Zahlreiche WaldbrÀnde in Brasiliens Feuchtgebiet Pantanal
23.11.2023 - 20:16:12Mit der extremen DĂŒrre und Hitze in Brasilien ist auch die Zahl der WaldbrĂ€nde im Pantanal, einem der gröĂten Binnenland-Feuchtgebiete der Welt, extrem gestiegen. Allein im November wurden bisher etwas ĂŒber 4000 FeuerausbrĂŒche verzeichnet, wie das brasilianische Weltrauminstitut Inpe vermeldete. Die Zahl der BrĂ€nde liegt damit schon neunmal höher als im November-Durchschnitt der letzten 25 Jahre.
Das Feuchtgebiet, das sich von Brasilien auch auf die NachbarlĂ€nder Bolivien und Paraguay erstreckt, besteht aus einem verzweigten System von FlĂŒssen und Seen und ist ein einzigartiges Natur- und Touristenparadies. Es ist ungewöhnlich, dass es in der Region im November noch so viele BrĂ€nde gibt, da in dem Monat normalerweise die RegenfĂ€lle das Gebiet ĂŒberschwemmt haben.
Doch die Regenzeit ist dieses Jahr laut Umweltministerium aufgrund der groĂen DĂŒrre in dem Biom spĂ€t dran. ZusĂ€tzlich wird die Trockenheit noch von dem alle paar Jahre auftretenden WetterphĂ€nomen El Niño und dem Klimawandel verstĂ€rkt. Auch in anderen Gebieten Brasiliens wie dem Amazonas herrscht derzeit die schwerste DĂŒrre seit ĂŒber einem Jahrhundert.
«Ăberschwemmungen, Trockenheit und auch Feuer gehören zur natĂŒrlichen Dynamik im Pantanal», sagte Roberto Maldonado von der Umweltorganisation WWF. «Doch in den letzten Jahren erleben wir immer extremere DĂŒrren und MammutbrĂ€nde, die völlig auĂer Kontrolle geraten und das sensible Ăkosystem zu zerstören drohen.»
Das Pantanal zĂ€hlt zu den artenreichsten Gebieten des Planeten und ist Heimat seltener Arten. Dort leben etwa Jaguare, Tapire oder Hyazinth-Aras. Wirtschaftlich wird in dem Gebiet vor allem Rinderhaltung betrieben. Die Farmer brennen traditionell Waldgebiete ab, um neue WeideflĂ€chen zu schaffen. Geraten diese Feuer auĂer Kontrolle, können riesige FlĂ€chenbrĂ€nde entstehen.


