1.200 Menschen sitzen in Valencia weiter in Fahrzeugen fest
31.10.2024 - 00:02:35Rund 1.200 Menschen sitzen in Spanien nach dem verheerenden Unwetter zum Teil seit mehr als 24 Stunden in ihren Fahrzeugen fest. Man schÀtze, dass auf den Autobahnen A3 und A7 in der Region Valencia insgesamt circa 5.000 Fahrzeuge feststecken, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) am Abend mit. Es handele sich um Autos, Busse oder Lastwagen, die zum Teil von den Fahrern und Passagieren verlassen worden seien. Es gebe aber auch Menschen, die nicht von ihren Fahrzeugen weggehen wollten, hieà es.
Beim Unwetter starben nach vorlĂ€ufigen amtlichen Angaben mindestens 95 Menschen. Am schwersten betroffen war die auch bei deutschen Urlaubern sehr beliebte Region Valencia im Osten des Landes, wo bislang 92 Leichen geborgen wurden. Ob Touristen oder AuslĂ€nder unter den Opfern sind, war zunĂ€chst nicht bekannt. Es wird befĂŒrchtet, dass die Opferzahl weiter ansteigen wird. Unter Berufung auf verschiedene Behörden und Betroffenen sprachen Medien am Abend von «Dutzenden» Vermissten.
Der Wetterdienst Aemet bezeichnete das Unwetter als «historisch». Es habe sich um den schlimmsten «Kalten Tropfen» (gota frĂa) dieses Jahrhunderts in der Region Valencia gehandelt, hieĂ es auf X. Diese Wettererscheinung tritt in der spanischen Mittelmeerregion in den Monaten September und Oktober hĂ€ufig auf. Sie basiert auf stark schwankenden Temperaturen von Meer und Luft und entsteht, wenn sich die ersten atlantischen TiefauslĂ€ufer mit feuchtkalter Luft ĂŒber das warme Mittelmeer schieben.


