Bahn-VerspÀtungen durch Menschen an und auf Gleisen
10.06.2023 - 07:53:15 | dpa.de
Menschen auf oder nah an Zuggleisen haben in den vergangenen Jahren in Deutschland fĂŒr immer mehr Gleissperrungen gesorgt. Das zeigt eine Auflistung, die der bahnpolitische Sprecher der GrĂŒnen im Bundestag, Matthias Gastel, beim Verkehrsministerium erfragt hat und ĂŒber die «Welt am Sonntag» berichtet.
WĂ€hrend es 2014 rund 3300 Sperrungen waren, die insgesamt gut 4040 Stunden dauerten, waren es 2022 mehr als 4000 Sperrungen wegen Personen im Gleis (+22 Prozent), mit einer Gesamtdauer von mehr als 5060 Stunden im Jahr (+25 Prozent).
Wie lange die einzelnen Störungen im Durchschnitt dauerten, verĂ€nderte sich kaum. Die Statistik erfasst unter anderem Suizide und auf die Schienen gestĂŒrzte Menschen, aber auch nah am Gleisbett spielende Kinder oder vorbeigehende Menschen.
«Wesentliche GrĂŒnde sind aus unserer Sicht das sinkende Gefahrenbewusstsein, eine geringere Hemmschwelle, Verbotenes zu tun, sowie gerade bei jĂŒngeren Menschen die gröĂere Bereitschaft, sich an gefĂ€hrlichen Trends wie Selfies im Gleisbereich zu beteiligen», sagte eine DB-Sprecherin der der «Welt am Sonntag» und sprach von «zum Teil erheblichen VerspĂ€tungen fĂŒr zahlreiche ZĂŒge». Sobald der Verdacht bestehe, dass sich eine Person an oder auf den Schienen befindet, werde die betroffene Strecke vorsorglich gesperrt.
Die GrĂŒnen-Fraktion strebe einen «pragmatischen Ansatz» an und werde sich fĂŒr die Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen einsetzen, sagte Gastel. «Stundenlange Sperrungen wegen eines Pilzesammlers, der zufĂ€llig am Streckenrand unterwegs ist, mĂŒssen der Vergangenheit angehören.»
Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhĂ€lt man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung ĂŒber das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
