Münchner Dackelrennen: Luitpold siegt zum vierten Mal
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 16:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS127 Hunde treten in München an
- „Luitpold“ gewinnt die Königsklasse über acht Kilogramm zum vierten Mal.
- Das Rennen findet in der Münchner Motorworld auf einer 40-Meter-Bahn statt.
- In der leichtesten Klasse siegt „Giulietta Beretta vom Rothsee aka Bazooka“ mit 6,14 Sekunden.
Luitpold gewinnt erneut in der Münchner Motorworld
„Luitpold“ hat beim vierten Münchner Dackelrennen in der Königsklasse über acht Kilogramm zum vierten Mal gewonnen. Der Dackel absolvierte die 40-Meter-Bahn in 6,31 Sekunden und siegte damit trotz einer langsameren Zeit als im Vorjahr.
30.000 Besucher bei Dog World
Nach Schätzungen der Veranstalter kamen am Wochenende gut 30.000 Menschen in die Münchner Motorworld. Zum Rennen waren 127 Tiere angemeldet, drei mehr als im Vorjahr; verbunden war die Veranstaltung mit der Messe „Dog World“ und einem Bühnenprogramm.
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Kostenlose Trading-Webinare für Privatanleger
Live lernen, live fragen. Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Nachrichten wie diese für Deine Entscheidungen an der Börse richtig einordnest. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.
Dackel laufen in mehreren Gewichtsklassen
Die Wettkämpfe werden in mehreren Gewichtsklassen auf einer acht Meter breiten Rennbahn ausgetragen. Jeweils drei Hunde treten gleichzeitig an; vor dem Start werden sie gewogen und tierärztlich begutachtet.
Nicht jeder Dackel läuft bis ins Ziel. Manche Tiere spielen lieber, andere laufen quer oder schräg, obwohl ihre Besitzerinnen und Besitzer am Ziel anfeuern. Anders als bei einem menschlichen Leichtathletikwettbewerb gibt es keine festen Bahnen, damit die Hunde ausreichend Platz haben.
Bazooka gewinnt die leichteste Klasse
In der Gewichtsklasse bis fünf Kilogramm setzte sich „Giulietta Beretta vom Rothsee aka Bazooka“ mit 6,14 Sekunden durch. Die Zeitnahme erfolgt mit Chips am Körper der Hunde.
Die Startnummer eins trug „Adelheid“ aus Planegg. Der Dackel erreichte in seiner Klasse das Viertelfinale, was die Besitzerin Manuela Lerch zufrieden kommentierte.
München erinnert an seine Dackeltradition
Veranstalterin Désirée Rohrer entwickelte das Rennen vor Jahren mit Blick auf die frühere Bedeutung des Dackels in München. Die Stadt galt einst als Ort mit besonders vielen Dackelbesitzern.
Auch die Münchner Karikaturistin Franziska Bilek setzte dem typischen älteren Münchner Dackelhalter mit der Figur „Herrn Hirnbeiß“ und dessen Hund in der „Abendzeitung“ ein gezeichnetes Denkmal. Beim Rennen soll jedoch nicht das Nörgeln, sondern das Vergnügen im Vordergrund stehen.
Das Münchner Dackelrennen verbindet ein lokales Stadtereignis mit einem ungewöhnlichen Wettkampfformat. Die Veranstaltung setzt nicht auf sportliche Höchstleistung im klassischen Sinn, sondern auf den eigenen Charakter der Tiere: Manche laufen zielstrebig, andere lassen sich ablenken oder bleiben ganz stehen.
Mit 127 gemeldeten Hunden und geschätzten 30.000 Besucherinnen und Besuchern hat das Rennen eine beachtliche Größe erreicht. Die Verbindung mit der Messe „Dog World“ und einem Bühnenprogramm macht aus dem Wettbewerb ein Familien- und Publikumsevent, bei dem Hunde, Halter und Unterhaltung gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.
Tradition und Tierwohl
Der Bezug zur Münchner Dackeltradition gibt der Veranstaltung einen besonderen lokalen Rahmen. Zugleich zeigen Gewichtsklassen, tierärztliche Begutachtung und die professionelle Zeitnahme, dass der Wettbewerb organisatorisch stärker strukturiert ist als ein spontanes Wettrennen.
Die Regeln bleiben dennoch dackeltypisch: Es gibt keinen Zwang zum Rennen, und die Tiere können selbst entscheiden, ob sie die 40-Meter-Strecke zielgerichtet bewältigen. Gerade diese Unberechenbarkeit unterscheidet das Format von menschlichen Leichtathletikwettbewerben und erklärt einen Teil seiner Publikumswirkung.
