EU-RatsprÀsident, Blackout

EU-RatsprÀsident: Blackout lag wohl nicht an Cyberangriff

28.04.2025 - 17:12:42

Plötzlich war der Strom weg: Millionen Menschen in Spanien und Portugal sind von einem massiven Stromausfall betroffen. Zur Ursache ist wenig bekannt. Aber es gibt schon erste positive Neuigkeiten.

  • Strom weg, Ampeln aus: In Portugals Hauptstadt Lissabon ist auch der Verkehr vom massiven Stromausfall betroffen. - Foto: Armando Franca/AP/dpa

    Armando Franca/AP/dpa

  • Vielerorts gingen die Lichter aus - wie hier bei einem Tennisturnier in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

    Manu Fernandez/AP/dpa

Strom weg, Ampeln aus: In Portugals Hauptstadt Lissabon ist auch der Verkehr vom massiven Stromausfall betroffen. - Foto: Armando Franca/AP/dpaVielerorts gingen die Lichter aus - wie hier bei einem Tennisturnier in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

Nach Angaben von EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa gibt es derzeit keinen Hinweis auf einen Cyberangriff als Ursache des großflĂ€chigen Stromausfalls in Spanien und Portugal. Die Netzbetreiber in beiden LĂ€ndern suchten derzeit nach der Ursache, schrieb der Portugiese zudem auf der Plattform X.

Derweil konnte die Stromversorgung in Teilen der Iberischen Halbinsel allmĂ€hlich wiederhergestellt werden. Die Versorgung sei in mehreren Gebieten im Norden, SĂŒden und Westen wieder gesichert, meldete der spanische Stromnetzbetreiber Red ElĂ©ctrica auf X. 

Ein massiver Stromausfall hatte die Iberische Halbinsel am Montagmittag erfasst. Betroffen waren weite Teile Spaniens und Portugals auf dem Festland.

Die komplette Wiederherstellung der Stromversorgung im spanischen Stromnetz könnte allerdings noch zwischen sechs und zehn Stunden dauern, zitierte die spanische Zeitung «El PaĂ­s» einen Sprecher des Stromnetzbetreibers Red Electrica. Nach der Ursache werde gesucht. Spaniens nationales Institut fĂŒr Cybersicherheit untersuche, ob ein Hackerangriff hinter dem Stromausfall stecken könnte, schrieb «El PaĂ­s».

MinisterprÀsident Pedro Sånchez hat der Zeitung zufolge eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen.

Große Verkehrsbehinderungen

Reporterinnen und Reporter der Deutschen Presse-Agentur meldeten sowohl aus Madrid als auch aus Barcelona, dass es am Montagmittag keinen Strom gab. Im ganzen Land seien der Betrieb der Infrastruktur und des Mobilfunks sowie der Verkehr beeintrĂ€chtigt, schrieb «El PaĂ­s»: Ampeln und AufzĂŒge an Bahnhöfen, in FlughĂ€fen und in anderen GebĂ€uden seien ausgefallen. Dank des Einsatzes von Generatoren waren die KrankenhĂ€user nach Angaben von Spaniens Gesundheitsministerium nicht betroffen.

Auch Spaniens Flughafenbetreiber Aena meldete «ZwischenfÀlle» wegen des Blackouts. Notfallgeneratoren seien aktiv. Passagiere sollten sich mit Fragen an ihre jeweilige Fluggesellschaft wenden, da es möglicherweise Probleme bei der Weiterreise am Boden gebe.

Auch das Nachbarland Portugal erlebte einen weitreichenden Blackout, vom Norden bis in den SĂŒden des Landes, berichtete der Sender RTP. Der Stromausfall in Portugal sei durch eine Störung im spanischen Stromnetz verursacht worden, die auf ein «seltenes atmosphĂ€risches PhĂ€nomen» zurĂŒckzufĂŒhren sei, meldete der portugiesische Stromnetzbetreiber REN. Der Betrieb werde schrittweise wiederhergestellt, wobei die Sicherheit und StabilitĂ€t des Netzes Vorrang hĂ€tten. Die vollstĂ€ndige Normalisierung des Netzes könnte «aufgrund der KomplexitĂ€t des PhĂ€nomens» bis zu einer Woche dauern.

@ dpa.de