Italien, Deutschland

Wieder Suche nach vermissten Deutschen in Südtirol

02.11.2025 - 08:35:39

Mindestens drei Tote, zwei Vermisste: Die Bilanz des Lawinenunglücks im Ortler-Gebirge ist katastrophal. Die Bergwacht hat keine Hoffnung mehr, noch jemanden lebend zu finden.

  • Bei dem Lawinenunglück im Ortlergebirge sind nach Angaben der italienischen Bergwacht fünf deutsche Bergsteiger ums Leben gekommen. (Archivbild) - Foto: -/Bergrettung Italien/dpa

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  • Die Ortler-Alpen sind bei Bergsteigern beliebt. (Archivbild)  - Foto: Philipp Laage/dpa-tmn/dpa

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  • Die Urlauber sind beim Aufstieg zur mehr als 3.500 Meter hohen Vertainspitze von der Schneelawine erfasst worden. - Foto: -/italienische Bergrettung/dpa

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Bei dem Lawinenunglück im Ortlergebirge sind nach Angaben der italienischen Bergwacht fünf deutsche Bergsteiger ums Leben gekommen. (Archivbild) - Foto: -/Bergrettung Italien/dpaDie Ortler-Alpen sind bei Bergsteigern beliebt. (Archivbild)  - Foto: Philipp Laage/dpa-tmn/dpaDie Urlauber sind beim Aufstieg zur mehr als 3.500 Meter hohen Vertainspitze von der Schneelawine erfasst worden. - Foto: -/italienische Bergrettung/dpa

Nach dem Tod von mindestens drei deutschen Bergsteigern bei einem Lawinenunglück in Südtirol ist die Suche nach zwei Vermissten wieder aufgenommen worden. Die italienische Bergwacht hat nach Angaben eines Sprechers allerdings keine Hoffnung mehr, die Frau und den Mann noch lebend zu finden. Beide kommen ebenfalls aus Deutschland. Drei Todesopfer wurden bereits mit dem Hubschrauber nach unten ins Tal gebracht.

Die Bergsteiger waren am Samstag beim Aufstieg zur mehr als 3.500 Meter hohen Vertainspitze im Ortlergebirge von einer Schneelawine erfasst worden. Nach Angaben der Bergwacht waren sie unabhängig voneinander in drei Gruppen unterwegs. Zwei Männer hätten das Unglück überlebt, sagte der Sprecher der Bergrettung Sulden, Olaf Reinstadler, am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Bergrettung: Vermisste «mit Sicherheit» tot 

Hingegen konnten zwei Männer und eine Frau nur noch tot geborgen werden. Die beiden anderen Deutschen, die noch vermisst werden, seien ebenfalls «mit Sicherheit» tot, sagte der Sprecher. Nach bisherigen Erkenntnissen seien sie noch 200 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Suche nach ihnen lief bei Tageslicht wieder an. Im Einsatz sind auch Drohnen und Wärmebildkameras. Die Bergretter wurden mit einem Hubschrauber nach oben gebracht. Bis zur Unglücksstelle sind es dann noch etwa zwei Stunden zu Fuß.

Das Unglück ereignete sich der Bergwacht zufolge kurz vor 16.00 Uhr in der Nordwand unterhalb des Gipfels auf etwa 3.200 Metern Höhe. Zum Alter und zur Herkunft der Todesopfer gab es von offizieller Seite zunächst keine genaueren Angaben. 

Nordwand gilt als «hochalpine Eistour» 

Reinstadler zufolge bestand am Samstag keine große Lawinengefahr. Möglicherweise habe sich die Lawine infolge starker Verwehungen gelöst, weil der neu gefallene Schnee noch nicht ausreichend mit dem Untergrund verbunden war. Unter Bergsteigern gilt die Nordwand als «hochalpine Eistour», für die Seil und eine komplette Ausrüstung fürs Eisklettern erforderlich sind.

@ dpa.de

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