Oktoberfest, Schiffsschaukel

Oktoberfest: Mitarbeiter nach Unfall an Schiffsschaukel reanimiert

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 15:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Am letzten Tag des Oktoberfests ist ein Mitarbeiter einer historischen Schiffsschaukel schwer verletzt worden. RettungskrÀfte reanimierten den 47-JÀhrigen; die Kriminalpolizei ermittelt zur Unfallursache.

  • Die Polizei sperrte das FahrgeschĂ€ft ab. - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Die Polizei sperrte das FahrgeschÀft ab. - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • RettungskrĂ€fte reanimierten den Verletzten.  - Bild: Felix Hörhager/dpa
    RettungskrÀfte reanimierten den Verletzten. - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Der Betrieb wurde nach dem Unfall eingestellt.  - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Der Betrieb wurde nach dem Unfall eingestellt. - Bild: Felix Hörhager/dpa
Die Polizei sperrte das FahrgeschÀft ab. - Bild: Felix Hörhager/dpa RettungskrÀfte reanimierten den Verletzten.  - Bild: Felix Hörhager/dpa Der Betrieb wurde nach dem Unfall eingestellt.  - Bild: Felix Hörhager/dpa

Am letzten Tag des Oktoberfests ist ein 47 Jahre alter Mitarbeiter einer historischen Schiffsschaukel auf der Oidn Wiesn schwer verletzt worden und musste vor Ort reanimiert werden.

FahrgeschĂ€ft außer Betrieb

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 10.15 Uhr. Der Mitarbeiter wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht; am Nachmittag lagen zunĂ€chst keine neuen Informationen zu seinem Gesundheitszustand vor.

Nach Angaben der Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr fĂŒr FahrgĂ€ste. Der Betrieb der Schiffsschaukel wurde eingestellt, der Bereich abgesperrt.

Verletzung an der HalswirbelsÀule

Der 47-JÀhrige wurde bei dem Unfall im Bereich der HalswirbelsÀule von der Schiffsschaukel getroffen, sagte Julian Tanzer von der Aicher-Ambulanz. Mehrere RettungskrÀfte hÀtten ihn etwa zwei Minuten nach dem Unfall versorgt.

Ein Kriseninterventionsteam betreute Zeugen. Die Kriminalpolizei befragte nach Angaben der Polizei Zeugen und wollte mögliche Videoaufnahmen auswerten; die Ermittlungen sollten voraussichtlich mehrere Tage dauern.

Weitere UnfÀlle auf dem Fest

Die historische Schiffsschaukel wird laut Oktoberfest-Homepage nicht durch Motoren, sondern durch Muskelkraft und die Schwerpunktverlagerung der FahrgĂ€ste angetrieben. In den schiffsförmigen Gestellen können bis zu zwei Personen Platz finden; einige Anlagen können sich ĂŒberschlagen.

Bereits am dritten Wiesn-Tag war ein 52 Jahre alter Sicherheitsmitarbeiter eines Freefall-Towers unter einer Gondel eingeklemmt worden und gestorben. Zudem starb eine 90-JĂ€hrige im Krankenhaus, nachdem sie auf der Oidn Wiesn beim Streicheln eines Kutschpferdes gestĂŒrzt war.

Ein Volksfest mit hoher Sicherheitsrelevanz

Das Oktoberfest zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Volksfesten der Welt und zieht innerhalb weniger Wochen Millionen Menschen auf die Theresienwiese. Die hohe Besucherzahl erhöht nicht automatisch das individuelle Risiko, stellt Rettungsdienste, Polizei und Betreiber von FahrgeschĂ€ften aber vor besondere organisatorische Anforderungen.

Der aktuelle Unfall ereignete sich auf der Oidn Wiesn, dem historischen Bereich des Festes. Bei der dort eingesetzten Schiffsschaukel handelt es sich um ein FahrgeschĂ€ft, das ohne Motoren durch Muskelkraft und Schwerpunktverlagerungen bewegt wird. Gerade bei traditionellen Anlagen mĂŒssen SicherheitsablĂ€ufe, Arbeitsbereiche und die Bewegungen der Konstruktion eng aufeinander abgestimmt sein.

Ermittlungen sollen Ursache klÀren

Die Kriminalpolizei will Zeugen befragen und mögliche Videoaufnahmen auswerten. Entscheidend dĂŒrfte sein, ob der Mitarbeiter zum Unfallzeitpunkt im unmittelbaren Bewegungsbereich der Schaukel tĂ€tig war, welche Sicherungen galten und ob technische oder organisatorische Faktoren eine Rolle spielten. Belastbare Aussagen dazu sind erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich.

FĂŒr Besucher wurde nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr gesehen; der Betrieb der betroffenen Schiffsschaukel wurde dennoch eingestellt. Nach dem tödlichen Unfall an einem Freefall-Tower am dritten Wiesn-Tag und dem spĂ€teren Tod einer Seniorin nach einem Sturz steht damit erneut die Sicherheit auf dem FestgelĂ€nde im Mittelpunkt. Die FĂ€lle sind nach den vorliegenden Angaben unterschiedliche Ereignisse und mĂŒssen jeweils separat bewertet werden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Merkur: „'Schwerer Betriebsunfall' an FahrgeschĂ€ft auf Oktoberfest: Mitarbeiter schwerst verletzt“ (04.10.2026)

Der Bericht bestĂ€tige den Unfall gegen 10.15 Uhr auf der Oidn Wiesn und schreibe, der 47-jĂ€hrige Mitarbeiter sei reanimiert und in eine MĂŒnchner Klinik gebracht worden. Anders als die knappe Erstinformation stelle der Artikel zusĂ€tzlich die Perspektive einer Schaustellerin und die Betreuung von Zeugen heraus; die genaue Unfallursache bleibe Gegenstand der Ermittlungen.

Merkur: „So viele Besucher wie noch nie auf dem Oktoberfest: 7,4 Millionen GĂ€ste bei Rekord-Wiesn“ (04.10.2026)

Der Bericht ordne den Unfall in eine Bilanz des Oktoberfests ein und schreibe, das Fest habe mit rund 7,4 Millionen Besuchern einen Rekord erreicht. Er bestĂ€tige die schwere Verletzung des Mitarbeiters, setze den Schwerpunkt jedoch auf die GrĂ¶ĂŸenordnung des Festes und stelle den Vorfall neben weitere UnfĂ€lle und TodesfĂ€lle.

Beide Berichte bestĂ€tigten den Unfall und die anschließende Reanimation; der erste konzentriere sich auf den Ablauf und die Ermittlungen, der zweite auf die Einordnung in die Gesamtbilanz der Wiesn. Die Ursache und der weitere Gesundheitszustand des Mitarbeiters blieben offen.

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