Deutschland, Statistik

Mehr als jeder dritte Sohn wohnt mit 25 Jahren noch zu Hause

01.07.2026 - 09:10:10 | dpa.de

Mit 25 wohnt in Deutschland noch mehr als ein Drittel der Söhne bei den Eltern – bei den Töchtern ist es nicht mal jede Vierte. Wo liegt Deutschland im EU-Vergleich?

MÀnner sind beim Auszug aus dem Elternhaus im Schnitt Àlter als Frauen. (Symbolbild) - Bild: Christin Klose/dpa-tmn/dpa
MÀnner sind beim Auszug aus dem Elternhaus im Schnitt Àlter als Frauen. (Symbolbild) - Bild: Christin Klose/dpa-tmn/dpa

Etwa 30 Prozent der 25-JÀhrigen in Deutschland haben im vergangenen Jahr noch bei ihren Eltern gewohnt. Damit sei der Anteil etwas höher gewesen als in den Jahren davor, als der Wert konstant bei 28 Prozent gelegen habe, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. 

Söhne leben demnach deutlich lĂ€nger zu Hause als Töchter. Bei den MĂ€nnern waren 36 Prozent mit 25 Jahren noch nicht ausgezogen, bei den Frauen waren es nur 23 Prozent. Dieser Geschlechtsunterschied bleibt auch bei Älteren bestehen. Mit 30 Jahren wohnten laut Statistikamt noch 13 Prozent der Söhne im Elternhaushalt, aber nur 7 Prozent der Töchter. Mit 40 Jahren sank dieser Anteil demnach auf 5 Prozent bei den MĂ€nnern und 2 Prozent bei den Frauen.

Etwa drei Viertel der im Elternhaus lebenden 25- bis 34-JÀhrigen waren laut Statistikerinnen und Statistikern erwerbstÀtig. 80 Prozent davon arbeiteten 2025 in Vollzeit.

Wie sieht es im Vergleich mit anderen EU-LĂ€ndern aus?

Im Schnitt sind die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mit 24,1 Jahren aus dem Elternhaus ausgezogen, wie das Amt mit Verweis auf Berechnungen der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit lag das Durchschnittsalter beim Auszug deutlich unter dem EU-Schnitt - der lag demnach bei 26,3 Jahren. Das durchschnittliche Auszugsalter bezeichnet laut Statistischem Bundesamt das Alter, in dem 50 Prozent der Bevölkerung nicht mehr in einem Haushalt mit ihren Eltern leben.

«Am frĂŒhesten ziehen junge Erwachsene in den nordeuropĂ€ischen LĂ€ndern von zu Hause aus», schrieben die Statistikerinnen und Statistiker. In Finnland war das durchschnittliche Alter mit 21,3 Jahren demnach am niedrigsten. «Im Gegensatz dazu ist das durchschnittliche Auszugsalter in den sĂŒd- und osteuropĂ€ischen LĂ€ndern höher», hieß es. Am höchsten sei es 2025 mit 31,5 Jahren in Kroatien gewesen. Zu den genauen GrĂŒnden fĂŒr das AltersgefĂ€lle zwischen den LĂ€ndern machten die Statistikbehörden keine Angaben.

Nach Daten von Eurostat zogen Frauen in Deutschland im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 23,3 Jahre aus dem Elternhaus aus. MÀnnern waren beim Auszug im Schnitt 24,8 Jahre. «Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt lag das durchschnittliche Auszugsalter der Frauen bei 25,5 Jahren und der MÀnner bei 27,2 Jahren.»

de | unterhaltung | 69666031 |

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