Ein Toter und zwei Verletzte nach SchĂŒssen in Göppinger Bar
03.10.2024 - 04:38:49Bei SchĂŒssen in einer Bar in der Göppinger Innenstadt in Baden-WĂŒrttemberg ist ein 29-JĂ€hriger getötet worden. FĂŒr den Mann sei jede Ă€rztliche Hilfe zu spĂ€t gekommen, teilte die Polizei mit. Er starb noch vor Ort. Zwei weitere Menschen wurden durch die SchĂŒsse verletzt. Sie kamen in KrankenhĂ€user. Der schwarz gekleidete SchĂŒtze ist den Angaben zufolge auf der Flucht. Er habe sich zu FuĂ von Tatort entfernt. NĂ€heres war zunĂ€chst nicht bekannt.Â
Den Angaben nach hatten zuvor am spĂ€ten Mittwochabend mehrere Menschen den Notruf gewĂ€hlt und von SchĂŒssen berichtet. Die ersten Polizisten fanden demnach die drei Opfer mit Schusswunden in dem Lokal. Weitere Einzelheiten wie die HintergrĂŒnde waren zunĂ€chst offen. Die Kriminalpolizei ermittle. Zuvor hatte der Göppinger OberbĂŒrgermeister Alexander Maier (GrĂŒne) der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass fĂŒr die Bevölkerung keine Gefahr bestehe. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz
Auf Fotos zu sehen waren unter anderem vermummte und mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten. Auch der Rettungsdienst war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Nach Angaben eines dpa-Reporters sicherten auch Kriminaltechniker Spuren. Die schwÀbische Stadt liegt etwa 40 Kilometer östlich von Stuttgart.
Zum Zeitpunkt der SchĂŒsse fand Maier zufolge das 19. Göppinger Weinfest statt. Dieses sei nicht gerĂ€umt worden, sondern normal zu Ende gegangen. Es habe keine Panik gegeben. Ob das Fest in den kommenden Tagen weitergehen soll, war zunĂ€chst nicht bekannt.
Bezug zu Gewaltserie unklar
Ob die Tat einen Bezug zu der blutigen Fehde zweier rivalisierender Gruppen im GroĂraum Stuttgart hat, war zunĂ€chst ebenfalls unklar. Wiederholt wurde dabei seit Sommer 2022 auf Menschen geschossen, auch eine Handgranate explodierte. In den vergangenen Monaten hat die Zahl der ZwischenfĂ€lle aber deutlich abgenommen. Das könnte auch am steigenden Druck durch die Ermittler liegen. Bislang wurden dem Landeskriminalamt zufolge mehr als 70 mutmaĂliche AnhĂ€nger verhaftet.Â


