Pelourinho Salvador, Reise

Pelourinho Salvador: Koloniales Herz und Klang von Bahia

24.05.2026 - 00:13:14 | ad-hoc-news.de

Im Pelourinho Salvador, dem historischen Zentrum von Salvador in Brasilien, treffen bunte Kolonialhäuser, Afro-Brasilien und UNESCO-Welterbe aufeinander – warum dieser Hügelbezirk Reisende aus Deutschland bis heute fasziniert.

Pelourinho Salvador, Reise, Kultur
Pelourinho Salvador, Reise, Kultur

Zwischen pastellfarbenen Fassaden, Kopfsteinpflaster und Trommelrhythmen entfaltet sich im Pelourinho Salvador das alte Zentrum von Salvador – ein Stadtviertel, in dem sich Geschichte, afro-brasilianische Kultur und Kolonialarchitektur dicht überlagern. Wer durch den „Pelourinho“ (portugiesisch für „Pranger“) schlendert, bewegt sich zugleich durch die frühe Kolonialgeschichte Brasiliens und ein heute lebendiges, kreatives Quartier.

Pelourinho Salvador: Das ikonische Wahrzeichen von Salvador

Pelourinho Salvador ist das historische Altstadtviertel auf einem Hügel im Zentrum von Salvador, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Bahia. Der Name Pelourinho geht auf den Pranger zurück, der hier in der Kolonialzeit stand – ein Symbol für die Brutalität der Sklaverei, die die Stadt geprägt hat. Heute ist das Viertel als Teil des „Historischen Zentrums von Salvador de Bahia“ UNESCO-Welterbe und gilt als eine der farbenprächtigsten Altstädte Amerikas.

Die UNESCO beschreibt das historische Zentrum von Salvador als außergewöhnliches Beispiel einer Kolonialstadt, in der sich europäische Stadtplanung mit afrikanischer und indigener Kultur vermischt. Deutsche Reisemagazine wie GEO und Merian heben die dichte Konzentration barocker Kirchen, Herrenhäuser und Plätze hervor, die sich in Pelourinho bis heute erhalten haben. Gleichzeitig ist das Viertel ein Zentrum afro-brasilianischer Identität mit Capoeira-Gruppen, Candomblé-Tempeln und Live-Musik.

Für Reisende aus Deutschland ist Pelourinho Salvador damit weit mehr als eine hübsche Kulisse. Das Viertel erzählt von der Geschichte der portugiesischen Kolonialherrschaft, vom transatlantischen Sklavenhandel und von der kulturellen Kraft der afrikanischen Diaspora – Themen, die in der deutschen Debatte über Kolonialgeschichte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Geschichte und Bedeutung von Pelourinho

Salvador wurde im 16. Jahrhundert von den Portugiesen gegründet und war ab 1549 für rund zwei Jahrhunderte die Hauptstadt Brasiliens. Das heutige Pelourinho-Viertel entwickelte sich als Oberstadt (Cidade Alta) zum administrativen und religiösen Zentrum der Kolonie. Hier konzentrierten sich der Gouverneurspalast, das Rathaus und repräsentative Kirchenorden – ähnlich wie sich in deutschen Residenzstädten Macht und Kirche um zentrale Plätze gruppierten.

Laut UNESCO und dem brasilianischen Kulturinstitut IPHAN (Instituto do PatrimĂ´nio HistĂłrico e ArtĂ­stico Nacional) stammen viele der erhaltenen Bauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, als der Reichtum Bahias durch Zuckerrohrplantagen und den Handel mit versklavten Menschen wuchs. Die barocken Kirchen wie die Kirche SĂŁo Francisco und die Kathedrale BasĂ­lica de Salvador wurden mit Gold, Holzschnitzereien und portugiesischen Azulejos (Kacheln) reich ausgestattet.

Der Begriff Pelourinho verweist auf den Pranger, an dem Verurteilte – darunter auch versklavte Afrikaner – öffentlich bestraft wurden. Historiker und afro-brasilianische Initiativen sehen im Viertel daher einen Ort, an dem sich die Gewalt des Kolonialsystems konzentrierte. Gleichzeitig war Salvador einer der wichtigsten Häfen des atlantischen Sklavenhandels; nach Schätzungen wurden über den Hafen Hunderttausende Menschen aus Afrika nach Brasilien verschleppt. Exakte Zahlen variieren je nach Quelle, doch Forschungseinrichtungen und Museen in Brasilien und Europa sind sich einig, dass Salvador ein zentrales Drehkreuz dieses Handels war.

Mit der Verlagerung der Hauptstadt nach Rio de Janeiro im 18. Jahrhundert und später nach Brasília verlor Salvador politisch an Bedeutung. Das historische Zentrum, einschließlich Pelourinho, verfiel im 19. und frühen 20. Jahrhundert zunehmend. Viele der einstigen Paläste wurden heruntergekommene Mietshäuser, die Infrastruktur litt, und die wohlhabenden Schichten zogen in andere Stadtteile.

Erst im späten 20. Jahrhundert rückte Pelourinho wieder in den Fokus. In den 1990er-Jahren liefen umfangreiche Restaurierungsprogramme an, über die unter anderem die Deutsche Welle und die Neue Zürcher Zeitung berichteten. Die brasilianische Denkmalbehörde IPHAN koordiniert bis heute Restaurierungen in Kooperation mit der Stadt Salvador und internationalen Partnern. 1985 wurde das historische Zentrum von Salvador de Bahia in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – mit Pelourinho als einem der sichtbarsten und meistbesuchten Bereiche.

Für die Bevölkerung Bahias, insbesondere für Menschen afrikanischer Abstammung, hat Pelourinho eine besondere symbolische Bedeutung. Hier formierten sich im 20. Jahrhundert kulturelle Bewegungen wie afro-brasilianische Blocos (Karnevalsgruppen) und Capoeira-Schulen, die die Geschichte der Unterdrückung aufgreifen und in kulturelle Selbstbehauptung übersetzen. So wurde Pelourinho vom Ort des Prangers zum Ort der Erinnerung und des Widerstands.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Pelourinho Salvador ein dichtes Ensemble kolonialer Bauten, in dem sich portugiesischer Barock, später Neoklassizismus und lokale Einflüsse mischen. Wer die steilen Gassen hinauf- und hinunterspaziert, sieht zweigeschossige und dreigeschossige Stadthäuser mit farbig gestrichenen Fassaden, schmiedeeisernen Balkonen und Holzfenstern – viele inzwischen restauriert und in ihrer historischen Farbigkeit wiederhergestellt.

Die UNESCO betont die städtebauliche Anlage: ein orthogonales Straßennetz, das sich dem Relief des Hügels anpasst, und eine klare Hierarchie zwischen repräsentativen Plätzen, Kirchen und Wohnhäusern. Zentral ist der Largo do Pelourinho, der Platz, der dem Viertel seinen Namen gab. Dort stehen einige der bekanntesten Gebäude, darunter die barocke Kirche Nossa Senhora do Rosário dos Pretos, die traditionell mit der schwarzen Bevölkerung Salvadors verbunden ist.

Besonders eindrucksvoll ist die Kirche und das Kloster São Francisco, die häufig als eines der wichtigsten Beispiele des brasilianischen Barock beschrieben werden. Deutsche Reiseführer wie der ADAC Reiseführer Brasilien und internationale Fachpublikationen verweisen auf das mit Blattgold verzierte Innere, Wandmalereien und blau-weiße Azulejos, die Szenen aus der Bibel und aus dem Franziskanerleben darstellen. Die Fülle an Dekor wirkt auf viele Besucherinnen und Besucher überwältigend und verdeutlicht den Reichtum der damaligen Kolonialelite.

Auch die Kathedrale Basílica de Salvador, einst Jesuitenkirche, repräsentiert die religiöse und politische Macht des kolonialen Katholizismus. Kunsthistoriker betonen, dass sich in diesen Kirchen der Anspruch Portugals manifestiert, in der Neuen Welt ein Abbild des europäischen Barock zu schaffen – vergleichbar mit der Rolle barocker Kirchen in Augsburg oder Wien, wenn auch mit anderer kolonialer Konnotation.

Neben der Architektur spielt die Alltagskultur eine zentrale Rolle. In den engen Gassen Pelourinhos begegnet man Baianas – Frauen in traditionellen weißen Gewändern – die typische Gerichte der Küche Bahias verkaufen, etwa Acarajé, eine Art frittierte Bohnenbällchen afrikanischen Ursprungs. Musikgruppen üben auf der Straße afro-brasilianische Rhythmen; insbesondere die Trommelgruppen, die für den Karneval in Salvador bekannt sind, nutzen das Viertel als Bühne.

Capoeira, eine Mischung aus Kampfkunst, Tanz und Musik, ist im Pelourinho in zahlreichen Schulen (Academias) präsent. Nach Recherchen von Kulturmagazinen und Tourismusorganisationen gilt Salvador als eines der Zentren dieser Ausdrucksform, die von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde. In Pelourinho sind oft Roda de Capoeira – kreisförmige Aufführungen – auf Plätzen und in Innenhöfen zu sehen.

Die Verbindung von katholischer Religion und afro-brasilianischen Glaubensformen wie Candomblé ist ebenfalls sichtbar. In einigen Häusern befinden sich Terreiros – Kultstätten, an denen Rituale zu Ehren der Orixás, der Gottheiten afrikanischen Ursprungs, stattfinden. Für Außenstehende sind diese Orte meist nur im Rahmen geführter kultureller Angebote zugänglich; seriöse Reiseveranstalter und Stadtführungen weisen darauf hin, dass religiöse Stätten respektvoll behandelt werden sollten und touristische Neugier ihre Grenzen hat.

Auch die Street-Art-Szene hat Pelourinho erreicht. Zwischen restaurierten Fassaden finden sich Murals, die afro-brasilianische Identität, historische Persönlichkeiten oder aktuelle gesellschaftliche Themen darstellen. Kulturelle Institutionen in Salvador betonen, dass diese Kunstformen dazu beitragen, das Viertel als lebendigen, dynamischen Ort zu erhalten, statt es zu einem rein musealen Umfeld werden zu lassen.

Pelourinho Salvador besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Pelourinho Salvador meist Teil einer größeren Brasilienreise, oft in Kombination mit dem Bundesstaat Bahia, seinen Stränden und der Stadt Salvador selbst. Die folgenden Hinweise orientieren sich an Informationen von offiziellen Tourismusorganisationen, seriösen Reiseverlagen und dem Auswärtigen Amt; sie können sich jedoch ändern und sollten vor Abreise nochmals überprüft werden.

  • Lage und Anreise
    Pelourinho befindet sich im historischen Zentrum von Salvador im Stadtteil Centro Histórico, auf der Oberstadt über dem Hafen. Von vielen Hotels in den zentralen Stadtteilen ist das Viertel per Taxi, App-basiertem Fahrdienst oder Bus erreichbar. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel zunächst per Langstreckenflug nach Salvador International Airport (Aeroporto Internacional de Salvador). Direktverbindungen können je nach Saison und Flugplan wechseln; häufig wird über große Drehkreuze wie São Paulo oder Rio de Janeiro umgestiegen. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Salvador inklusive Umstieg liegt meist bei deutlich über 12 Stunden, je nach Verbindung. Vom Flughafen aus dauert die Fahrt in die Altstadt je nach Verkehrslage etwa 30 bis 60 Minuten.
  • Fortbewegung vor Ort
    Innerhalb von Pelourinho sind die meisten Wege zu Fuß zu bewältigen. Das Kopfsteinpflaster ist allerdings uneben, und einige Straßen sind steil. Bequeme, rutschfeste Schuhe sind daher wichtig. Die Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt wird unter anderem durch den Elevador Lacerda, einen öffentlichen Aufzug, hergestellt, der unweit von Pelourinho liegt. Viele Reiseführer empfehlen, nach Einbruch der Dunkelheit ein Taxi oder App-basierte Dienste zu nutzen, statt längere Strecken zu Fuß zu gehen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Pelourinho selbst ist ein Stadtviertel und rund um die Uhr zugänglich. Museen, Kirchen und kulturelle Einrichtungen im Viertel haben jedoch individuelle Öffnungszeiten. Diese können zwischen Wochentagen und Wochenenden variieren und sind an brasilianischen Feiertagen oft eingeschränkt. Reisende sollten die jeweils aktuellen Angaben auf den offiziellen Websites der Einrichtungen oder bei der Tourismusbehörde von Salvador prüfen. Ein Hinweis: Viele Kirchen schließen mittags für einige Stunden.
  • Eintritt
    Der Zugang zu den Straßen und Plätzen von Pelourinho ist frei. Für bestimmte Sehenswürdigkeiten innerhalb des Viertels, etwa die Kirche São Francisco oder einige Museen, wird ein Eintritt erhoben, der in der Regel in lokaler Währung (Real) gezahlt wird. Da Preise regelmäßig angepasst werden, empfehlen offizielle Stellen und Reiseführer, aktuelle Informationen direkt vor Ort oder online einzuholen. In touristischen Bereichen werden häufig auch Karten akzeptiert, aber kleinere Bargeldbeträge sind für Kleinigkeiten sinnvoll.
  • Beste Reisezeit
    Salvador liegt in den Tropen. Die Temperaturen sind ganzjährig warm und bewegen sich häufig um 25 bis 30 °C. Es gibt eine ausgeprägte Regenzeit, deren genaue Ausprägung von Jahr zu Jahr variieren kann. Viele Reiseführer nennen die Monate mit tendenziell weniger Niederschlag als besonders angenehm, wobei Salvador generell auch während der Regenzeit gut besucht wird. Wer Hitze und große Menschenmengen meiden möchte, sollte Wochenenden mit Großveranstaltungen oder den Karneval, der in Salvador besonders intensiv gefeiert wird, berücksichtigen. Für Besuche im Pelourinho empfehlen viele Reiseführer den Vormittag oder den späten Nachmittag, wenn das Licht zum Fotografieren besonders schön ist und die Temperaturen etwas milder sind.
  • Sicherheit
    Wie in vielen Großstädten Lateinamerikas gibt es in Salvador ein Sicherheitsrisiko, insbesondere in Bezug auf Taschendiebstahl und gelegentliche Überfälle. Das Auswärtige Amt rät in seinen allgemeinen Hinweisen zu Brasilien zu einem erhöhten Maß an Aufmerksamkeit, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit und in weniger belebten Gassen. Reisende sollten Wertgegenstände unauffällig tragen, auf auffälligen Schmuck verzichten und lieber kleine Bargeldbeträge mitführen. Die persönliche Sicherheitssituation kann sich ändern; aktuelle Hinweise sollten vor der Reise auf auswaertiges-amt.de nachgelesen werden.
  • Sprache
    Amtssprache in Brasilien ist Portugiesisch. In Pelourinho sprechen Menschen, die im Tourismus arbeiten – etwa in Hotels, Restaurants, Reiseagenturen – häufig auch ein gewisses Maß an Englisch. Deutsch ist kaum verbreitet. Einfache Sätze und Höflichkeitsformeln auf Portugiesisch werden geschätzt und können in Alltagssituationen hilfreich sein. Reiseführer und Sprachführer geben praxisnahe Redewendungen, etwa für das Bestellen im Restaurant oder das Fragen nach dem Weg.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der brasilianische Real. In touristisch geprägten Bereichen von Salvador, einschließlich Pelourinho, werden internationale Kreditkarten und oft auch gängige Debitkarten in Hotels, Restaurants und größeren Geschäften akzeptiert. Kleine Läden, Marktstände oder Straßenverkäufer bevorzugen jedoch Bargeld. Mobile Payment mit internationalen Diensten ist nicht überall verbreitet. Trinkgeld ist in Brasilien kulturell verankert, allerdings anders als in Deutschland: In vielen Restaurants wird eine Servicepauschale, meist um die 10 %, automatisch auf die Rechnung gesetzt. Wird kein Service berechnet, ist ein Trinkgeld in ähnlicher Größenordnung üblich. Bei einfachen Straßenständen wird ein Trinkgeld nicht erwartet, kann aber durch Aufrunden gegeben werden.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Brasilien ist eine Auslandskrankenversicherung dringend zu empfehlen, da die gesetzliche deutsche Krankenversicherung dort nicht automatisch gilt. Gesundheitsbehörden und das Auswärtige Amt informieren über empfohlene Impfungen und Vorsorgemaßnahmen, etwa zum Schutz vor Mückenstichen. Reisende sollten ihre persönlichen Medikamente im Handgepäck mitführen und auf ausreichenden Sonnenschutz achten.
  • Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsbürger können sich die Einreisebestimmungen für Brasilien ändern. In der Vergangenheit war die Einreise für touristische Kurzaufenthalte oft visumfrei möglich, doch Regelungen werden gelegentlich angepasst. Reisende sollten die aktuellen Bestimmungen, etwa zu Passgültigkeit, Visa, Rück- oder Weiterreisetickets, rechtzeitig vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) und gegebenenfalls bei der brasilianischen Botschaft oder dem Konsulat prüfen.
  • Zeitzone
    Salvador liegt in einer Zeitzone, die in vielen Jahren der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um einige Stunden nachgeht. Brasilien hatte zeitweise eine Sommerzeit, diese wird aber nicht mehr überall angewendet. Daher können sich Zeitdifferenzen saisonal verändern. Fluggesellschaften und seriöse Reiseportale geben die jeweils korrekte Ortszeit an.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Für Besichtigungen in Pelourinho genügt in der Regel leichte, bequeme Kleidung. Beim Besuch von Kirchen und religiösen Orten wird jedoch um angemessene Kleidung gebeten, etwa bedeckte Schultern und Knie. Fotografieren ist in den Straßen Pelourinhos meist erlaubt; in Kirchen und Museen gelten aber teilweise Einschränkungen. Hinweise vor Ort sollten beachtet werden; in manchen Fällen ist das Fotografieren nur ohne Blitz oder gar nicht erlaubt.

Warum Pelourinho auf jede Salvador-Reise gehört

Pelourinho Salvador ist für viele Reisende der emotionale Kern einer Salvador-Reise. Das Viertel bündelt die unterschiedlichen Schichten der Stadt: koloniale Macht, Religion, afro-brasilianische Kultur und modernes Stadtleben. Anders als bei vielen europäischen Altstädten liegt der Fokus nicht nur auf Architektur, sondern auf gelebter Kultur – in Musik, Tanz, Küche und Religion.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland kann Pelourinho ein Einstieg sein, sich mit der Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels auseinanderzusetzen. Museen und kulturelle Einrichtungen in Salvador, darunter Einrichtungen, die sich explizit mit der afrikanischen Präsenz in Brasilien beschäftigen, bieten dazu Ausstellungen und Programme an. In Kombination mit einem Besuch von Pelourinho entsteht ein vielschichtiges Bild, das historische Fakten mit sinnlichen Eindrücken verbindet.

Gleichzeitig bietet das Viertel eine starke Atmosphäre: Die Farben der Fassaden, der Klang von Trommeln und Gitarren, der Duft von Straßenküche und die Präsenz von Kunsthandwerk schaffen einen dichten Eindruck, den viele Reisende als „typisch Bahia“ beschreiben. Nationale und internationale Medien nutzen Pelourinho häufig als Kulisse, wenn sie über die Kultur Bahias berichten – von Musikvideos bis zu Dokumentationen über afro-brasilianische Religionen.

Praktisch lässt sich ein Besuch gut mit anderen Sehenswürdigkeiten verbinden. In Laufweite oder kurzer Fahrdistanz liegen etwa der Aufzug Elevador Lacerda mit Blick auf die Bucht Todos os Santos, der Markt Mercado Modelo in der Unterstadt und verschiedene Museen. Wer länger bleibt, kann Tagesausflüge in umliegende Stadtteile oder zu den Stränden planen und so die Kontraste zwischen kolonialer Altstadt, moderner Metropole und Küstenlandschaft erleben.

Auch im Kontext anderer UNESCO-Welterbestätten Lateinamerikas sticht Salvador hervor. Während Orte wie Cartagena in Kolumbien oder Havanna in Kuba ebenfalls koloniale Altstädte präsentieren, ist Salvador besonders stark mit afro-lateinamerikanischen Traditionen verbunden. Dies wird von Kulturwissenschaftlern hervorgehoben, die die Stadt als eines der wichtigsten Zentren der afrikanischen Diaspora in der Neuen Welt beschreiben. Pelourinho fungiert dabei als sichtbares Symbol dieser Identität.

Für deutsche Reisende, die sich für Geschichte, Musik und Kultur interessieren, kann Pelourinho Salvador daher zu einem Reisehöhepunkt werden, der weit über das bloße „Abhaken“ einer Sehenswürdigkeit hinausgeht. Viele Reiseberichte und journalistische Reportagen beschreiben den Besuch als nachhaltig prägend – nicht nur wegen der Schönheit des Ortes, sondern wegen der Fragen, die er zur Geschichte und Gegenwart Brasiliens aufwirft.

Pelourinho Salvador in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken ist Pelourinho Salvador zu einem der am häufigsten geteilten Motive aus Salvador geworden. Reisende posten Bilder von bunten Häuserreihen, Capoeira-Darbietungen, Straßenmusikerinnen und -musikern sowie nächtlichen Lichtstimmungen über den Plätzen. Dadurch verstärkt sich das Bild von Pelourinho als lebendigem, farbenfrohem Viertel, das sowohl touristisch attraktiv als auch kulturell bedeutsam ist.

Häufige Fragen zu Pelourinho Salvador

Wo liegt Pelourinho Salvador genau?

Pelourinho Salvador liegt im historischen Zentrum von Salvador, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Bahia. Das Viertel befindet sich auf der Oberstadt (Cidade Alta) oberhalb des Hafens, in Gehweite zum Aufzug Elevador Lacerda und zur Bucht Todos os Santos.

Warum ist Pelourinho UNESCO-Welterbe?

Pelourinho ist Teil des historischen Zentrums von Salvador de Bahia, das von der UNESCO als Welterbe anerkannt wurde, weil es ein herausragendes Beispiel einer Kolonialstadt ist, in der sich europäische Stadtplanung und Barockarchitektur mit afrikanischen und indigenen Einflüssen verbinden. Die Vielzahl gut erhaltener Kirchen, Stadthäuser und Plätze aus dem 17. und 18. Jahrhundert spiegelt den Reichtum und die gesellschaftliche Struktur der Kolonialzeit wider.

Ist Pelourinho sicher fĂĽr Reisende aus Deutschland?

Pelourinho wird tagsüber von vielen Touristinnen und Touristen besucht und ist in der Regel belebt. Dennoch raten das Auswärtige Amt und seriöse Reiseführer dazu, auf Wertsachen zu achten, keine auffälligen Schmuckstücke zu tragen und nach Einbruch der Dunkelheit eher Taxis oder App-basierte Fahrdienste zu nutzen. Die Sicherheitslage kann sich ändern; aktuelle Hinweise sollten vor der Reise auf auswaertiges-amt.de geprüft werden.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr Pelourinho einplanen?

Für einen ersten Eindruck mit Spaziergang durch die Gassen, Besuch wenigstens einer Kirche, eines Museums und einer Pause in einem Café sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Wer sich intensiver mit Geschichte und Kultur beschäftigen, mehrere Museen besuchen oder eine geführte Tour machen möchte, kann problemlos einen ganzen Tag oder mehr im und rund um das Viertel verbringen.

Wann ist die beste Zeit, Pelourinho zu besuchen?

Pelourinho kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden, da Salvador ein tropisches Klima mit warmen Temperaturen bietet. Angenehm sind Vormittage und späte Nachmittage, wenn die Sonne weniger intensiv ist und das Licht schöne Fotomotive ermöglicht. Wer große Menschenmengen und höhere Preise meiden möchte, sollte Feiertage und die Karnevalszeit berücksichtigen, in der Salvador besonders voll und lebhaft ist.

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