Technisches Hilfswerk rechnet mit mehr AuslandseinsÀtzen
31.12.2023 - 07:44:32 | dpa.de
Das Technische Hilfswerk (THW) rechnet in den kommenden Jahren mit mehr EinsÀtzen im Ausland. «Wir stellen uns auf stÀrkere, vielleicht lÀnger andauernde EinsÀtze ein», sagte die neue THW-PrÀsidentin Sabine Lackner der Deutschen Presse-Agentur. 2023 seien es zehn gewesen. «Es gibt eine steigende Tendenz.»
Die EinsatzkrĂ€fte halfen etwa bei dem schweren Erdbeben in der TĂŒrkei im Februar und den Ăberschwemmungen in Slowenien im Sommer. Der Transport von HilfsgĂŒtern im Ukraine-Krieg gehört Lackner zufolge zu den beispiellosen LogistikeinsĂ€tzen in der Geschichte des THW.
Mehr als 4000 ehrenamtliche Helfer
«Allerdings muss Hilfe akzeptiert werden», sagte Lackner mit Blick auf das Erdbeben in Marokko. THW-Helfer standen bereit zum Abflug, das nordafrikanische Land hat die deutschen KrĂ€fte allerdings nicht angefordert. Die Hilfsorganisation kann nach eigenen Angaben auf mehr als 4000 ehrenamtliche Helfer fĂŒr AuslandseinsĂ€tze zurĂŒckgreifen.
«Wir sehen ganz klar die Auswirkungen geopolitischer Situationen, also Krisen, Konflikte, aber auch den Klimawandel», sagte die THW-PrĂ€sidentin. In der Ukraine selbst seien zum Beispiel keine eigenen KrĂ€fte, HilfsgĂŒter wĂŒrden bis zur Grenze gebracht. «Wir schicken unsere Helferinnen und Helfer nicht in Kriegssituationen.»
Vor dem Hintergrund der AuslandseinsĂ€tze muss Lackner zufolge bei der Beschaffung neuer Technik auch darauf geachtet werden, ob sie per Flugzeug transportiert werden kann. Da gehe es zudem um Fragen, ob alle Papiere fĂŒr den Transport vorliegen, um schnell in Katastrophengebiete zu fliegen. «Wir bewegen ja zum Beispiel mit der Trinkwasseraufbereitung auch Gefahrstoffe.»
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