Abruptes Fahrtende - Flixbus kippt um, viele Verletzte
04.07.2025 - 13:53:08Schuhe, Kopfhörer, GetrĂ€nke und weitere Habseligkeiten liegen am Vormittag in der Böschung neben der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern. Daneben der schwerbeschĂ€digte Flixbus, der am Abend zuvor in Kopenhagen losgefahren war und nun von einem Kran aufgerichtet wurde.Â
Kurz nach Mittag hĂ€tte der Doppeldecker laut Flixbus in Wien ankommen sollen. In der Nacht zuvor war er demnach gegen 22.00 Uhr per FĂ€hre auf Fehmarn angekommen, bevor er Kurs auf Rostock und spĂ€ter Berlin nahm. Laut Polizei endete die Fahrt abrupt am frĂŒhen Morgen fĂŒr die 54 Passagiere und zwei Busfahrer.Â
Aus noch ungeklĂ€rter Ursache kam der Bus demnach gegen 2.40 Uhr bei Röbel rechts von der Fahrbahn ab und kippte um. Nach vorlĂ€ufigen Zahlen der Polizei wurden 23 Menschen verletzt, davon einer schwer. Dieser Fahrgast wurde eingeklemmt und erst nach zwei Stunden befreit. Er wurde laut Polizei fĂŒr eine Notoperation per Hubschrauber nach Berlin geflogen. ZunĂ€chst hieĂ es, er sei lebensgefĂ€hrlich verletzt. Zum genauen Verletzungsstand oder der IdentitĂ€t - etwa dem Geschlecht - machte eine Polizeisprecherin spĂ€ter keine Angaben.
FahrgÀste mit vielen verschiedenen NationalitÀten
Die Leichtverletzten wurden laut Polizei in umliegende KrankenhÀuser gebracht. Unverletzte Passagiere habe ein Bus der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) nach Röbel gebracht, sagte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Dort seien sie versorgt und teils von Angehörigen abgeholt worden. Einige traten demnach ihre Weiterreise selbst an. Flixbus organisierte zudem einen Ersatzbus, der Menschen samt GepÀck zum Zentralen Omnibusbahnhof nach Berlin bringen sollte.
Die FahrgÀste kamen nach Polizeiangaben aus vielen verschiedenen LÀndern. Die Polizei nannte 20 verschiedene NationalitÀten, etwa Deutsche, Schweden, DÀnen, Polen, Ukrainer, Franzosen, Italiener aber auch Syrer, Chinesen, Australier, Inder, Kanadier und Japaner. Dabei hÀtten viele auch ohne dÀnische NationalitÀt ihren Wohnsitz dort.
Unfallursache noch unklar
Zur KlĂ€rung der Unfallursache wurde die Dekra hinzugezogen. AuĂerdem sollten Vernehmungen der FahrgĂ€ste und Busfahrer dabei helfen. DafĂŒr mĂŒssen laut Polizei aber teils Dolmetscher organisiert werden, etwa weil die Busfahrer Georgier sind.
Laut Flixbus machte der Bus vorliegenden Daten zufolge zuletzt 1.45 Uhr eine Pause. Das Fahrzeug stamme aus dem Baujahr 2025. Der Fahrer verfĂŒge ĂŒber langjĂ€hrige Fahrpraxis. «Wir stehen in engem Austausch mit der Polizei und den zustĂ€ndigen Behörden vor Ort, um die Ursache des Unfalls schnell und umfassend aufzuklĂ€ren.» Sobald gesicherte Informationen zum Unfallhergang vorlĂ€gen, werde das Unternehmen diese transparent und zeitnah kommunizieren.
Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) schrieb auf der Plattform X: «Schrecklich. Ich wĂŒnsche allen Verletzten gute Besserung. Vielen Dank allen EinsatzkrĂ€ften fĂŒr ihr schnelles Handeln.»
Im Laufe des Vormittags wurde der Bus unter anderem mit einem Kran geborgen. Die Aufhebung der Vollsperrung in Richtung Berlin wurde fĂŒr den frĂŒhen Nachmittag erwartet.





