Oktoberfest: Mitarbeiter nach Unfall auf Schiffsschaukel reanimiert
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 11:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin 47 Jahre alter Mitarbeiter einer Schiffsschaukel ist am letzten Tag des Oktoberfests auf der Oiden Wiesn schwer verletzt und vor Ort reanimiert worden.
Schwerer Unfall am Vormittag
Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 10.15 Uhr. Der Mitarbeiter erlitt demnach schwerste Verletzungen und wurde anschlieĂend in ein Krankenhaus gebracht.
Eine Gefahr fĂŒr die FahrgĂ€ste des FahrgeschĂ€fts bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt.
Zeugen betreut
Ein Kriseninterventionsteam kĂŒmmerte sich um Zeugen des Unfalls. Die Kriminalpolizei ermittelt, wie es zu dem UnglĂŒck kommen konnte.
Zweiter schwerer FahrgeschÀftsunfall
Bereits am 21. September war es auf dem Oktoberfest zu einem tödlichen Unfall an einem Freefall-Tower gekommen. Der aktuelle Unfall ereignete sich am letzten Tag des Festes auf der Oiden Wiesn.
GroĂveranstaltung mit hoher Belastung
Das Oktoberfest gehört zu den gröĂten Volksfesten der Welt. Bis einschlieĂlich Mittwoch waren nach einer Auswertung anonymisierter Mobilfunkdaten bereits 5,2 Millionen Menschen auf der Theresienwiese; fĂŒr das gesamte Fest wurde mit bis zu sieben Millionen GĂ€sten gerechnet. Das GelĂ€nde vereint dabei knapp 40 Festzelte und mehr als 130 Schausteller.
Der Unfall ereignete sich auf der Oiden Wiesn, dem historisch ausgerichteten Bereich des Oktoberfests. Dort stehen neben traditionellen Zelten auch Ă€ltere beziehungsweise traditionell gestaltete FahrgeschĂ€fte. FĂŒr BeschĂ€ftigte bedeutet der Betrieb einen engen Ablauf aus Aufbau, Wartung, Einweisung und laufender Kontrolle.
Sicherheitskonzept und Ermittlungen
Die Stadt hatte wĂ€hrend des Endspurts zeitweise EingĂ€nge geschlossen, um eine ĂberfĂŒllung des GelĂ€ndes zu verhindern. Das Sicherheitskonzept soll vor allem gefĂ€hrliches GedrĂ€nge reduzieren; es ersetzt jedoch nicht die technische Ăberwachung einzelner FahrgeschĂ€fte und die PrĂŒfung von ArbeitsablĂ€ufen.
Nach dem Unfall sind deshalb zwei Ebenen wichtig: Die Kriminalpolizei muss die konkrete Ursache klĂ€ren, wĂ€hrend Betreiber und zustĂ€ndige Behörden prĂŒfen, ob technische, organisatorische oder menschliche Faktoren eine Rolle spielten. FĂŒr Besucherinnen und Besucher bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Der Vorfall betrifft damit vor allem die Sicherheit des Personals und die Kontrolle der Arbeitsbedingungen an FahrgeschĂ€ften.
