Oktoberfest: Fehlschuss beim Böllerschießen unterhalb der Bavaria
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 15:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Beim traditionellen Böllerschießen zum Abschluss des Oktoberfests in München hat sich am Fuße der Bavaria versehentlich ein Schuss nach vorn statt nach oben gelöst.
Fehlschuss bleibt ohne Folgen
Auf einem Video ist zu sehen, wie der Schuss bei den Böllerschützen in Richtung vor ihnen abgegeben wird. Nach Angaben von Kommandant Werner Waschbichler sei es zu einem Fehlschuss gekommen.
„Aufgrund der vorgegebenen Sicherheitsabstände ist nichts passiert“, sagte Waschbichler. Verletzt wurde nach den vorliegenden Angaben niemand.
Kreisverwaltungsreferat untersucht Vorfall
Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, war zunächst nicht klar. Das Kreisverwaltungsreferat soll den Ablauf nun untersuchen.
Traditioneller Abschluss der Wiesn
Beim Böllerschießen feuern zum Ende des Oktoberfests traditionell zahlreiche Schützen ihre Salutschüsse unterhalb der Bavaria ab. Die Veranstaltung markiert den offiziellen Abschluss der Wiesn, auch wenn der Festbetrieb am letzten Tag noch bis zum Abend weiterläuft.
Tradition mit strengen Sicherheitsvorgaben
Das Böllerschießen gehört zum Abschluss des Oktoberfests und findet an einem festgelegten Ort unterhalb der Bavaria statt. Nach der dpa-Meldung verhindern die vorgegebenen Sicherheitsabstände, dass der Fehlschuss Folgen für Menschen hat. Gerade der kontrollierte Veranstaltungsrahmen ist entscheidend, weil sich auf der Theresienwiese zum Wiesn-Ende zahlreiche Besucher aufhalten.
Beim traditionellen Salut kommen nach den vorliegenden Angaben rund 60 Schützen aus Bayern zusammen. Geschossen wird dabei nicht mit Kugeln, sondern mit gekörntem Schwarzpulver; der Zweck liegt im akustischen Ehrensalut, nicht in einer Treffgenauigkeit. Die Tradition reicht nach historischen Darstellungen deutlich weiter zurück als das 1810 erstmals veranstaltete Oktoberfest.
Untersuchung soll Ursache klären
Der Vorfall zeigt zugleich, dass auch ein ritualisierter Ablauf mit festen Abständen nicht ohne Restrisiko ist. Für die öffentliche Sicherheit ist deshalb weniger der einzelne Knall als die nun angekündigte Untersuchung des Kreisverwaltungsreferats maßgeblich. Sie kann klären, ob eine technische Ursache, ein Bedienfehler oder eine Abweichung im Ablauf zu dem nach vorn gerichteten Schuss führte.
Für Besucher bedeutet der Vorfall vor allem, dass Sicherheitsbereiche und Anweisungen bei vergleichbaren Veranstaltungen eingehalten werden müssen. Der reguläre Festbetrieb endet am Wiesn-Sonntag erst später; das Böllerschießen markiert den traditionellen offiziellen Abschluss, während Zelte und Fahrgeschäfte zunächst weiter geöffnet bleiben.
