ProblembÀrin, Italien

«ProblembÀrin» aus Italien soll noch 2024 in den Schwarzwald

24.08.2024 - 04:00:37

Nachdem sie einen Jogger getötet hat, soll BĂ€rin Gaia in ein Reservat im Schwarzwald ziehen. Nun konkretisiert der Park den Zeitplan. Und sammelt Spenden fĂŒr den Bau einer Anlage.

  • In Italien haben UmweltschĂŒtzer fĂŒr die Befreiung von der BĂ€rin JJ4 demonstriert. (Archivbild) - Foto: Enrico Pretto/LaPresse via ZUMA Press/dpa

    Enrico Pretto/LaPresse via ZUMA Press/dpa

  • So sah der QuarantĂ€ne- und Versorgungsbereich des Alternativen Wolf- und BĂ€renparks Schwarzwald wĂ€hrend der Bauarbeiten aus. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

    Philipp von Ditfurth/dpa

In Italien haben UmweltschĂŒtzer fĂŒr die Befreiung von der BĂ€rin JJ4 demonstriert. (Archivbild) - Foto: Enrico Pretto/LaPresse via ZUMA Press/dpaSo sah der QuarantĂ€ne- und Versorgungsbereich des Alternativen Wolf- und BĂ€renparks Schwarzwald wĂ€hrend der Bauarbeiten aus. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

LĂ€uft alles nach Plan, soll die «ProblembĂ€rin» Gaia aus Norditalien gegen Ende dieses Jahres in den Alternativen Wolf- und BĂ€renpark im Schwarzwald ziehen. Noch seien aber das Gehege bei Bad Rippoldsau-Schapbach im Bau und der Transport nicht geplant, sagte ein Sprecher der Stiftung fĂŒr BĂ€ren. Allein fĂŒr den Bau veranschlagt diese demzufolge rund eine Million Euro - und sucht daher Spenden. 

Die BĂ€rin mit der Bezeichnung JJ4 hatte im April vergangenen Jahres in Italien einen 26-jĂ€hrigen Jogger angegriffen und getötet. Die Provinzregierung von Trentino und TierschĂŒtzer stritten sich vor Gericht ĂŒber das Schicksal der BĂ€rin. Die Provinz ordnete an, das Tier zu erlegen. Gerichte stoppten das Dekret nach EilantrĂ€gen von TierschĂŒtzern. 

TierschĂŒtzer: Umzug nur eine Kompromisslösung

Gaia war lebend gefangen und vorlÀufig in ein Gehege nahe Trient gebracht worden. Dass sie in den Park im Landkreis Freudenstadt ziehen sollte, war schon lÀnger geplant. 

«Es bleibt dennoch eine Kompromisslösung», erklÀrte die Stiftung im Internet. «Denn auch wenn JJ4 nun weiter leben darf, so geschieht dies - trotz bester Haltungsbedingungen - nicht ohne Leid. Das wissen wir aus unseren Erfahrungen mit den einstigen WildbÀrinnen Jurka und Isa in unserem SchwarzwÀlder Tierschutzprojekt.» Es dauere lange, bis der Freiheitswille eines WildbÀren gebrochen ist. Vermutlich erlische er nie völlig.

Die neue Freianlage wird den Angaben zufolge nach höchstem Sicherheitsstandard gebaut. Gaia soll sich dort abseits des Besucherverkehrs an ein Leben in Gefangenschaft gewöhnen.

@ dpa.de