Cyberangriff: Flughafen BER arbeitet RĂŒckstau an GepĂ€ck ab
23.09.2025 - 08:18:12Am Flughafen Berlin-Brandenburg gibt es nach dem Cyberangriff auf einen IT-Dienstleister weiter Probleme an den Check-in-Schaltern, einem Sprecher zufolge aber «keine ungewöhnlichen Warteschlangen» mehr. «Wir haben die groĂe Abreisewelle am frĂŒhen Morgen schon gut hinter uns gebracht», sagte der Flughafensprecher. Es gebe bei einigen FlĂŒgen VerspĂ€tungen, Stornierungen seien ihm aber bisher nicht bekannt.Â
Der Sprecher betonte, dass die FluggĂ€ste die Möglichkeiten zum Self-Check-in nutzen sollten. Diese funktionierten problemlos, weil dafĂŒr ein anderes IT-System genutzt werde.Â
Auch Flughafenfeuerwehr arbeitet GepĂ€ckrĂŒckstau auf
FĂŒr den weiteren Verlauf des Tages zeigte er sich zuversichtlich - auch, weil deutlich weniger FluggĂ€ste erwartet werden als noch am Montag. «Gestern hatten wir 89.000 Passagiere, heute sind es 79.000», sagte der Sprecher. Am Montag reisten viele Menschen nach dem Marathon aus Berlin ab.
«Wir haben nun alle KrĂ€fte zusammengezogen, um den RĂŒckstau an GepĂ€ck abzuarbeiten», sagte der Flughafensprecher. Auch die Flughafenfeuerwehr helfe dabei mit.Â
Angriff mit Schadsoftware
Der IT-Dienstleister Collins Aerospace war am Freitagabend zur Zielscheibe eines Cyberangriffs geworden. Der Hackerangriff legte die gemeinsamen elektronischen Systeme lahm, die ĂŒber die Plattform des Anbieters liefen. Nach Angaben der EU-Cybersicherheitsagentur ENISA handelte es sich um einen Angriff mit sogenannter Ransomware, also Schadsoftware, die Daten und Systeme verschlĂŒsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigibt.Â
Wegen der Attacke meldeten vier europĂ€ische FlughĂ€fen Probleme bei der Passagierabfertigung - neben Berlin waren dies BrĂŒssel, Dublin und London Heathrow. Die anderen groĂen deutschen FlughĂ€fen waren nicht betroffen.
FlĂŒge von BrĂŒssel weitgehend nach Plan
Vom BrĂŒsseler Flughafen hieĂ es am Dienstag, mit mehr als 90 Prozent starte die ĂŒberwiegende Mehrheit der geplanten FlĂŒge planmĂ€Ăig. Man arbeite weiterhin mit Alternativen fĂŒr den Check-in. Noch gebe es weiter keine Anzeichen dafĂŒr, wann Collins Aerospace eine sichere Lösung fĂŒr das Check-in-System anbieten könne, hieĂ es weiter.
Der Londoner Flughafen Heathrow teilte mit, man arbeite weiter daran, die Auswirkungen zu beheben. Der gröĂte Teil der FlĂŒge sei aber durchgefĂŒhrt worden. Passagiere wurden aufgefordert, den Status ihres Flugs vor der Anreise zu ĂŒberprĂŒfen.


