Drei Tote im Westerwald: TĂ€ter weiter auf der Flucht
07.04.2025 - 12:01:44  Auch am Tag nach dem Fund von drei toten Familienmitgliedern im Westerwald sind der oder die TÀter weiter auf der Flucht. «Die Ermittlungen dauern an, wir können keine Festnahme vermelden», sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Es seien sehr viele Hinweise eingegangen, denen die Polizei nun nachgehe. Die Untersuchungen zu dem Verbrechen in einem Einfamilienhaus in Weitefeld liefen auf Hochtouren.
«Die Stimmung ist natĂŒrlich sehr gedrĂŒckt», sagte Weitefelds OrtsbĂŒrgermeister Karl-Heinz KeĂler. Die Menschen in der kleinen Ortschaft im Kreis Altenkirchen seien geschockt. «Sie empfinden Empathie gegenĂŒber den Opfern, aber auch eine gewisse Unsicherheit.» SchlieĂlich sei offiziell ĂŒber den oder die TĂ€ter noch nichts bekannt. Die Polizei sei weiterhin mit stĂ€rkeren KrĂ€ften vor Ort, der Tatort abgesperrt. Die Sperrungen in Weitefeld seien gestern bereits gegen Abend aufgehoben worden, es erfolgten aber weiterhin Polizeikontrollen.
Eine Person zu FuĂ geflohen
Am Sonntag hatte die Polizei in dem Dorf Weitefeld in Rheinland-Pfalz nach einem Notruf in den frĂŒhen Morgenstunden die Leichen eines 47 Jahre alten Mannes, einer 44 Jahre alten Frau und eines 16-jĂ€hrigen Jugendlichen gefunden. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine dreiköpfige Familie. Vieles deutet demnach darauf hin, dass sich die Tat im familiĂ€ren Umfeld abspielte.Â
Die Polizei war gegen 3.45 Uhr per Notruf alarmiert worden. Den Abgaben zufolge hatte eine schreiende Frau angerufen, womöglich die spĂ€ter getötete 44-JĂ€hrige. Als die Beamten eintrafen, floh eine mutmaĂlich mĂ€nnliche Person zu FuĂ vom Tatort. Das Einfamilienhaus, in dem die drei Leichen entdeckt wurden, liegt in der NĂ€he eines Waldgebietes.Â
Zur Tatwaffe wollte sich die Polizei aus ermittlungstaktischen GrĂŒnden zunĂ€chst weiter nicht Ă€uĂern. Es sei nicht auszuschlieĂen, dass der FlĂŒchtige noch bewaffnet sei, sagte ein Sprecher. Nach unbestĂ€tigten Hinweisen könnten Schuss- oder Stichwaffen bei der Tat eingesetzt worden sein, hatte es am Sonntag geheiĂen.Â
Offen, ob ein oder mehrere TĂ€ter beteiligt
Unklar ist auch weiter, ob es sich um einen oder mehrere TĂ€ter handelt. «Eine mutmaĂlich mĂ€nnliche Person ist am Tatort gesehen worden, wir können aber nicht ausschlieĂen, dass es im Hintergrund weitere Personen gab», sagte ein Polizeisprecher. Die Fahnder suchen seit Sonntag nach dem TĂ€ter oder den TĂ€tern. Im Zuge der Fahndung war ganz Weitefeld von der Polizei abgesperrt worden.
Der Fall ruft Erinnerungen an eine Gewalttat mit mehreren getöteten Familienmitgliedern im rheinland-pfĂ€lzischen Montabaur wach. Im Januar vergangenen Jahres soll dort ein damals 37-JĂ€hriger seinen Vater sowie dessen Ehefrau und deren gemeinsamen Sohn getötet haben. AnschlieĂend erschoss sich der Mann selbst. Alle drei Tatopfer waren an den Folgen mehrerer Schussverletzungen gestorben. Als Motiv vermutete die Staatsanwaltschaft Koblenz familiĂ€re Streitigkeiten.





