Oktoberfest 2026, Besucherrekord

Oktoberfest 2026: 7,4 Millionen GĂ€ste machen Wiesn zum Besucherrekord

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 14:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Das Oktoberfest 2026 hat mit 7,4 Millionen GĂ€sten einen Besucherrekord erreicht. Die Stadt spricht trotz mehrerer schwerer UnglĂŒcksfĂ€lle von einer friedlichen Wiesn und verweist auf ein bewĂ€hrtes Sicherheitskonzept.

  • Millionen Besucher zog es auch in diesem Jahr wieder auf die Wiesn. - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Millionen Besucher zog es auch in diesem Jahr wieder auf die Wiesn. - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Perfektes Wiesn-Wetter dĂŒrfte zu den hohen Besucherzahlen beigetragen haben.  - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Perfektes Wiesn-Wetter dĂŒrfte zu den hohen Besucherzahlen beigetragen haben. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Die Wiesn gilt als das grĂ¶ĂŸte Volksfest der Welt. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Die Wiesn gilt als das grĂ¶ĂŸte Volksfest der Welt. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Schon nach einer Woche hatte es mit 3,8 Millionen Besuchern einen Halbzeit-Rekord gegeben. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Schon nach einer Woche hatte es mit 3,8 Millionen Besuchern einen Halbzeit-Rekord gegeben. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • An der Schiffsschaukel wurde ein Mitarbeiter schwer verletzt.  - Bild: Christian Kunz/dpa
    An der Schiffsschaukel wurde ein Mitarbeiter schwer verletzt. - Bild: Christian Kunz/dpa
Millionen Besucher zog es auch in diesem Jahr wieder auf die Wiesn. - Bild: Felix Hörhager/dpa Perfektes Wiesn-Wetter dĂŒrfte zu den hohen Besucherzahlen beigetragen haben.  - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Die Wiesn gilt als das grĂ¶ĂŸte Volksfest der Welt. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Schon nach einer Woche hatte es mit 3,8 Millionen Besuchern einen Halbzeit-Rekord gegeben. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa An der Schiffsschaukel wurde ein Mitarbeiter schwer verletzt.  - Bild: Christian Kunz/dpa

Das MĂŒnchner Oktoberfest 2026 hat mit 7,4 Millionen Besucherinnen und Besuchern einen historischen Höchststand erreicht.

Rekord nach 16 Festtagen

Nach Angaben der Stadt kamen damit so viele Menschen wie noch nie auf die Wiesn. Der bisherige Rekord von 7,2 Millionen GĂ€sten aus dem Jahr 2023 wurde ĂŒbertroffen. Besonders stark legten die Besucherzahlen unter der Woche zu.

MĂŒnchens Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Christian Scharpf sprach von der bislang meistbesuchten Wiesn. OberbĂŒrgermeister Dominik Krause bezeichnete sein erstes Oktoberfest im Amt als friedlich, entspannt und gut gelaunt.

Sicherheitskonzept und schwere UnglĂŒcke

Das nachgeschĂ€rfte Sicherheitskonzept habe sich nach Angaben der Stadt bewĂ€hrt. Trotz der Rekordzahl habe es keine kritischen ÜberfĂŒllungssituationen gegeben. Die Besucher sollten zudem stĂ€rker auf die Wochentage verteilt werden.

Überschattet wurde das Fest von mehreren UnglĂŒcksfĂ€llen. Am letzten Wiesntag erlitt ein 47 Jahre alter rumĂ€nischer Mitarbeiter an einer Schiffsschaukel schwere Verletzungen und musste reanimiert werden. Die Polizei ermittelt, warum er sich in einem gesperrten Bereich aufgehalten hatte.

Bereits am dritten Festtag war ein 52-jĂ€hriger Sicherheitsmitarbeiter eines Freefall-Towers unter einer Gondel eingeklemmt worden und gestorben. Eine ĂŒber 90 Jahre alte Frau starb sechs Tage nach einem Sturz auf der Oidn Wiesn im Krankenhaus. Zudem kamen bei einem BusunglĂŒck auf der Autobahn 96 bei Buchloe zwei Menschen ums Leben, die auf dem Weg zum Oktoberfest waren.

Mehr Straftaten und KokainfÀlle

Die Polizei registrierte 854 Straftaten und damit mehr als im Vorjahr, als 748 FÀlle erfasst wurden. Die Zahl der EinsÀtze stieg von 1.851 im Jahr 2025 weiter an. Als Grund nannte die Polizei neben der höheren Besucherzahl einen Anstieg bei BetÀubungsmitteldelikten, insbesondere bei Kokain.

Insgesamt wurden 80 Sexualdelikte angezeigt, darunter 52 FĂ€lle sexueller BelĂ€stigung. In fĂŒnf FĂ€llen wird wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt; 2025 waren es ebenfalls fĂŒnf FĂ€lle.

Bierkonsum und medizinische Bilanz

Auf der Wiesn wurden 6,7 Millionen Maß Bier ausgeschenkt, 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Wirte meldeten beim Essen ein Plus von zwei bis drei Prozent. 447.000 Menschen besuchten die Oide Wiesn.

Die Aicher Ambulanz versorgte bis Sonntagmittag 8.409 Patientinnen und Patienten. Rund 40 Prozent benötigten demnach ausschließlich wegen einer Alkoholvergiftung Hilfe. Der höchste gemessene Alkoholwert lag bei 3,8 Promille.

Viele Fundsachen

Das FundbĂŒro nahm unter anderem 1.050 KleidungsstĂŒcke, 700 Geldbeutel und 400 Handys entgegen. Zu den ungewöhnlicheren FundstĂŒcken gehörten eine Knirschschiene, ein Gebiss, die 1,80 Meter große Figur eines Imbissstands und ein Bildband ĂŒber Tibet.

Rekord trotz kĂŒrzerer Festdauer

Mit 7,4 Millionen GĂ€sten ĂŒbertrifft das Oktoberfest 2026 den bisherigen Höchstwert von 7,2 Millionen aus dem Jahr 2023. Der Vergleich fĂ€llt besonders deutlich aus, weil die Wiesn 2023 zwei Tage lĂ€nger dauerte. Zum Besucherplus trugen vor allem die Wochentage bei: In der ersten Woche lag die Zahl von Montag bis Donnerstag um 18,5 Prozent ĂŒber dem Vorjahr, in der zweiten Woche sogar um 28,9 Prozent.

Die Entwicklung zeigt, dass die AttraktivitĂ€t des Oktoberfests nicht allein von den klassischen Wochenendterminen abhĂ€ngt. Gutes Wetter, internationale Bekanntheit und die Verbreitung ĂŒber soziale Medien können den Besucherstrom auch an weniger stark nachgefragten Tagen erhöhen. Die Stadt setzt zugleich darauf, GĂ€ste stĂ€rker ĂŒber den gesamten Festzeitraum zu verteilen, um Belastungsspitzen zu vermeiden.

Mehr Besucher, höhere Anforderungen

Der Rekord bringt fĂŒr Veranstalter, SicherheitskrĂ€fte, Rettungsdienste und das MĂŒnchner Verkehrsnetz zusĂ€tzliche Anforderungen. Das nachgeschĂ€rfte Sicherheitskonzept verhinderte nach Angaben der Stadt kritische ÜberfĂŒllungssituationen; zugleich stiegen EinsĂ€tze, Straftaten und die Zahl der medizinisch versorgten Menschen. Besonders die schweren UnfĂ€lle von BeschĂ€ftigten und der Tod eines Sicherheitsmitarbeiters zeigen, dass eine friedliche Besucherbilanz die Risiken des Festbetriebs nicht vollstĂ€ndig abbildet.

FĂŒr GĂ€ste bedeutet die Bilanz: Mit wachsender Auslastung bleiben RĂŒcksichtnahme, die Beachtung von Absperrungen und ein maßvoller Alkoholkonsum zentrale Sicherheitsfaktoren. Die Zahlen zu Sexualdelikten und KokainfĂ€llen unterstreichen zudem, dass PrĂ€vention und Kontrollen neben der reinen Besuchersteuerung wichtig bleiben.

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