Valencia, Flut-Missmanagement

130.000 protestieren in Valencia gegen Flut-Missmanagement

10.11.2024 - 03:03:48 | dpa.de

Nach der Unwetter-Katastrophe halten der Unmut und die Kritik an den Behörden an. Wie groß die Empörung noch ist, konnte man in Valencia eindrucksvoll sehen.

  • Der Protest war eindrucksvoll.  - Foto: Jorge Gil/EUROPA PRESS/dpa
    Der Protest war eindrucksvoll. - Foto: Jorge Gil/EUROPA PRESS/dpa
  • Am Dienstag will Felipe wieder ins Katastrophengebiet. (Archivfoto) - Foto: Carlos LujĂĄn/EUROPA PRESS/dpa
    Am Dienstag will Felipe wieder ins Katastrophengebiet. (Archivfoto) - Foto: Carlos LujĂĄn/EUROPA PRESS/dpa
  • Die Menschen skandierten unter anderem
    Die Menschen skandierten unter anderem "Mörder, Mörder". - Foto: Emilio Morenatti/AP
  • An den AufrĂ€umarbeiten nehmen Tausende Soldaten teil. (Archivfoto) - Foto: Alejandro MartĂ­nez VĂ©lez/EUROPA PRESS/dpa
    An den AufrÀumarbeiten nehmen Tausende Soldaten teil. (Archivfoto) - Foto: Alejandro Martínez Vélez/EUROPA PRESS/dpa
  • Film-Ikone Johnny Depp stellt Hilfe in Aussicht.  - Foto: Francisco J. Olmo/EUROPA PRESS/dpa
    Film-Ikone Johnny Depp stellt Hilfe in Aussicht. - Foto: Francisco J. Olmo/EUROPA PRESS/dpa
  • Einige wollen den RegionalprĂ€sidenten hinter Gittern sehen. - Foto: Juan Barbosa/EUROPA PRESS/dpa
    Einige wollen den RegionalprÀsidenten hinter Gittern sehen. - Foto: Juan Barbosa/EUROPA PRESS/dpa
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Eineinhalb Wochen nach dem sogenannten Jahrhundert-Unwetter in der ostspanischen Region Valencia haben Zehntausende gegen die ihrer Ansicht nach nur schleppend angelaufene Hilfe protestiert. Rund 130.000 Menschen versammelten sich am Samstagabend im Zentrum der Provinzhauptstadt Valencia, wie die Vertretung des spanischen Innenministeriums in der Region mitteilte. Die Demonstranten forderten den RĂŒcktritt von RegionalprĂ€sident Carlos MazĂłn. Auf ihrem Marsch zum RegierungsgebĂ€ude skandierten die Menschen unter anderem «Mörder, Mörder» und «RĂŒcktritt, RĂŒcktritt».

Einige trugen Plakate mit Aufschriften wie «MazĂłn ins GefĂ€ngnis!» oder «Gerechtigkeit!». Nach einer Schweigeminute fĂŒr die mehr als 200 Todesopfer der Katastrophe lasen mehrere AnfĂŒhrer vor dem Palau de la Generalitat ein Manifest vor, in dem die KlĂ€rung der Verantwortlichkeiten fĂŒr die «vermeidbaren Folgen der Katastrophe» sowie die Absetzung der «inkompetenten valencianischen Regierung» gefordert wurde. Zur Demonstration hatten 65 Organisationen, darunter BĂŒrgerinitiativen und Gewerkschaften, kurzfristig aufgerufen.

Der König will das Katastrophengebiet wieder besuchen

Ungeachtet des anhaltenden Unmuts will der spanische König Felipe VI. nach den Ausschreitungen bei seinem ersten Besuch in Valencia das Katastrophengebiet am Dienstag erneut aufsuchen. Seine Frau, Königin Letizia, begleitet ihn diesmal nicht, wie das Königshaus mitteilte. Am vergangenen Sonntag waren die beiden in Paiporta nahe der Metropole Valencia mit Schlamm beworfen und beschimpft worden.

Der 56-jĂ€hrige Monarch wolle die weiter auf Hochtouren laufenden Bergungs- und AufrĂ€umarbeiten beaufsichtigen, ließ die «Casa Real» in Madrid wissen. In den rund 80 betroffenen Gemeinden werden unter anderem rund 8.500 MilitĂ€rangehörige sowie 10.000 Beamte der nationalen Polizeieinheiten PolicĂ­a Nacional und Guardia Civil eingesetzt. Dort sind zahlreiche GebĂ€ude weiterhin nicht oder nur schwer zugĂ€nglich, da die EingĂ€nge zum Teil nach wie vor von Autowracks und Hausrat blockiert sind.

Zahl der Vermissten geht langsam zurĂŒck

Die starken NiederschlĂ€ge, Erdrutsche und Überschwemmungen vor eineinhalb Wochen forderten nach der jĂŒngsten amtlichen Bilanz mindestens 222 Menschenleben. 214 Leichen wurden demnach allein in Valencia geborgen. Acht Todesopfer gab es in den benachbarten Regionen Kastilien-La Mancha und Andalusien. Die offizielle Zahl der Vermissten wurde derweil in Valencia von 50 auf 41 reduziert. Man mĂŒsse berĂŒcksichtigen, dass 19 Leichen noch nicht identifiziert worden seien, hieß es.

«Fluch der Karibik»-Star spricht Opfern Mut zu

Hollywoodstar Johnny Depp stellt unterdessen UnterstĂŒtzung in Aussicht. Er wolle schauen, inwieweit er helfen können werde, «in welcher Form auch immer», sagte der 61-jĂ€hrige «Fluch der Karibik»-Star am Rande des EuropĂ€ischen Filmfestivals in Sevilla. Depp sprach den Flutopfern Mut zu und sagte, sein Herz sei «bei den betroffenen Menschen». Außerdem hob er «die WiderstandsfĂ€higkeit des spanischen Volkes bei Ereignissen wie diesem» hervor.

Am 29. Oktober hatte es in einigen Ortschaften innerhalb weniger Stunden so viel Regen gegeben wie sonst in einem Jahr. Inzwischen scheint im Flutgebiet seit Tagen vorwiegend wieder die Sonne.

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