Außenmauern, HĂ€lfte

Außenmauern ausgebrannter HĂ€lfte der Börse eingestĂŒrzt

18.04.2024 - 17:43:25

Noch Momente zuvor versuchen die EinsatzkrÀfte, die Mauern der historischen Börse in Kopenhagen zu stabilisieren. Dann der Schock: Die WÀnde brechen trotz Stabilisierung zusammen.

  • Das zerstörte GebĂ€ude der alten Börse in Kopenhagen. Wieso das Feuer ausbrach, ist immer noch unklar. - Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

    Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

  • Die Außenwand der alten Börse ist in Richtung Boersgade eingestĂŒrzt. - Foto: Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

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Das zerstörte GebĂ€ude der alten Börse in Kopenhagen. Wieso das Feuer ausbrach, ist immer noch unklar. - Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpaDie Außenwand der alten Börse ist in Richtung Boersgade eingestĂŒrzt. - Foto: Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

Von einer auf die andere Sekunde stĂŒrzen Mauern der ausgebrannten HĂ€lfte der historischen Börse in Kopenhagen in sich zusammen. Dabei hatte die Feuerwehr noch kurz zuvor Hoffnung, dass die letzten Überreste der beschĂ€digten Seite des bekannten Bauwerks in der dĂ€nischen Hauptstadt gerettet werden können.

Doch heute stĂŒrzte die Fassade um, wie ein Feuerwehrsprecher bestĂ€tigte. Sie war das letzte Überbleibsel, das den am Dienstag ausgebrochenen Brand auf der Seite ĂŒberstanden hatte.

Noch kurz zuvor hatten die EinsatzkrĂ€fte versucht, die Mauern zu stabilisieren. «Das GebĂ€ude muss wahrscheinlich weiter gestĂŒtzt werden», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Tim Ole Simonsen, bei einer Pressekonferenz noch am frĂŒheren Donnerstagnachmittag. Die Polizei konnte ihre Ermittlungen innerhalb des GebĂ€udes aus SicherheitsgrĂŒnden noch nicht angehen, zu groß war die Einsturzgefahr, hatte Simonsen weiter ausgefĂŒhrt. Und so kam es Momente spĂ€ter auch.

Weitere Stellen könnten noch einbrechen

Ein Teil der betroffenen Seite sei eingestĂŒrzt, weitere Stellen könnten noch folgen: «Es besteht nach wie vor die Gefahr, dass die verbleibenden Fassaden von BĂžrsen einstĂŒrzen», sagte Simonsen nach dem Fassaden-Fall. Und auch die Seite, die die EinsatzkrĂ€fte am Dienstag vor einem Übergreifen des Feuers bewahren konnten, sei gefĂ€hrdet. Der Teil werde weiter gesichert, so die Feuerwehr. Nach ihren Angaben gebe es keine Kenntnis ĂŒber verletzte Personen nach dem Einsturz.

Die alte Börse, in der sich heute die dĂ€nische Handelskammer befindet, beherbergt unter anderem eine große Kunstsammlung. Mehrere Straßen und die Umgebung um die historische Börse blieben weiter weitrĂ€umig abgesperrt.

BĂŒrgermeister: «Das GebĂ€ude ist lebenswichtig fĂŒr Kopenhagen»

Die alte Börse gilt als wichtiges architektonisches Gut der skandinavischen Stadt. Zahlreiche UnterstĂŒtzer hatten sich nach dem Feuer fĂŒr einen Wiederaufbau des Bauwerks ausgesprochen. «Das GebĂ€ude ist einfach lebenswichtig fĂŒr Kopenhagen und die gesamte Kulturgeschichte DĂ€nemarks», schrieben die sieben BĂŒrgermeister Kopenhagens in einer gemeinsamen ErklĂ€rung kurz nach dem Brand - man werde alles tun, um den Wiederaufbau zu unterstĂŒtzen. Und auch der Inhaber des Bauwerks, die dĂ€nische Handelskammer, zeigte sich kurz nach dem Feuer zuversichtlich: «Wir haben mit unserem Vorstand beschlossen, dass wir die BĂžrsen auf jeden Fall wieder aufbauen werden», sagte Brian Mikkelsen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der dĂ€nischen Handelskammer.

Das GebĂ€ude, das vor 400 Jahren errichtet wurde, liegt auf der östlichen Spitze der Insel Slotsholmen am Holmens Kanal gegenĂŒber der DĂ€nischen Nationalbank und ist eine Touristenattraktion. Im nĂ€her zum Parlament liegenden Teil des wegen Restaurierungsarbeiten eingerĂŒsteten Bauwerks wĂŒtete das Feuer am Dienstag besonders schlimm. Nach kurzer Zeit stĂŒrzte bereits die markante Turmspitze der alten Börse ab.

@ dpa.de