Puma-Suche bei Erding bleibt erfolglos â Behörden prĂŒfen 30 Hinweise
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 13:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Suche nach einem möglichen Puma im oberbayerischen Landkreis Erding ist bislang ohne Ergebnis geblieben.
Keine Spur von einer Raubkatze
Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht gesichert gesagt werden, ob es sich um einen Puma oder ein ganz anderes Tier handele, sagte die Sprecherin des Landratsamts Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, bei einer Pressekonferenz.
Der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, erklÀrte, die Suche habe bisher keinerlei Hinweise auf eine Katzenart wie einen Puma ergeben. Die Polizei werde dennoch weiter nach Hinweisen suchen.
30 Hinweise aus der Bevölkerung
Bei den Behörden gingen nach Angaben der Polizei 30 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Vier davon wĂŒrden konkreter geprĂŒft.
Am Wochenende wollen die EinsatzkrĂ€fte in der Region um Oberding verstĂ€rkt fĂŒr Menschen ansprechbar sein. Die Auswertung der Aufnahmen, die den Suchauftrag ausgelöst hatten, dauert ebenfalls an.
JÀger filmte verdÀchtiges Tier
Ein JĂ€ger hatte am spĂ€ten Dienstagabend mit einem NachtsichtgerĂ€t ein verdĂ€chtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hĂ€lt es nach Auswertung der Aufnahmen fĂŒr möglich, dass es sich um einen Puma handelt.
Woher das Tier stammen könnte, ist bislang unklar. Das Landratsamt rief die Bevölkerung auf, aufmerksam zu bleiben und AuffÀlligkeiten der Polizei zu melden.
Suche in schwierigem GelÀnde
Das Notzinger Moos bei Oberding ist ein weitlĂ€ufiges, teils geschĂŒtztes Gebiet mit Feuchtwiesen, Gehölzen und schwer ĂŒberschaubaren Bereichen. Eine einzelne Beobachtung lĂ€sst sich dort auch mit WĂ€rmebildtechnik nicht ohne Weiteres bestĂ€tigen, wenn das Tier den Standort wechselt oder die Aufnahme keine eindeutigen Merkmale zeigt.
FĂŒr die Behörden steht deshalb zunĂ€chst die Gefahrenabwehr im Vordergrund. Die Kombination aus Polizei, Drohnen, Hubschrauber und Hinweisen aus der Bevölkerung soll klĂ€ren, ob sich tatsĂ€chlich ein gröĂeres Tier in der Region bewegt. Zugleich muss die Suche RĂŒcksicht auf das Naturschutzgebiet und die dort lebenden Tiere nehmen.
Was die Bevölkerung beachten sollte
FĂŒr Anwohner, SpaziergĂ€nger und Reisende in der NĂ€he des MĂŒnchner Flughafens bedeutet die Lage vor allem: Abstand halten, nicht selbst nach dem Tier suchen und Beobachtungen unmittelbar der Polizei melden. Hunde sollten angeleint bleiben; Kinder sollten in dem betroffenen Bereich nicht unbeaufsichtigt spielen.
Die 30 eingegangenen Hinweise können dabei helfen, Bewegungsmuster oder Fehlalarme voneinander zu unterscheiden. Entscheidend bleibt eine belastbare Bestimmung der Tierart. Erst danach lassen sich Herkunft, mögliche weitere SuchmaĂnahmen und eine konkrete GefĂ€hrdungslage seriös bewerten.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: âPolizei sucht mit Drohnen: MutmaĂlicher Puma macht Bayern unsicherâ (07.10.2026)
Der Bericht bestĂ€tige die erfolglose Suche im Umfeld des MĂŒnchner Flughafens und hebe die weitere Auswertung der WĂ€rmebildaufnahmen hervor. ZusĂ€tzlich ordne er die mögliche Sichtung mit Angaben zur GröĂe und zum nicht heimischen Vorkommen von Pumas in Deutschland ein und gebe eine Warnung der Tierschutzorganisation PETA wieder.
MĂŒnchner Merkur: âPuma-Alarm am MĂŒnchner Flughafen: Auch Hubschrauber und Hunde im Einsatzâ (08.10.2026)
Der Bericht bestÀtige, dass Hubschrauber, Drohnen und EinsatzkrÀfte bislang keine Spur gefunden hÀtten, und ergÀnze Details zum Einsatz von Suchhunden sowie zu einem Fehlalarm, bei dem sich ein beobachtetes Tier als Hauskatze herausgestellt habe. Offen bleibe auch dort, ob die Aufnahme tatsÀchlich einen Puma zeige und woher das Tier stammen könnte.
Beide Berichte stimmten darin ĂŒberein, dass die Suche ohne Ergebnis geblieben sei und die Tierart nicht feststehe. Sie setzten unterschiedliche Schwerpunkte: Euronews behandle zusĂ€tzlich mögliche Haltungs- und Tierschutzfragen, wĂ€hrend der MĂŒnchner Merkur den Ablauf der SuchmaĂnahmen und lokale Einsatzdetails darstelle.
