Zwischen Hoffnung und Irrweg: Versorgung von Patient:innen mit endokriner Orbitopathie stÀrken
21.05.2026 - 15:00:00 | pressetext.deMĂŒnchen - Jede dritte betroffene Person wartet ĂŒber zwei Jahre auf die Diagnose [ 1,2 ]
Endokrine Orbitopathie beeintrÀchtigt LebensqualitÀt, Beruf und soziale Teilhabe [ 3,4 ]
Zum WeltschilddrĂŒsentag am 25. Mai 2026 rĂŒckt das Biotechnologieunternehmen Amgen die endokrine Orbitopathie (EO) in den Fokus. Die Erkrankung ist zwar insgesamt selten, tritt jedoch hĂ€ufig im Zusammenhang mit der SchilddrĂŒsenerkrankung Morbus Basedow (MB) auf, sodass ein relevanter Anteil der MB-Patient:innen im Verlauf eine EO entwickelt. [ 5 ] Patient:innen mit EO leiden durch das Hervortreten der AugĂ€pfel (Exophthalmus)an den körperlichen und seelischen Auswirkungen der Ă€uĂerlichen Entstellung sowie an Schmerzen, DruckgefĂŒhl, EntzĂŒndung des Auges und stark erhöhtem TrĂ€nenfluss. [ 6,7,8 ] Auch das Sehen von Doppelbildern (Diplopie) stellt Erkrankte vor groĂe Herausforderungen. [ 2,9,10 ] Dennoch bleibt die Patient:innenperspektive bislang unzureichend beleuchtet. [ 2 ] Eine von Amgen beauftragte Auswertung von mama health liefert nun neue Einblicke in die Erfahrungen von 414 EO-Patient:innen in Deutschland. [ 9 ] Die Analyse zeigt ein vielschichtiges und eindringliches Bild: Vor allem ist der Weg zur Diagnose fĂŒr viele Betroffene lang, unĂŒbersichtlich und emotional belastend. [ 9 ]
Vom ersten Arztkontakt bis zur Diagnose Bereits zu Beginn einer EO-Erkrankung zeigt sich ein zentrales Problem: Die Symptome sind oft unspezifisch. Gereizte oder trockene Augen, Schwellungen, Schmerzen, DruckgefĂŒhl oder Doppelbilder werden von vielen Betroffenen zunĂ€chst nicht richtig eingeordnet. [ 5-9 ] HĂ€ufig versuchen sie, die Beschwerden erst einmal selbst zu verstehen â etwa durch eine Internetrecherche, GesprĂ€che im persönlichen Umfeld oder Abwarten. [ 9 ] Nach Auftreten der ersten Symptome sucht zwar die Mehrheit der Patient:innen innerhalb der ersten drei Monate medizinische Hilfe, doch viele warten deutlich lĂ€nger â rund 20 % warten ĂŒber sechs Monate. [ 1 ] Auch danach bleibt der Weg zur Diagnose lang: Knapp ein Drittel der Patient:innen wartet lĂ€nger als zwei Jahre, im Durchschnitt sogar 26,5 Monate. [ 9 ] Ein wesentlicher Grund ist die fragmentierte Versorgung: EO wird in der Hausarztpraxis nur in etwa zwei Prozent der FĂ€lle erkannt. Bis die Diagnose gesichert ist, sind oft mehre Kontakte zu verschiedenen FachĂ€rzt:innen erforderlich. [ 9 ]
Leben mit EO: Wenn die Belastung bleibt Auch nach der Diagnose bleibt die Situation fĂŒr viele herausfordernd und die Patient:innen wĂŒnschen sich mehr AufklĂ€rung, Orientierung und VerstĂ€ndnis im Umgang mit der Erkrankung. [ 2,9 ] Die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen sind erheblich: Viele leiden unter anhaltender Erschöpfung, psychischer Belastung und EinschrĂ€nkungen im Alltag. Jede vierte betroffene Person hat Probleme beim Autofahren, jede zweite Schwierigkeiten beim Lesen, und zwei von drei Patient:innen berichten von einer psychischen Belastung. [ 2 ] Die berufliche LeistungsfĂ€higkeit nimmt ab, soziale Kontakte werden reduziert â nicht zuletzt aufgrund der sichtbaren VerĂ€nderungen im Erscheinungsbild. [ 6-9 ] Der Krankheitsverlauf wird als wechselhaft erlebt, geprĂ€gt von Phasen der Verbesserung und RĂŒckschlĂ€gen. [ 9 ] Viele Betroffene sind auf UnterstĂŒtzung angewiesen, 36 % werden im Verlauf arbeitsunfĂ€hig, 28 % sind von Erwerbsminderung betroffen.
FrĂŒher erkennen und Behandlungspfade definieren Endokrine Orbitopathie ist nicht nur eine medizinische, sondern auch eine strukturelle Herausforderung im Gesundheitssystem â und erfordert gezielte MaĂnahmen, um Betroffene frĂŒher zu erkennen und ganzheitlich zu versorgen. [ 3,8,9,10 ] Dazu können klar definierte Ăberweisungswege, der Ausbau der Zusammenarbeit von verschiedenen Ă€rztlichen Fachdiziplinen sowie der erleichterte Zugang zu spezialisierten Zentren gehören.
WeiterfĂŒhrende Informationen finden Interessierte unter: https://www.ich-und-eo.de [ 11 ]
Ăber Amgen Amgen ist ein global fĂŒhrendes unabhĂ€ngiges Biotechnologie-Unternehmen, das seit ĂŒber 45 Jahren besteht und heute mit etwa 28.000 Mitarbeitenden in fast 100 LĂ€ndern vertreten ist. In Deutschland arbeiten wir an zwei Standorten mit rund 680 Mitarbeitenden jeden Tag daran, Patient:innen zu helfen. Durch die Kombination modernster Biologie und Technologie erreichen wir mit unseren Arzneimitteln Millionen von Menschen mit schweren und teils seltenen Erkrankungen. Wir entwickeln eine breit angelegte Pipeline und ein differenziertes Portfolio therapeutischer Wirkstoffe weiter, die in der Nephrologie, Kardiologie, HĂ€matologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei chronisch-entzĂŒndlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Neben OriginalprĂ€paraten entwickeln und produzieren wir auch Biosimilars.
Halten Sie sich zu aktuellen Themen rund um Biotechnologie informiert â Besuchen Sie dafĂŒr gerne unsere Webseite www.amgen.de ( http://www.amgen.de/ ) oder folgen Sie Amgen Deutschland auf LinkedIn ( https://www.linkedin.com/company/amgengermany/ ).
Pressekontakt: Birgit Dickoré, E-Mail: birgit.dickore@medizin-pr.de , Telefon: 0221 / 77 543-0
Refererenzen:
* Estcourt S, et al. Eur J Endocrinol. 2009;161(3):483-487. * Smith TJ, et al. Front Endocrinol 2023;14:1283374. * Ponto KA, et al. J Clin Endocrinol Metab. 2013;98:145-152. * Ponto KA, et al. Ophthalmologe. 2020;117:1105-1111. * Chin YH, et al. Clin Endocrinol. 2020;93:363-374. * Bartley GB, et al. Am J Ophthalmol. 1996;121:284-290. * Barrio-Barrio J, et al. J Ophthalmol 2015;2015: 249125. * Ponto KA, et al. Dtsch Arztebl Int 2009;106(17):283-289. * Mama Health x Amgen â Thyroid Eye Disease - Germany - Insights Report. MĂŒnchen: Amgen GmbH; 2025. * Bruscolini A, et al. Autoimmun Rev 2018;17(7):639-643. * Ich & EO â Leben mit endokriner Orbitipathie. Im Internet: www.ich-und-eo.de ( https://www.ich-und-eo.de/ ) (letzter Aufruf: 30.03.2026)
DEU-632-26-80064
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Aussender: Medizin & PR GmbH Ansprechpartner: Birgit Dickoré Tel.: 0221775430 E-Mail: birgit.dickore@medizin-pr.de Website: www.medizin-pr.de
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