Puma-Sichtung, Landkreis Erding

Puma im Landkreis Erding: Polizei sucht jetzt mit Hunden im Notzinger Moos

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 09:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach der erfolglosen Suche mit Einsatzkräften, Hubschrauber, Drohnen und Wärmebildtechnik setzt die Polizei im Notzinger Moos nun Hunde ein. Rund 15 Kräfte sind vor Ort, konkrete Spuren des möglichen Pumas gibt es bislang nicht.

Gestern wurde mit Polizisten, Drohnen und Hubschraubern gesucht, jetzt kommen Hunde zum Einsatz.  - Bild: Felix Kirberg/dpa
Gestern wurde mit Polizisten, Drohnen und Hubschraubern gesucht, jetzt kommen Hunde zum Einsatz. - Bild: Felix Kirberg/dpa

Nach der erfolglosen Suche mit Einsatzkräften, Hubschrauber, Drohnen und Wärmebildtechnik setzt die Polizei im Landkreis Erding nun zwei Hundeführer mit ihren Schäferhunden ein.

Hunde suchen nach Spuren

Die Hunde sollen insbesondere mögliche Beute oder Beuteteile finden. Zusätzlich suchen Beamte im Gelände. Nach Angaben der Polizei beschäftigen sich derzeit rund 15 Personen vor Ort und sechs weitere Kräfte im Innendienst mit dem Einsatz.

Die Suche konzentriert sich auf das Notzinger Moos und geht vom Ort der Sichtung aus. Die Hunde bleiben angeleint und werden nach Angaben des Leiters der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, nur punktuell eingesetzt.

Naturschutzgebiet wird geschont

Bei den Maßnahmen nimmt die Polizei Rücksicht auf das Naturschutzgebiet und die dort lebenden Tiere. Bislang verlief die Suche ohne Ergebnis. Auch mehrere Hinweise aus der Bevölkerung führten noch zu keiner konkreten Spur.

Suche aus der Luft blieb erfolglos

Am Mittwoch hatten Einsatzkräfte das Gebiet mit einem Polizeihubschrauber und Drohnen aus der Luft sowie mit Kräften am Boden abgesucht. Eine Wärmebildkamera brachte in der Nacht ebenfalls keinen Erfolg.

Tierart weiterhin nicht geklärt

Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier beobachtet und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Das Landratsamt betont jedoch, dass die Tierart ebenso wie die Herkunft des Tieres bislang unbekannt ist.

Naturschutzgebiet erschwert die Suche

Das Notzinger Moos liegt wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt und ist von Wiesen, Gräben, Gehölzen und Feuchtflächen geprägt. Die Landschaft bietet einem scheuen Tier zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten. Zugleich begrenzt der Schutz empfindlicher Lebensräume den Einsatz schwerer Technik und großflächiger Suchbewegungen.

Die Behörden setzen deshalb auf abgestufte Maßnahmen: Nach Hubschrauber- und Drohneneinsatz sowie Wärmebildsuche werden nun Hunde punktuell und angeleint eingesetzt. Ziel ist nicht nur, das Tier selbst zu finden, sondern auch Beute, Haare oder andere Spuren zu entdecken. Solche Hinweise könnten helfen, die Tierart zu bestimmen und den möglichen Aufenthaltsort einzugrenzen.

Hinweise für Menschen in der Region

Für Anwohner und Spaziergänger bleibt der wichtigste praktische Hinweis, Abstand zu halten und Beobachtungen sofort der Polizei zu melden. Hunde sollten angeleint bleiben; Kinder sollten im betroffenen Gebiet nicht unbeaufsichtigt spielen. Eine eigene Suche würde die Einsatzkräfte behindern und könnte Mensch und Tier zusätzlich gefährden.

Art und Herkunft bleiben offen

Ein Jäger hatte das Tier am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät beobachtet und gefilmt. Ein Experte hielt einen Puma für möglich, eine abschließende Bestimmung liegt jedoch nicht vor. Ebenso ist ungeklärt, woher das Tier stammen könnte. Damit konzentriert sich der Einsatz zunächst auf die Sicherung von Spuren und den Schutz der Bevölkerung, ohne die Identität des Tieres vorwegzunehmen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Puma gesichtet? Warnung vor Raubkatze nahe Flughafen München“ (08.10.2026)

Der Bericht bestätige die Sichtung im Notzinger Moos, die erfolglose Suche aus der Luft und den Einsatz von Wärmebildtechnik. Er setze zusätzlich einen Schwerpunkt auf Verhaltenstipps sowie frühere Fälle, in denen sich vermeintliche Raubkatzen als harmlose Tiere herausgestellt hätten.

Berliner Zeitung: „Puma bei München: Polizei sucht fieberhaft – PETA sagt, ein Ausbruch wäre „keine Überraschung““ (07.10.2026)

Der Artikel bestätige die laufende Suche und die weiterhin offene Bestimmung der Tierart. Er richte den Schwerpunkt auf die mögliche Herkunft des Tieres, die rechtlichen Bedingungen für die Haltung gefährlicher Wildtiere in Bayern sowie die Forderungen der Tierschutzorganisation PETA.

Beide Beiträge stellten übereinstimmend heraus, dass bislang keine konkrete Spur gefunden worden sei und der Verdacht auf einen Puma nicht abschließend geklärt sei. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt: Der BR beschreibe stärker die Suche und das Verhalten in der Region, während die Berliner Zeitung die Haltungsregeln und die politische Debatte über Wildtiere einordne.

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