschĂ€fte sollen geplĂŒndert worden sein. Auf sozialen Medien war zu sehen, wie sich Randalierer Straßenschlachten mit der Polizei lieferten.

Einem Reporter des britischen Nachrichtensenders Sky News zufolge sollen Hunderte, teils vermummte Menschen an den Krawallen beteiligt gewesen sein. Die irische Justizministerin Helen McEntee sprach von «SchlÀgern, Kriminellen, die diesen entsetzlichen Angriff nutzen, um Spaltung zu sÀen und Chaos anzurichten». Das werde nicht toleriert, sagte sie.

Harris machte rechtsextreme Hooligans fĂŒr die Ausschreitungen verantwortlich. «Wir ziehen VerstĂ€rkung heran, um das zu bewĂ€ltigen», sagte er. Ihm zufolge hatte es im Internet eine «riesigen Menge» an Spekulationen ĂŒber die NationalitĂ€t des mutmaßlichen Angreifers gegeben. Er rief die Menschen auf, «Missinformation und GerĂŒchte, die in sozialen Medien kursieren», nicht zu beachten. Die Fakten mĂŒssten erst noch geklĂ€rt werden.

Messerangriff: Kinder attackiert

Vorausgegangen war der Messerangriff am frĂŒhen Nachmittag, bei dem den Berichten zufolge ein Mann die Kinder attackiert haben soll, als sie sich vor einer Krippe in einer Schlange aufstellten. Bei der verletzten Frau soll es sich um eine Mitarbeiterin der Krippe handeln. Mehreren Passanten gelang es demnach, den Mann zu ĂŒberwĂ€ltigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Der Vorfall hatte sich um etwa 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MEZ) am Parnell Square East im Zentrum der irischen Hauptstadt ereignet. Einem Polizeisprecher zufolge wurden zunÀchst keine weiteren VerdÀchtigen im Zusammenhang mit der Tat gesucht.

Reaktionen

Regierungschef Leo Varadkar hatte sich schockiert gezeigt ĂŒber den Messerangriff. Er dankte den RettungskrĂ€ften, die schnell am Tatort gewesen seien. Justizministerin McEntee sprach von einem «entsetzlichen Angriff auf drei unschuldige Kinder und eine Frau».

EU-RatsprĂ€sident Charles Michel schrieb auf der Plattform X, er sei «entsetzt ĂŒber den schrecklichen Angriff in Dublin». Varadkar könne in dieser schwierigen Zeit auf die volle SolidaritĂ€t der EU zĂ€hlen. Die PrĂ€sidentin des Europaparlaments, Roberta Metsola, teilte mit, dass sie an alle Verletzten und ihre Familien denke.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
unterhaltung | 64280013 |