Nach Löwensuche: Ergebnis von Spur-Analysen erwartet
24.07.2023 - 04:13:23 | dpa.de
War es ein Wildschwein oder doch eine Löwin? Mit Spannung wird das Ergebnis von Analysen von Spuren erwartet, die bei der Suche nach einer vermeintlichen Raubkatze bei Kleinmachnow sĂŒdlich von Berlin gesichert worden waren.
Dabei handelt es sich um Kot- und Haarproben. Diese sollen heute ausgewertet sein, wie die Sprecherin der Gemeinde, Martina Bellack, am Wochenende erklĂ€rt hatte. Diese sollen eindeutig Klarheit darĂŒber bringen, ob das in der Nacht zum Donnerstag von einem jungen Anwohner gefilmte Tier ein Wildschwein oder vielleicht doch eine Raubkatze war.
Brandenburgs Innenminister verteidigt GroĂeinsatz
Die Suche war am Donnerstag nach dem Video des Zeugen begonnen worden, auf dem nach erster EinschĂ€tzung der Polizei eine Löwin zu sehen war. Die Polizei suchte mit mehr als hundert Beamten, mit Hubschraubern, WĂ€rmebildkameras und FĂ€hrtenhunden nach dem Raubtier. WĂ€hrend des 30-stĂŒndigen Einsatzes konnten jedoch keine gesicherten Beobachtungen gemacht werden.
Am Freitagmittag wurde der Einsatz abgebrochen, nachdem Experten nach Analysen der Bilder erklĂ€rt hatten, dass es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine Löwin, sondern um ein Wildschwein gehandelt habe. Nach Angaben des BĂŒrgermeisters Michael Grubert (SPD) und der Polizei fanden sich keine Hinweise auf eine Löwin. Die Behörden sahen keine akute Gefahr mehr und hoben eine Warnung auf.
Brandenburgs Innenminister Michael StĂŒbgen (CDU) hatte den GroĂeinsatz der Polizei trotz hoher Kosten verteidigt. «Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste PrioritĂ€t», sagte StĂŒbgen der Deutschen Presse-Agentur.
«Wir fahren lieber einmal zu viel raus»
Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg hĂ€lt den Polizei-Einsatz fĂŒr gerechtfertigt. «Wir fahren lieber einmal zu viel raus als einmal zu wenig», sagte die Landesvorsitzende Anita Kirsten laut einer Mitteilung. «Alle Hinweise aus der Bevölkerung werden von uns ernst genommen, bewertet und ein entsprechender Einsatz ausgelöst. Eine Bedrohung durch eine freilaufende Löwin ist nicht zu unterschĂ€tzen, da ist ein hoher KrĂ€fteeinsatz gerechtfertigt, bis die Lage geklĂ€rt ist.»
Dass nun wieder Stimmen laut wĂŒrden, die den Einsatz als unnötig oder zu teuer bewerteten, sei kontraproduktiv, sagte Kirsten. «BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, aber auch Kommunalvertreter, dĂŒrfen durch solche medialen Diskussionen nicht abgeschreckt werden, bei einer vermeintlichen Gefahrenlage die Polizei zu alarmieren.»
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