Dackelrennen, München

Münchner Dackelrennen: Sieger gewinnt in 6,14 Sekunden

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 12:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei der vierten Ausgabe des Münchner Dackelrennens setzte sich ein ungewöhnlich lang benannter Hund in 6,14 Sekunden durch. Die Veranstaltung lockte nach Veranstalterangaben rund 30.000 Besucher an.

127 Hunde starten in mehreren Klassen

  • Die vierte Ausgabe fand in der Münchner Motorworld statt.
  • Die Rennbahn misst 40 Meter in der Länge und acht Meter in der Breite.
  • In der Klasse ab acht Kilogramm gilt Luitpold aus Eching als Dauersieger.
  • Manche Dackel haben es lieber gemütlich. - Bild: Dominik Bartl/dpa
  • Vor dem Rennen - Bild: Dominik Bartl/dpa
Manche Dackel haben es lieber gemütlich. - Bild: Dominik Bartl/dpa Vor dem Rennen - Bild: Dominik Bartl/dpa

Giulietta Beretta gewinnt Münchner Dackelrennen

Bei der vierten Ausgabe des Münchner Dackelrennens hat „Giulietta Beretta vom Rothsee aka Bazooka“ die kleinste Gewichtsklasse bis fünf Kilogramm gewonnen. Der Hund bewältigte die Strecke in 6,14 Sekunden, während am Wochenende nach Veranstalterangaben rund 30.000 Besucher in die Münchner Motorworld kamen.

127 Hunde treten an

Zum Rennen waren 127 Tiere angemeldet, drei mehr als im Vorjahr. Die Veranstaltung ist mit der Messe „Dog World“ und einem Bühnenprogramm verbunden.

Die Wettbewerbe finden in mehreren Gewichtsklassen auf einer 40 Meter langen und acht Meter breiten Rennbahn statt. Jeweils drei Dackel laufen gleichzeitig gegeneinander.

Manche Hunde bleiben lieber beim Spielen

Nicht alle Tiere erreichen das Ziel, weil sie statt zu rennen lieber spielen. „Die müssen nicht rennen, sie können, wenn sie wollen“, sagte Veranstalterin Désirée Rohrer.

Vor dem Start werden die Hunde gewogen und tierärztlich begutachtet. „Adelheid aus Planegg“ trug die Startnummer eins und erreichte in ihrer Klasse das Viertelfinale.

Rennen knüpft an Münchner Dackeltradition an

Rohrer entwickelte die Idee für das Rennen mit Blick auf Münchens frühere Bedeutung als Stadt der Dackelbesitzer. Der klassische Münchner Grantler mit Dackel wurde unter anderem durch die Figur des „Herrn Hirnbeiß“ und seinen Hund bekannt, die Karikaturistin Franziska Bilek in der „Abendzeitung“ populär machte.

Als Königsdisziplin gilt die Gewichtsklasse ab acht Kilogramm. In den vergangenen Jahren gewann dort stets „Luitpold“ aus Eching, der nach Angaben der Veranstalter auch Weltrekordhalter ist.

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Das Münchner Dackelrennen verbindet einen sportlichen Wettbewerb mit einer Publikumsmesse und einem Bühnenprogramm. Die Veranstaltung erreicht damit eine Größenordnung, die über ein reines Vereins- oder Nachbarschaftsfest hinausgeht: Nach Veranstalterangaben kamen am Wochenende rund 30.000 Menschen in die Motorworld.

Der Ablauf folgt einem klaren, auf die Tiere zugeschnittenen Rahmen. Die Hunde werden vor dem Start gewogen und tierärztlich begutachtet. Auf der 40 Meter langen Rennbahn treten jeweils drei Dackel gleichzeitig an, wobei nicht jeder Hund dem Wettbewerbsziel folgt. Dass manche Tiere lieber spielen, gehört nach Darstellung der Veranstalterin zum Charakter des Rennens.

Zwischen Wettbewerb und Vergnügen

Die vierte Ausgabe zeigt zudem, wie stark das Rennen über die eigentliche Laufzeit hinaus von Namen, Geschichten und der Bindung zwischen Menschen und Tieren lebt. Der Sieg von „Giulietta Beretta vom Rothsee aka Bazooka“ liefert dafür einen besonders einprägsamen Anlass.

Historisch knüpft die Veranstaltung an Münchens früheres Image als Stadt vieler Dackelbesitzer an. Die Figur des Münchner Grantlers mit seinem Dackel gehört zur lokalen Populärkultur. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht jedoch nicht die Pflege dieses Klischees, sondern ein gemeinsames Freizeiterlebnis für Hundehalter und Publikum.

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