Touristen, Hubschrauberabsturz

Touristen sterben bei Hubschrauberabsturz in New York

11.04.2025 - 09:49:01

Mitten in der Millionenmetropole verunglĂŒckt ein Helikopter und stĂŒrzt in den Hudson River. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Die Opfer waren auf einer Stadtbesichtigung.

  • Die ersten EinsatzkrĂ€fte waren binnen Minuten vor Ort. - Foto: -/WABC-TV/AP/dpa

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  • Es ist nicht das erste Mal, dass ein Hubschrauber in den Hudson River stĂŒrzt. - Foto: Jennifer Peltz/AP/dpa

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  • Die Ursache fĂŒr den Absturz des Helikopters ist noch völlig unklar. - Foto: Seth Wenig/AP/dpa

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  • Drei Erwachsene und drei Kinder verloren beim Absturz ihr Leben. - Foto: Bruce Wall/Bruce Wall via AP/dpa

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Die ersten EinsatzkrĂ€fte waren binnen Minuten vor Ort. - Foto: -/WABC-TV/AP/dpaEs ist nicht das erste Mal, dass ein Hubschrauber in den Hudson River stĂŒrzt. - Foto: Jennifer Peltz/AP/dpaDie Ursache fĂŒr den Absturz des Helikopters ist noch völlig unklar. - Foto: Seth Wenig/AP/dpaDrei Erwachsene und drei Kinder verloren beim Absturz ihr Leben. - Foto: Bruce Wall/Bruce Wall via AP/dpa

Bei einem Hubschrauberabsturz in den Hudson River mitten in der Millionenmetropole New York sind drei Kinder und drei Erwachsene getötet worden. Unter den Toten sei auch der Pilot, bei den anderen Opfern handele es sich um eine Familie, teilte BĂŒrgermeister Eric Adams mit. Laut der US-Flugsicherheitsbehörde laufen Ermittlungen zur UnglĂŒcksursache. 

Adams zufolge waren alle FluggĂ€ste nach vorlĂ€ufigen Informationen zu einem Besuch aus Spanien angereist und auf einem Rundflug ĂŒber der Metropole, als der Helikopter aus noch ungeklĂ€rten GrĂŒnden in den Fluss vor Manhattan stĂŒrzte. Es handele sich um eine Familie aus Barcelona, schrieb der Regierungschef der spanischen  Region Katalonien, Salvador Illa, in einem Post auf der Plattform X. Er sprach zugleich sein Beileid aus. Auch Spaniens MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez kondolierte auf X. 

UnglĂŒcksursache noch völlig unklar

Wie es zu dem Absturz am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) kam, war zunĂ€chst völlig unklar. Auf Videoaufnahmen und Fotos ist zu sehen, wie der Helikopter kopfĂŒber in der Luft liegt, bevor er abstĂŒrzt. Michael Roth, zu dessen Unternehmen der Hubschrauber fĂŒr TouristenrundflĂŒge in der Millionenstadt gehört, sagte der britischen Zeitung «The Telegraph»: «Er (der Pilot) meldete sich und sagte, dass er landen wĂŒrde und dass er Treibstoff brĂ€uchte. Es hĂ€tte etwa drei Minuten dauern sollen zurĂŒckzukehren, aber nach 20 Minuten war er immer noch nicht da.» Ein weiterer Hubschrauber der Firma habe sich dann auf den Weg gemacht und aus der Luft den abgestĂŒrzten Helikopter im Hudson gesehen. 

Im Internet verbreiteten sich Aufnahmen, auf denen die Kabine eines Hubschraubers zu sehen ist, die wie ein Stein aus großer Höhe ins Wasser stĂŒrzt. Spekuliert wurde daher, dass der Helikopter in der Luft auseinandergebrochen sein könnte. EinsatzkrĂ€fte fuhren mit zahlreichen Booten zur UnglĂŒcksstelle, doch fĂŒr die Insassen des Hubschraubers vom Typ Bell 206 kam jede Hilfe zu spĂ€t. 

Trump: «Aufnahmen sind schrecklich»

«Die Aufnahmen von dem Unfall sind schrecklich», schrieb US-PrĂ€sident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. NĂ€here Informationen zu Ursache und Hergang des UnglĂŒcks werde es in KĂŒrze geben, kĂŒndigte er an.

Der Hubschrauber war nach bisherigen Erkenntnissen gegen 15 Uhr Ortszeit in Downtown Manhattan gestartet, um die SĂŒdspitze Manhattans geflogen und dann den Hudson River entlang zwischen New York und New Jersey. Auf Höhe des nördlichen Endes von Manhattan kehrte er um - wenige Minuten spĂ€ter verlor der Pilot dann offenbar die Kontrolle ĂŒber den Hubschrauber, der nahe dem Ufer von New Jersey in den Fluss stĂŒrzte.

Hubschrauber gehören in New Yorker zum Alltag

Helikopter gehören zum New Yorker Stadtbild und sind gerade in Manhattan stĂ€ndig zu sehen. Meistens haben sie Touristen an Bord oder bringen reiche GeschĂ€ftsleute zu ihrem nĂ€chsten Termin oder Wohnsitz vor den Toren der Stadt. Vielen New Yorkern ist das nicht nur zu laut, sondern auch zu gefĂ€hrlich. Immer wieder entbrannten nach UnfĂ€llen Debatten ĂŒber die Sicherheit in der dicht besiedelten Metropole mit mehr als acht Millionen Einwohnern und Hunderten Wolkenkratzern.

Dabei dĂŒrfen Helikopter nur mit spezieller Erlaubnis ĂŒber das Zentrum Manhattans fliegen. Die meisten Piloten heben am Rande der Insel ab und fliegen ĂŒber dem East River und dem Hudson. Nicht weit entfernt von der jetzigen Absturzstelle hatte ein Pilot 2009 eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft US Airways spektakulĂ€r auf dem Hudson notgelandet, ohne dass dabei jemand verletzt wurde. Der spektakulĂ€re Vorfall machte weltweit Schlagzeilen und wurde spĂ€ter verfilmt.

Immer wieder UnfÀlle

Ein Rundflug ĂŒber New York gehört jedes Jahr fĂŒr Tausende Touristen zum Pflichtprogramm. FĂŒr einige werden die wenigen Minuten ĂŒber der einmaligen Kulisse von Manhattan - fĂŒr die sie Hunderte Dollar zahlen - zum Höhepunkt des Urlaubs. Eine Reihe von Unternehmen hat sich zudem auf FlĂŒge fĂŒr GeschĂ€ftsleute spezialisiert.

Viele Anwohner stört der Hochbetrieb ĂŒber den DĂ€chern der Stadt allerdings. 2016 versuchte die Stadtverwaltung, die mit Dutzenden Millionen Dollar Einnahmen selbst an dem GeschĂ€ft profitiert, einen Kompromiss zu schließen: Die ursprĂŒngliche Zahl von 60 000 FlĂŒgen pro Jahr wurde halbiert.

Zu UnfĂ€llen kam es jedoch weiterhin. So stĂŒrzte im Mai 2019 ein außer Kontrolle geratener Helikopter in den Hudson River. Der Pilot konnte sich mit einem Sprung ins Wasser retten. Kurze Zeit spĂ€ter stĂŒrzte ein Hubschrauber auf ein Hochhausdach und ging in Flammen auf.

@ dpa.de