Indonesien, Erdbeben

Nach schwerem Beben in Indonesien laufen Hilfslieferungen an

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 13:01 Uhr | dpa.de

Ein gewaltiges Beben erschĂŒttert die Insel Flores. Am Tag danach werden die Folgen klarer: Mehr Tote sind zu beklagen, Tausende Menschen mussten flĂŒchten. Der Hilfseinsatz lĂ€uft erschwert an.

  • Nach dem starken Erdbeben ist die medizinische Versorgung zunĂ€chst provisorisch - hier mit einem Zelt vor einem Krankenhaus in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. - Bild: Firdia Lisnawati/AP/dpa
    Nach dem starken Erdbeben ist die medizinische Versorgung zunÀchst provisorisch - hier mit einem Zelt vor einem Krankenhaus in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. - Bild: Firdia Lisnawati/AP/dpa
  • Die Menschen auf der indonesischen Insel Flores sind leidgeprĂŒft, was Erdbeben in der Region betrifft. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
    Die Menschen auf der indonesischen Insel Flores sind leidgeprĂŒft, was Erdbeben in der Region betrifft. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
  • Schadensbeschau nach dem Erdbeben am frĂŒhen Samstag auf der Insel Flores.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa
    Schadensbeschau nach dem Erdbeben am frĂŒhen Samstag auf der Insel Flores. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
  • Immer wieder richten Erdbeben in Indonesien schwere SchĂ€den an GebĂ€uden an und treiben deren Bewohner in die Flucht.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa
    Immer wieder richten Erdbeben in Indonesien schwere SchÀden an GebÀuden an und treiben deren Bewohner in die Flucht. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
  • Nach dem starken Erdbeben ist die medizinische Versorgung zunĂ€chst provisorisch - hier mit einem Zelt vor einem Krankenhaus in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. - Bild: Firdia Lisnawati/AP/dpa
    Nach dem starken Erdbeben ist die medizinische Versorgung zunÀchst provisorisch - hier mit einem Zelt vor einem Krankenhaus in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. - Bild: Firdia Lisnawati/AP/dpa
  • Die Menschen auf der indonesischen Insel Flores sind leidgeprĂŒft, was Erdbeben in der Region betrifft. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
    Die Menschen auf der indonesischen Insel Flores sind leidgeprĂŒft, was Erdbeben in der Region betrifft. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
  • Schadensbeschau nach dem Erdbeben am frĂŒhen Samstag auf der Insel Flores.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa
    Schadensbeschau nach dem Erdbeben am frĂŒhen Samstag auf der Insel Flores. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
  • Immer wieder richten Erdbeben in Indonesien schwere SchĂ€den an GebĂ€uden an und treiben deren Bewohner in die Flucht.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa
    Immer wieder richten Erdbeben in Indonesien schwere SchÀden an GebÀuden an und treiben deren Bewohner in die Flucht. - Bild: Kurniawan/AP/dpa
Nach dem starken Erdbeben ist die medizinische Versorgung zunĂ€chst provisorisch - hier mit einem Zelt vor einem Krankenhaus in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. - Bild: Firdia Lisnawati/AP/dpa Die Menschen auf der indonesischen Insel Flores sind leidgeprĂŒft, was Erdbeben in der Region betrifft. - Bild: Kurniawan/AP/dpa Schadensbeschau nach dem Erdbeben am frĂŒhen Samstag auf der Insel Flores.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa Immer wieder richten Erdbeben in Indonesien schwere SchĂ€den an GebĂ€uden an und treiben deren Bewohner in die Flucht.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa Nach dem starken Erdbeben ist die medizinische Versorgung zunĂ€chst provisorisch - hier mit einem Zelt vor einem Krankenhaus in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. - Bild: Firdia Lisnawati/AP/dpa Die Menschen auf der indonesischen Insel Flores sind leidgeprĂŒft, was Erdbeben in der Region betrifft. - Bild: Kurniawan/AP/dpa Schadensbeschau nach dem Erdbeben am frĂŒhen Samstag auf der Insel Flores.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa Immer wieder richten Erdbeben in Indonesien schwere SchĂ€den an GebĂ€uden an und treiben deren Bewohner in die Flucht.  - Bild: Kurniawan/AP/dpa

Nach dem schweren Erdbeben im Osten Indonesiens sind Hilfslieferungen aus der Hauptstadt Jakarta auf dem Weg zur betroffenen Insel Flores. Am frĂŒhen Samstagmorgen (Ortszeit) hatte ein Beben der StĂ€rke 7,7 die Provinz Ost-Nusa Tenggara erschĂŒttert.

Mittlerweile wurden 51 Todesopfer gezÀhlt, nachdem am Morgen drei weitere Leichen geborgen wurden, wie der Leiter der Nationalen Such- und Rettungsbehörde Basarnas, Mohammad Syafii, am Sonntag sagte. 

Kurz vor 6.00 Uhr örtlicher Zeit hatte vor der KĂŒste der Insel Flores am Samstag die Erde gebebt - in verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringer Tiefe von rund 10 Kilometern. Das Epizentrum lag etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum von Flores, einem infrastrukturell eher abgeschiedenen Teil der Insel.

Noch am Samstag waren laut der Katastrophenschutzbehörde des Landes (BNPB) 275 Tonnen HilfsgĂŒter am LuftwaffenstĂŒtzpunkt bei Jakarta eingetroffen, um in die betroffene Region gebracht zu werden. Die Hauptstadt des sĂŒdostasiatischen Inselstaates liegt auf Java - relativ im Zentrum des Landes - mehr als 1.500 Kilometer entfernt von Flores im Osten Indonesiens.

Land aus Tausenden Inseln auf Pazifischem Feuerring

Auf der Insel setzen derweil EinsatzkrĂ€fte die Suche nach VerschĂŒtteten und die Begutachtung der SchĂ€den im Erdbebengebiet fort. ZunĂ€chst hĂ€tten die RettungskrĂ€fte den durch Erdrutsche versperrten Zugang zu mehreren betroffenen Ortschaften wieder freimachen mĂŒssen, berichtete der Koordinator der Such- und Rettungsmission, Fathur Rahman.

Nach vorlÀufigen Katastrophenschutzangaben wurden mehr als 900 WohnhÀuser schwer beschÀdigt. Erhebliche SchÀden gibt es demnach auch an mehr als 100 Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, VerwaltungsgebÀuden und GotteshÀusern. 

Laut der Behörde BNPB mussten rund 5.000 Menschen aus dem Erdbebengebiet flĂŒchten und hĂ€tten Schutz in einer umfunktionierten Sporthalle und anderen EvakuierungsstĂ€tten gefunden. Die Versorgung der Menschen in jenen Notunterbringungen habe nun höchste PrioritĂ€t, hieß es. 

Angesichts der teils erheblichen SchÀden und Schwierigkeiten beim Hilfseinsatz riefen mehrere Bezirke den Katastrophennotstand aus. Die ErklÀrung eines vierzehntÀgigen Notzustands auf Provinzebene wurde auch von der Regierung Ost-Nusa-Tenggaras vorbereitet.

Zahlreiche Nachbeben auf hochaktivem Grund

Auch am Sonntag kam die Region nicht zur Ruhe: Zahlreiche weitere, teilweise stĂ€rkere Nachbeben folgten dem ersten großen Beben, schreckten die Bewohner auf und beeintrĂ€chtigen die Rettungs- und HilfseinsĂ€tze. Am Samstag hatte sich zudem ein grĂ¶ĂŸeres Beben der StĂ€rke 6,9 auf Sumatra ganz im Westen Indonesiens ereignet. Über mögliche SchĂ€den oder Verletzte dort war zunĂ€chst nichts bekannt.

Erdbeben und VulkanausbrĂŒche, mitunter gefolgt von davon ausgelösten Tsunamis - sind in dem pazifischen Inselstaat hĂ€ufig: Das aus mehr als 17.000 Inseln bestehende Land befindet sich auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch Ă€ußerst aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten, die aufeinandertreffen.

Gerade im mit rund 280 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichen Indonesien fĂŒhren die Naturgewalten oft zu Katastrophen mit vielen Opfern. Eine der schwersten ereignete sich am 26. Dezember 2004, als ein gewaltiges unterseeisches Beben der StĂ€rke 9,1 vor der KĂŒste Sumatras eine riesige Flutwelle löste. Mehr als 160.000 Menschen starben dabei allein in Indonesien. 

Abgelegenes Taucherparadies mit seltenen Echsen

Diesmal trafen die gewaltigen ErdstĂ¶ĂŸe die Insel Flores. Die Behörden warnten anfangs vor einer Tsunami-Gefahr, doch verheerende Riesenwellen blieben letztlich aus.

Wesentlich abgelegener und infrastrukturell nicht so gut erschlossen, steht die Insel deutlich weniger im Fokus von Touristen als das eine gute Flugstunde entfernte Bali. Dennoch: FĂŒr AusflĂŒge zum Tauchen und Schnorcheln ist besonders der Westen der Insel durchaus gefragt - und nicht zuletzt als Ausgangspunkt fĂŒr Besuche im nahen Komodo-Nationalpark auf einer separaten geschĂŒtzten Insel. Dort leben die Komodowarane - Echsen, die gut zwei Meter lang werden können.

de | unterhaltung | 69954516 |