Erdbeben, Tsunami-Warnung

Erdbeben lösen Tsunami-Warnung auf Kamtschatka aus

20.07.2025 - 13:27:44 | dpa.de

Russlands fernöstliche Halbinsel Kamtschatka ist berĂŒhmt fĂŒr ihr hohe geologische AktivitĂ€t. Nun kam es nach mehreren Erdbeben dort auch zu einer Tsunami-Warnung.

  • Die Halbinsel Kamtschatka ist bekannt fĂŒr ihre Erdbeben und anderen geologischen AktivitĂ€ten. (Archivbild) - Foto: picture alliance / dpa-tmn
    Die Halbinsel Kamtschatka ist bekannt fĂŒr ihre Erdbeben und anderen geologischen AktivitĂ€ten. (Archivbild) - Foto: picture alliance / dpa-tmn
  • Die Behörden auf der Halbinsel Kamtschatka haben vor hohem Wellengang infolge der Erdbeben auf hoher See gewarnt. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa
    Die Behörden auf der Halbinsel Kamtschatka haben vor hohem Wellengang infolge der Erdbeben auf hoher See gewarnt. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa
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Erdbeben im Stillen Ozean haben auf der fernöstlichen russischen Halbinsel Kamtschatka eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Die örtliche Zivilschutzbehörde warnte die Menschen vor Nachbeben und vor der Gefahr von Wellen. Anwohner sollten sich auf Anhöhen oder zwei bis drei Kilometer von der KĂŒste zurĂŒckziehen. Möglich seien Wellen an verschiedenen KĂŒstenabschnitten mit einer Höhe zwischen 15 Zentimetern und maximal 60 Zentimetern, teilte die Außenstelle des Zivilschutzministeriums in der Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski mit. 

Von SchÀden war zunÀchst nichts bekannt. Es habe keine Toten oder Verletzten gegeben, teilte der Zivilschutz mit. Demnach wurden auch Stunden nach dem Beben keine hohen Wellen registriert.

Laut Behörden kam es 167 Kilometer östlich von Petropawlowsk-Kamtschatski im Stillen Ozean zu einem Erdbeben der StĂ€rke 7. In der an heftige seismische ErschĂŒtterungen gewöhnten Stadt selbst sei das Beben noch mit StĂ€rke 5 gemessen worden. Ein noch stĂ€rkeres Beben habe es 115 Kilometer östlich in 17 Kilometern Tiefe gegeben. Das sei dann in Teilen der Halbinsel noch mit StĂ€rke 7 gemessen worden.

Behörden geben Sicherheitshinweise

Der örtliche Zivilschutzchef Iwan Lemichow erinnerte die Menschen in einem Videoclip an die Sicherheitsvorkehrungen bei Erdbeben. So sollten sie sich in ihren Wohnungen nicht in der NÀhe von Glas oder instabilen Konstruktionen aufhalten. Eine Evakuierung gab es nach offiziellen Angaben aber nicht.

SpĂ€ter gab es auch mit Blick auf die Tsunami-Gefahr Entwarnung. Gouverneur Wladimir Solodow sagte, dass das FrĂŒhwarnsystem ordentlich funktioniert habe. Schwere SchĂ€den seien nicht festgestellt worden, die öffentliche Infrastruktur werde aber noch weiter begutachtet, teilte er bei Telegram mit.

Die Halbinsel 6.800 Kilometer östlich von Moskau ist bekannt fĂŒr ihre große geologische AktivitĂ€t mit hĂ€ufigen Erdbeben und aktiven Vulkanen. Sie gilt als beliebtes Urlaubsziel wegen ihrer einzigartigen Natur.

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