Ermittlungen nach Bombendrohung - TatverdÀchtiger in Klinik
20.03.2024 - 13:17:38Nach dem GroĂeinsatz der Polizei in der Innenstadt von Bochum-Wattenscheid ermitteln die Behörden weiterhin wegen Androhung einer Straftat gegen einen 40-JĂ€hrigen. Mit zwei GepĂ€ckstĂŒcken, die sich spĂ€ter als harmlos herausstellten, soll er am Dienstag in einer Sparkasse mit dem ZĂŒnden einer Bombe gedroht haben.
Es liegen Hinweise auf eine psychische Erkrankung vor, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Der Mann habe sich freiwillig in eine Klinik begeben. Ein Haftbefehl sei bisher nicht beantragt worden. Er sei polizeibekannt, allerdings bisher nicht durch schwerwiegende Delikte aufgefallen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der in Bochum lebende Syrer in einer Bankfiliale einen Koffer und eine Tasche abgestellt. Dabei soll er gedroht haben, eine Bombe zu zĂŒnden. Was genau er gesagt habe, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen, sagte der Polizeisprecher. Hierzu sollen noch Zeugen befragt werden.
Zwei Polizisten bei Festnahme verletzt
Der 40-JĂ€hrige habe dann die Filiale verlassen. Aufgrund von Zeugenhinweisen war er noch in der FuĂgĂ€ngerzone vor der Filiale von zufĂ€llig anwesenden Polizisten festgenommen worden. Weil er dabei Widerstand geleistet habe, seien zwei Kollegen leicht verletzt worden.
Aufgrund der unklaren Bedrohungslage war die Polizei umgehend mit vielen EinsatzkrĂ€ften ausgerĂŒckt. Die GeschĂ€ftsstraĂe war gerĂ€umt und stundenlang abgesperrt worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes ĂŒberprĂŒften die verdĂ€chtigen GepĂ€ckstĂŒcke und konnten erst am Abend Entwarnung geben.
In seiner Vernehmung habe der TatverdĂ€chtige widersprĂŒchliche Angaben gemacht, die auf eine psychische Erkrankung hindeuteten. Er sei einem Arzt vorgestellt worden und habe sich daraufhin freiwillig in eine psychiatrische Klinik begeben. Inwieweit eine eingeschrĂ€nkte SchuldfĂ€higkeit vorliege, werde nun ermittelt. Unter anderem werde derzeit der Hintergrund des TatverdĂ€chtigen nĂ€her ausgeleuchtet.


